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Neustart des Handels zwischen Kanada und Indien: Kritische Mineralien, Energie und KI führen zu neuem Kooperationsschub

Neustart des Handels zwischen Kanada und Indien: Kritische Mineralien, Energie und KI führen zu neuem Kooperationsschub
Diya Poddar
13. Nov. 2025, 14:52 PM
  • Kanada und Indien haben die Handelsgespräche nach einem zweijährigen diplomatischen Stopp wieder aufgenommen.
  • Beide Länder diskutieren über gemeinsame Investitionen in KI, Landwirtschaft und Infrastruktur.
  • Die Gespräche folgen auf einen Führungswechsel und ein Treffen auf dem G7-Gipfel.

Kanada arbeitet daran, die Handelsbeziehungen mit Indien nach einer diplomatischen Pause, die die Verhandlungen im Jahr 2023 ins Stocken gebracht hatte, wieder aufzunehmen.

Der Schwerpunkt verlagert sich nun von politischen Spannungen hin zu wirtschaftlichen Chancen, wobei beide Regierungen daran interessiert sind, Partnerschaften in Sektoren wie kritischen Mineralien, sauberer Energie, Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und künstlicher Intelligenz aufzubauen.

Einem Bericht von Reuters zufolge ist der jüngste dreitägige Besuch des kanadischen Handelsministers Maninder Sidhu in Indien ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Nationen.

Während die formellen Handelsgespräche pausiert bleiben, liegt der Schwerpunkt nun auf der Einleitung eines neuen Prozesses, der auf der globalen wirtschaftlichen Neuausrichtung und der gegenseitigen Abhängigkeit von Ressourcen basiert.

Der Fokus verlagert sich aus der Sackgasse und hin zu gegenseitigen Investitionen

Die Kulisse dieses Besuchs ist bedeutsam. Kanada hatte im vergangenen Jahr umfassende Handelsgespräche mit Indien gestoppt, nachdem es Neu-Delhi beschuldigt hatte, an der Ermordung eines Sikh-Separatisten in British Columbia beteiligt gewesen zu sein.

Doch da sich die politische Atmosphäre verändert, kehren beide Seiten an den Verhandlungstisch zurück, wenn auch vorsichtig.

Sidhu traf den indischen Handelsminister Piyush Goyal zu einem produktiven Ministeraustausch, den er als produktiven Ministeraustausch bezeichnete.

Die Gespräche drehten sich um gemeinsame wirtschaftliche Prioritäten, darunter Indiens Interesse an Kanadas reichen Vorkommen an Mineralien, die für die Produktion von Elektrobatterien von entscheidender Bedeutung sind.

Ottawa wiederum ist bestrebt, indische Investitionen in den Bereichen Bergbau und Infrastruktur anzuziehen.

Reuters stellt fest, dass laut Sidhu "Kanada über alle Elemente verfügt, die für den Bau einer elektrischen Batterie erforderlich sind", und ermutigt nun aktiv ausländische Investitionen, um dieses Potenzial zu nutzen.

Indiens wachsender Bedarf an sauberer Energie und der Fokus auf die Diversifizierung der Lieferketten bieten einen fruchtbaren Boden für eine solche Zusammenarbeit.

Neue Führung und globaler Kontext treiben die Beziehungen voran

Ein weiterer Schlüsselfaktor für das Tauwetter ist der politische Wandel. Die Regierung des neuen kanadischen Premierministers Mark Carney hat laut Reuters "einen neuen Fokus, eine neue Energie und ein neues Mandat" auf den Weg gebracht, wie Sidhu es nannte.

Seine Regierung nutzt diese neue Richtung, um die Beziehungen zu Indien wiederherzustellen.

Diese Verschiebung folgt auf das Treffen von Premierminister Narendra Modi mit Carney während des G7-Gipfels im Juni.

Das Engagement öffnete ein diplomatisches Fenster für den Dialog und eine mögliche Zusammenarbeit.

Kanada betrachtet Indien als strategischen Partner bei der Navigation durch die neuen Handelsrealitäten, insbesondere angesichts der von den USA verhängten Zölle, die beide Länder betreffen.

Obwohl kein formeller Zeitplan für die Wiederaufnahme der Verhandlungen bekannt gegeben wurde, bestätigte Sidhu, dass sich beide Länder in "frühen Gesprächen" befinden und Potenzial für eine Angleichung in mehreren Sektoren sehen.

Dazu gehört ein starker Vorstoß zur Integration von Bemühungen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Agrartechnologie, Sektoren, an denen Indien ein wachsendes Interesse hat und in denen Kanada über Fachwissen verfügt.

Bilaterales Interesse in Wirtschaftskreisen wächst

Auch außerhalb der Regierungskorridore nimmt der kommerzielle Enthusiasmus zu. Während seines Besuchs traf sich Sidhu mit Führungskräften mehrerer indischer Konglomerate, darunter die Tata Group.

Diese Unternehmen haben die Absicht bekundet, ihre Aktivitäten in Kanada auszubauen, insbesondere in den Bereichen Energie, Infrastruktur und aufstrebende Technologien.

Indien ist mit über 1,8 Millionen Kanadiern indischer Herkunft und fast 393.000 indischen Studenten, die im Jahr 2024 eingeschrieben sind, nach wie vor Kanadas größte Einwanderungsquelle. Aber über die Personenströme hinaus sind auch die Handelszahlen aufschlussreich.

Der Handel mit Waren und Dienstleistungen in beide Richtungen erreichte im Jahr 2024 einen Wert von rund 31 Milliarden US-Dollar, wobei der größte Teil davon aufgrund eines Exportvorteils von 16 Milliarden US-Dollar für Dienstleistungen zu Gunsten Kanadas ausfiel.

Goyal hat sich auch zu einer gegenseitigen Handelsmission nach Kanada verpflichtet.

Es wird erwartet, dass er eine Delegation leiten wird, die sich auf die Zusammenarbeit bei Investitionen konzentriert, was das Signal verstärkt, dass beide Regierungen es ernst meinen, mit neuen Zielen voranzukommen.

Der Weg zu einem formellen Handelspakt mag komplex bleiben, aber die gemeinsame Sprache der Energiesicherheit, des technologischen Fortschritts und des Reichtums an Bodenschätzen spricht jetzt.