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TCS kooperiert mit TPG für 7 Milliarden US-Dollar KI- und Rechenzentrums-JV: Bericht

TCS kooperiert mit TPG für 7 Milliarden US-Dollar KI- und Rechenzentrums-JV: Bericht
Ananthu C U
20. Nov. 2025, 11:42 AM
  • TCS und TPG planen ein 7-Milliarden-Dollar-Rechenzentrumsprojekt, während TCS auf KI-gesteuertes, kapitalintensives Wachstum umstellt.
  • Das JV strebt eine Kapazität von 1,2 GW an; Investoren sind vorsichtig, da die Renditen schwächer werden und die Schulden steigen.
  • Tata tritt in Indiens Rechenzentrumsrennen gegen Reliance, Adani und globale Technologieriesen ein.

Tata Consultancy Services (TCS), Indiens größtes Softwaredienstleistungsunternehmen, bereitet sich auf einen der bedeutendsten strategischen Wandel seiner Geschichte vor, da es in das kapitalintensive Rechenzentrum- und KI-Infrastrukturgeschäft einsteigt.

Das Unternehmen plant, ein milliardenschweres Joint Venture mit der globalen Private-Equity-Firma TPG zu gründen, um groß angelegte KI- und Sovereign Data Centers in ganz Indien zu errichten, berichtete die Economic Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Dieser Schritt stellt eine deutliche Abweichung vom jahrzehntelangen Capex-Light-Modell von TCS dar, das organisches Wachstum und die durch den KI-Boom geschaffenen Druck und Chancen widerspiegelt.

2 Milliarden US-Dollar Eigenkapitalzuspruch und eine neue Joint-Venture-Struktur

TCS und TPG planen, gemeinsam rund 2 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital in HyperVault AI Data Centre Ltd zu investieren, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von TCS, die im Oktober gegründet wurde.

TCS wird eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % am Joint Venture halten, während die verbleibenden 4,5–5 Milliarden Dollar an Finanzierung voraussichtlich im Laufe der Zeit durch Schulden aufgebracht werden, teilten Beamte mit.

Eine formelle Vereinbarung zwischen TCS und TPG wird bereits am Donnerstag erwartet, heißt es im Bericht.

Dies ist die dritte Partnerschaft von TPG mit der Tata Group, nach Kooperationen im EV-Geschäft von Tata Motors und Tata Technologies.

Für TCS stellt das Geschäft die erste Annahme von externem Private-Equity-Kapital und externen Fremdkapital dar.

Das Unternehmen steht im Zentrum von TCS' Ambition, "das weltweit größte KI-geführte Technologiedienstleistungsunternehmen" zu werden.

Letzten Monat kündigte TCS Pläne an, in den nächsten 5–7 Jahren phasenweise eine Kapazität von 1,2 Gigawatt Rechenzentren zu bauen, was der gesamten aktuellen Kapazität Indiens entspricht.

Für jede 150 MW Kapazität wird eine Investition von 1 Milliarde US-Dollar benötigt. Das Unternehmen erwartet, dass die Umsätze aus dem Unternehmen innerhalb von 18–24 Monaten beginnen werden.

Investorenbedenken bezüglich der kapitalintensiven Strategie treten auf

Das Ausmaß der Rechenzentrumsambitionen von TCS hat Investoren polarisiert.

Während dieser Schritt TCS in einen der am schnellsten wachsenden digitalen Infrastrukturmärkte positioniert, warnen einige Analysten vor nachlassenden Renditen für ein Unternehmen, das lange für hohe Kapitaleffizienz geschätzt wird.

TCS erzielte im Geschäftsjahr 25 eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 51 % und eine Rendite auf investierte Kapital (ROIC) von über 80 %.

Ein Wandel hin zu langfristigen, kapitalintensiven Projekten könnte diese Kennzahlen verwässern.

Die Aktien des Unternehmens fielen nach der ersten Ankündigung des Rechenzentrums-Projekts um 1,5 %.

Die Transformation erfolgt, während TCS einen umfassenderen operativen Wandel durchläuft, um sich an KI-getriebene Störungen anzupassen.

Das Unternehmen hat seine Belegschaft im letzten Quartal um 6.000 Mitarbeiter reduziert – der größte vierteljährliche Rückgang in seiner Geschichte – und plant, in diesem Jahr die Mitarbeiterzahl um 2 % zu reduzieren.

Ein wachsender Kampf um den Rechenzentrumsboom Indiens

TCS tritt in einen schnell wachsenden und sehr wettbewerbsorientierten Markt ein.

Die Kapazität der Rechenzentren in Indien wird voraussichtlich in den nächsten 5–7 Jahren von 1,2 GW auf fast 9 GW wachsen und laut Marktschätzungen Investitionen von 50–95 Milliarden US-Dollar anziehen.

Die Tata Group wird nun mit großen Akteuren wie Reliance Industries, AdaniConnex, NTT Global, Nxtra Data, Sify und CtrlS konkurrieren.

Kürzlich haben Adani Enterprises und Google eine Verpflichtung von 15 Milliarden US-Dollar für ein 1 GW großes Rechenzentrumszentrum in Andhra Pradesh bekannt gegeben.

Reliance Industries arbeitete außerdem mit Meta und Google zusammen, um KI-Plattformen und Gigawatt-Zentren in Gujarat und Andhra Pradesh aufzubauen.

Dennoch sind diese Bemühungen im Vergleich zu globalen Technologieriesen bescheiden.

Meta, Microsoft, Amazon und Google werden zusammen bis 2026 voraussichtlich über 400 Milliarden US-Dollar an jährlichen Investitionsausgaben investieren.