Die Bayer-Aktie steigt um 9 %, während die Schlaganfall-Medikamentenstudie das Vertrauen in die Pipeline wiederbelebt

Die Bayer-Aktie steigt um 9 %, während die Schlaganfall-Medikamentenstudie das Vertrauen in die Pipeline wiederbelebt
Ananthu C U
24. Nov. 2025, 11:04 AM
  • Bayers Schlaganfallmedikament ist in Phase III erfolgreich und steigt fast 10 % an.
  • Asundexian senkt das Schlaganfallrisiko, ohne größere Blutungsprobleme zu verursachen.
  • Analysten sagen, dass detaillierte Daten das Marktpotenzial des Medikaments bestimmen werden.

Die Aktien von Bayer stiegen am Montag stark an, nachdem das Unternehmen ermutigende Ergebnisse in späten klinischen Studienphasen für sein experimentelles kardiovaskuläres Medikament Asundexian gemeldet hatte, was einen seltenen Auftrieb für eine Pharmaabteilung bietet, die mit Rückschlägen und steigenden Prozesskosten zu kämpfen hat.

Die Aktie stieg um mehr als 9 % und wurde bei 30,30 € gehandelt – der höchste Wert seit über einer Woche.

Positive Phase-III-Ergebnisse nach früherem Versagen

Die deutsche Gruppe teilte am Sonntag mit, dass ihre Phase-III-Studie zum ozeanischen Schlaganfall ihr Hauptziel erreicht habe, was eine bedeutende Wende für einen Arzneimittelkandidaten darstellt, der zwei Jahre zuvor einen schweren Rückschlag erlitten hatte.

Die Studie zeigte, dass eine einmal tägliche 50-Milligramm-Dosis Asundexian, die zusammen mit einer Thrombozytenhemmer verabreicht wurde, das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls bei Patienten, die zuvor einen Schlaganfall oder eine ähnliche Blockade der Gehirngefäße erlebt hatten, signifikant verringerte.

Wichtig ist, dass das Medikament dies erreichte, ohne das Risiko schwerer Blutungen zu erhöhen, ein häufiges Problem bei bestehenden Blutverdünnern.

Asundexian wirkt, indem es Faktor XIa blockiert, ein Protein, das zur Bildung von Blutgerinnseln beiträgt.

Bayer erklärte, dass detaillierte Ergebnisse der Studie auf einem bevorstehenden wissenschaftlichen Kongress vorgestellt werden und dass geplant sei, Gespräche mit globalen Gesundheitsbehörden zur Vorbereitung der Marktzulassungsanträge aufzunehmen.

Das positive Ergebnis steht in starkem Kontrast zum früheren Rückschlag des Medikaments Ende 2023, als eine separate Phase-III-Studie bei Patienten mit Vorhofflimmern, die ein Schlaganfallrisiko hatten, aber noch keinen hatten, keine Wirksamkeit nachweisen konnte.

Diese Enttäuschung zwang Bayer, einen Teil seines Entwicklungsprogramms einzustellen, und wurde weithin als erheblicher Rückschlag für die Hoffnungen des Unternehmens angesehen, das pharmazeutische Wachstum neu zu beleben.

Strategischer Aufstieg für den CEO angesichts von Umstrukturierung und rechtlichen Belastungen

Die neuen klinischen Ergebnisse bieten einen dringend benötigten Erfolg für Chief Executive Bill Anderson, der sich mitten in einer Restrukturierung des Managements befindet und daran arbeitet, die erhebliche Schuldenlast der Gruppe zu reduzieren.

Bayer kämpft weiterhin mit kostspieligen Rechtsstreitigkeiten, insbesondere in den Vereinigten Staaten, die mit Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup und polychlorierten Biphenylen (PCBs) zusammenhängen.

Im vergangenen Quartal teilte das Unternehmen mit, dass diese rechtlichen Herausforderungen die Gewinne um 1,06 Milliarden Euro belasteten.

Vor diesem Hintergrund ist der Fortschritt in Bayers Drogenpipeline zunehmend entscheidend.

Eine erfolgreiche Zulassung und Einführung von Asundexian zur Sekundärprävention von Schlaganfall könnte dazu beitragen, das Anlegersentiment zu stabilisieren und die langfristigen Umsatzaussichten der Pharmasparte zu unterstützen.

Marktreaktion und Analystenansicht

Die Marktreaktion auf die Ankündigung war schnell. Die Aktien stiegen um bis zu 9,84 % auf 30,30 €, wobei Analysten bei JPMorgan die Ergebnisse als "günstig" bezeichneten, insbesondere mit der Feststellung von keinem erhöhten größeren Blutungsrisiko.

Sie mahnten jedoch auch zur Vorsicht und wiesen darauf hin, dass detaillierte Daten und Wettbewerbsergebnisse letztlich das Potenzial des Medikaments im Sekundärschlaganfallmarkt bestimmen würden, der zuvor auf etwa 3 Milliarden Euro geschätzt wurde.

Auch wenn die neuesten Erkenntnisse die Auswirkungen früherer Versuchsfehler nicht auslöschen, stellen sie eine wichtige Erholung für Bayers Spätphasen-Pipeline dar.

Investoren und Branchenanalysten werden nun genau beobachten, wie sich das Unternehmen auf regulatorische Beteiligung zubewegt und sich darauf vorbereitet, in den kommenden Monaten umfassendere Ergebnisse zu präsentieren.