'Ich habe geweint': SoftBank's Sohn sagt, der Verkauf des Nvidia-Anteils der Firma sei eine schmerzhafte Notwendigkeit gewesen

'Ich habe geweint': SoftBank's Sohn sagt, der Verkauf des Nvidia-Anteils der Firma sei eine schmerzhafte Notwendigkeit gewesen
Devesh Kumar
02. Dez. 2025, 15:35 PM
  • Son sagt, der Verkauf von Nvidia habe ihn zum "Weinen" gebracht, aber das Geld wurde für eine massive, auf OpenAI fokussierte KI-Initiative benötigt.
  • SoftBank veräußerte seinen gesamten 5,8 Milliarden Dollar Nvidia-Anteil genau zu dem Zeitpunkt, als der Chiphersteller historische Bewertungen erreichte.
  • Analysten sagen, dass Son von der Chip-Infrastruktur zu den zukünftigen KI-Plattformen wechselt.

Masayoshi Son zeigt selten Verletzlichkeit. Doch auf einem Finanzforum in Tokio am Montag gab Japans kühnster Technologieinvestor etwas zu, das das emotionale Gewicht des Billionen-Dollar-Wettrüstens von KI offenbarte: Er "weinte", als SoftBank im November seinen gesamten 5,8-Milliarden-Dollar-Anteil an Nvidia verkaufte.

Das Geständnis trifft den Kern des heutigen KI-Investitionsrauschs, der so profitabel ist, dass selbst ein massiver Chip-Gewinn wie ein Opfer wirkt, wenn er anderswo eingesetzt wird.

Son bestand darauf, dass er "keine einzige Aktie" verkaufen wolle, aber er brauchte das Geld für etwas Größeres: ein 40-Milliarden-Dollar-Risiko auf OpenAI und Infrastruktur wie das Stargate-Rechenzentrum-Projekt.

Die Frage, die Investoren beschäftigt, ist, ob seine Tränen Weisheit oder Übergriff widerspiegeln.

Tränen über Nvidia, Milliarden für OpenAI: Inside Sons hochrisikoreiche Kapitalumstellung

SoftBank investierte erstmals im Mai 2017 in Nvidia, Jahre bevor der KI-Boom es zum wertvollsten Chiphersteller der Welt machte.

Das Unternehmen hatte diese Position 2019 um 3,3 Milliarden Dollar reduziert, sie dann still und still wieder aufgebaut, nur um im Oktober den gesamten Anteil für 5,83 Milliarden Dollar zu liquidieren.

Das Timing war brutal. Nvidia stieg in zwei Jahren über 5 Billionen Dollar Marktwert – eine Dreifachung in zwei Jahren – und festigte damit seine Rolle als Infrastruktur-Rückgrat der KI-Revolution.

Doch Sons Sprache war klar: keine Not, sondern strategische Entscheidung. "Ich möchte keine einzige Aktie verkaufen", sagte er am Montag im FII Priority Asia-Forum.

Es stand kein Zweifel an Nvidias Zukunft: Es ging um Mathematik um Prioritäten. SoftBank verpflichtete sich Anfang 2025 zunächst 7,5 Milliarden US-Dollar an OpenAI, mit einer geplanten Nachfolgeanschlussquote von 22,5 Milliarden US-Dollar bis Jahresende.

Fügt man das milliardenschwere Infrastrukturengagement des Stargate-Projekts hinzu, wird die Liquiditätsnachfrage deutlich.

Son musste sich entscheiden, ob er mehr der besten Chipunternehmen der Welt besitzen oder Anteile an den seiner Meinung nach weltweit dominierenden KI-Plattformen kontrolliert.

Glücksspiel oder Genie? Was Sons "schmerzhafte Notwendigkeit" über die KI-Blasen-Debatte aussagt

Hier werden Sons Tränen kompliziert. Er wies ausdrücklich die Vorstellung zurück, dass Nvidia überteuert sei oder dass KI mit einer Blase konfrontiert sei, eine Haltung, die ihn mit zunehmend skeptischen Investoren in Konflikt bringt.

Stattdessen verdoppelte er seine Aufgabe: Wenn in etwa zehn Jahren die "Superintelligenz" kommt, werden KI und Robotik mindestens 10 % des globalen BIP generieren, was etwa 20 Billionen Dollar jährlich wert ist.

Diese Rechnung, so argumentierte Son, rechtfertige die kumulative Investition von 10 Billionen Dollar, die derzeit in den Sektor fließen.

Die Ironie ist scharf. Im Jahr 2019 erlitt der Vision Fund von SoftBank einen historischen Verlust von 18 Milliarden US-Dollar, wobei 47 Portfoliounternehmen abgeschrieben wurden, da die Bewertungen einbrachen.

Son selbst gab zu, dass er "die Fische entkommen ließ", als die Nvidia-Aktien, die er Anfang 2019 verkaufte, bis 2024 letztlich über 150 Milliarden Dollar Wert erreichten.

Jetzt wiederholt er die Wette, aber umgekehrt, verkauft Nvidia als Eigentümer der Modelle und Plattformen, von denen er glaubt, dass sie wichtiger sind als die Chips.

Analysten sehen eine Verlagerung der Portfolioallokation von Infrastrukturprojekten hin zur Ökosystemkontrolle.

Indem Son Nvidia ausverkauft, positioniert er sich vom Besitz der "Picks and Shovels" zum Besitz der "Goldminen".

Ob diese historische Parallele Bestand hat oder ob er einfach aus vergangenen Bedauern gelernt hat, wird auf die Probe gestellt werden, wenn die Bewertungen von OpenAI ansteigen und der breitere KI-Ausgabezyklus reift.

Sons Tränen spiegeln am Ende eine unangenehme Wahrheit wider: Selbst die größten Risikoträger der Tech-Technologie opfern manchmal sichere Siege für größere Wetten und hoffen, dass sich das Risiko auszahlt.