Palantir-Aktienabwärtstrend löst das Showdown zwischen Karp und Burry aus: Wird der KI-Aufschlag aufgelöst?

Palantir-Aktienabwärtstrend löst das Showdown zwischen Karp und Burry aus: Wird der KI-Aufschlag aufgelöst?
Devesh Kumar
24. Nov. 2025, 14:35 PM
  • Palantir fällt um 25 %, nachdem es Allzeithochs erreicht hat, was eine Bewertungsdebatte auslöst.
  • Alex Karp gerät mit Michael Burry wegen massiver kurzer Wetten aneinander.
  • Starkes Insider-Selling vertieft die Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit.

Die Aktie Palantir (NASDAQ: PLTR) stürzte nach einem Allzeithoch Anfang November um 25 % ab und löste einen heftigen öffentlichen Konflikt zwischen CEO Alex Karp und Hedgefonds-Manager Michael Burry aus.

Karp machte Leerverkäufer für den Rückgang der Aktie verantwortlich, doch viele Investoren sahen den Rückgang als Korrektur der hohen Bewertung von Palantir.

Mit einem Verkaufsvielfachen von 102-fach, dem höchsten im SandP 500, löste der Einbruch der Aktie eine Debatte darüber aus, ob Palantirs Premium-Preise gerechtfertigt sind oder ob die Zweifel der Kritiker berechtigt sind.

Die Bewertungsabrechnung und die Konkurrenz zum Leerverkäufer

Die astronomische Bewertung von Palantir hat seit langem skeptische Kritik von Marktbears hervorgerufen.

Mit 102-fachem Umsatz und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 669 handelt das Unternehmen zu Vielfachen, die nur wenige Softwareaktien je gerechtfertigt haben.

Michael Burry, der legendäre Investor, der vor dem Crash 2008 Subprime-Hypotheken leerging, offenbarte eine riesige Short-Position: Zwei Drittel seines 1,4-Milliarden-Dollar-Portfolios setzten gegen Palantir durch Put-Optionen im Wert von etwa 912 Millionen Dollar.

Karps Antwort? Er ging bei CNBC als "Fledermausverrückt" und beschuldigte Burry und andere Leerverkäufer, die Märkte zu manipulieren.

Aber hier liegt der Haken: Karp selbst hat in den letzten Jahren über 2 Milliarden Dollar an Palantir-Aktien verkauft und damit seine Verteidigung untergraben.

Wenn CEOs Bären angreifen und dabei still und leise auszahlen, interpretieren Privatanleger dies oft eher als Warnsignal denn als Beruhigung.

Der dramatische Einbruch von 25 % deutet darauf hin, dass die Anleger sich auf die Seite der Skeptiker stellten und die Bewertungen eher als realitätsfern betrachteten als Tricks als Short-Seller-Tricks.

Die Fragen zum Insider-Selling und zur Nachhaltigkeit

Hinter Karps aggressiver Rhetorik verbirgt sich ein beunruhigendes Muster: massiver Insider-Selling.

Zwischen 2023 und 2025 verkauften Insider Aktien im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar, darunter allein 113 Millionen Dollar von Karp.

Noch aufschlussreicher: In sechs Monaten bis Mitte 2025 tätigten Insider 244 Trades, davon nur einen Kauf und 243 Verkäufe.

Diese einseitige Aktivität signalisiert, dass die Führung entweder nicht glaubt, dass die aktuellen Bewertungen bestehen bleiben, oder einfach große Gewinne einschließt, bevor die Korrektur eintritt.

Palantirs Grundlagen bleiben wirklich stark. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich im dritten Quartal um 63 % auf 1,2 Milliarden US-Dollar, und das Unternehmen hat gerade eine Vertragserweiterung des Verteidigungsministeriums im Wert von 1,275 Milliarden Dollar erhalten.

Die Software funktioniert, und die Kunden bezahlen dafür. Doch starke Ausführung rechtfertigt keinen Preis.

Palantir wird heute mit dem 102-fachen verkauft; selbst nach einem Einbruch von 66 % würde sie weiterhin die teuerste Aktie im SandP 500 bleiben. Das ist kein Bewertungsunterboden, sondern ein Warnsignal.

Die Frage ist jetzt: Ist dieser 25%-Rückgang ein vorübergehender Rückschritt vor weiteren Gewinnen oder der Beginn einer brutalen Rebewertung? Karps kämpferischer Ton hat die Skeptiker nicht überzeugt.

Solange Palantirs Bewertung nicht mit der von Konkurrenten wie Nvidia (24-fache Gewinne) oder Microsoft (23,7-fache Gewinne) übereinstimmt, bleibt die Aktie anfällig für weitere Abwärtskurse.