Ist es nach Abbotts 21-Milliarden-Dollar-Deal zu spät, um Exact Sciences-Aktien zu kaufen?

Ist es nach Abbotts 21-Milliarden-Dollar-Deal zu spät, um Exact Sciences-Aktien zu kaufen?
Wajeeh Khan
20. Nov. 2025, 19:32 PM
  • Abbott kündigt einen 21-Milliarden-Dollar-Deal mit reiner Barzahlung zur Übernahme von Exact Sciences an.
  • Hier ist der Grund, warum EXAS-Aktien von hier aus wahrscheinlich nicht weiter steigen werden.
  • Die Aktie von Exact Sciences ist im Vergleich zum bisherigen Jahrestief um etwa 150 % gestiegen.

Exact Sciences (NASDAQ: EXAS) stieg am 20. November um fast 20 %, nachdem Abbott Laboratories (NYSE: ABT) einen 21-Milliarden-Dollar-Deal in vollen Barzahlungen zur Übernahme des molekularen Diagnostikunternehmens angekündigt hatte.

Die Transaktion, die EXAS-Aktien mit jeweils 105 US-Dollar bewertet, verschafft ABT durch Exacts Flaggschiffprodukte wie Cologuard und Oncotype DX einen Fuß in den schnell wachsenden Markt für Krebsdiagnostik.

Nach dem heutigen Anstieg ist die Aktie von Exact Sciences um etwa 150 % gestiegen gegenüber ihrem Jahrestief im April

Gibt es noch ein Aufwärtspotenzial in der Aktie von Exact Sciences?

Da die EXAS-Aktie knapp unter dem 105-Dollar-Dealpreis liegt – und das in Madison ansässige Unternehmen nach Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2026 privat gehen wird – hat der Markt bereits weitgehend die volle Übernahmeprämie eingearbeitet.

Das lässt wenig Raum für weitere Gewinne, es sei denn, es kommt ein konkurrierendes Angebot – eine Entwicklung, die Wall-Street-Analysten für höchst unwahrscheinlich halten.

William Blair schätzte zuvor einen fairen Wert von 80 Dollar pro Aktie basierend auf abzinsigem Cashflow, was darauf hindeutet, dass Abbotts Angebot bereits eine großzügige Bewertung widerspiegelt.

Der Aufschlag von 21,8 % gegenüber den Vor-Gerüchten-Niveaus entspricht stark wachsenden Labor-Peer-Multiples. Sofern kein weiterer Käufer mit einem deutlich höheren Gebot einsteigt, wird Exact Sciences wahrscheinlich kaum wesentlich über das aktuelle Niveau hinausgehen.

Für Investoren ist das das Beste, was es gibt.

Warum konkurrierende Gebote für EXAS-Aktien unwahrscheinlich sind

UBS-Analysten haben die Idee konkurrierender Gebote ignoriert und Abbotts einzigartigen Vorteil hervorgehoben: eine robuste Verkaufskraft in der Hauswirtschaft.

Das ist ein entscheidender Vorteil für die Kommerzialisierung von Exacts Screening-Tools, die auf einer breiten Adoption durch Ärzte angewiesen sind. Andere potenzielle Erwerber – insbesondere Therapeutika-Unternehmen – verfügen nicht über diese Infrastruktur.

UBS stellte außerdem fest, dass die frühere Partnerschaft von Exact Sciences mit Pfizer Inc. bereits vor Jahren endete, wodurch ein logischer Pharma-Anwerber aus dem Rennen genommen wurde.

Was die Diagnostik-Kollegen betrifft, so sagte UBS, dass Referenzlabore Speziallabore typischerweise erst nach Notfall oder zu moderaten Bewertungen erwerben. Produktorientierte Diagnostikfirmen wurden ebenfalls ausgeschlossen, da sie sich "tendenziell auf die Bereitstellung von Diagnostiklaboren konzentrieren, anstatt Diagnostiklabore zu besitzen."

Für Exact Sciences-Aktien ist Abbott daher eine strategische Kombination, die nur wenige andere erreichen können.

Fazit: Übernahmeprämie ist die Obergrenze für Exakte Wissenschaften

Exact Sciences ist seit langem führend im nicht-invasiven Krebsscreening, und Abbotts Übernahme bestätigt ihre strategische Bedeutung.

Aber für Investoren, die einen Neueinstieg in Erwägung ziehen, ist die Mathematik unerbittlich. Da EXAS-Aktien bereits den vollen Übernahmepreis widerspiegeln und keine glaubwürdigen konkurrierenden Gebote erwartet werden, ist die Risiko-Nutzen-Verschiebung ungünstig.

Das Geschäft bietet eine Bewertungsebene, keine Startrampe. Sofern regulatorische Hürden ihn nicht entgleisen lassen – was angesichts der Genehmigung des Vorstands und der strategischen Ausrichtung erneut unwahrscheinlich erscheint – ist Exact Sciences faktisch begrenzt.

Für diejenigen, die den Anlauf verpasst haben: Das Zeitfenster ist leider geschlossen. Die Geschichte dreht sich nun darum, wie Abbott Laboratories diese Übernahme im neuen Jahr (2026) integriert und umsetzt.