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Die Aktie von JPMorgan fällt nach der Kostenwarnung 2026 ab: Ist das das Warnsignal, das Investoren befürchteten?

Die Aktie von JPMorgan fällt nach der Kostenwarnung 2026 ab: Ist das das Warnsignal, das Investoren befürchteten?
Devesh Kumar
09. Dez. 2025, 22:08 PM
  • JPMorgan fällt fast 5 % nach der Veröffentlichung eines Ausgabenausblicks von 105 Milliarden US-Dollar für 2026.
  • Lake weist auf wachstumsbedingte Kosten, Inflationsauswirkungen und große Technologieinvestitionen hin.
  • Analysten warnen, dass steigende Ausgaben Margen und ROE bis 2026 unter Druck setzen könnten.

Die Aktie JPMorgan (NYSE: JPM) brach am Dienstag fast um 5 % ein, nachdem der Verbraucherbankchef der Bank gewarnt hatte, dass die Ausgaben 2026 105 Milliarden US-Dollar erreichen werden.

Die Wall Street hat diese Kostengröße nicht berücksichtigt, da sie über 4 % über den Markterwartungen liegen.

Marianne Lakes Äußerungen auf der Goldman Sachs Financial Services Conference sorgten für Schockwellen im Bankensektor, wobei auch die Aktien von Citigroup und Bank of America einbrachen.

Der Einbruch am Dienstag markiert den steilsten Intraday-Rückgang seit April und wirft für Anleger einige kritische Fragen auf.

JPMorgans Kostenschock 2026: Was Investoren hörten

JPMorgan nannte "volumen- und wachstumsbezogene Ausgaben" als Haupttreiber der Ausgaben im nächsten Jahr.

Dazu gehören Anreizvergütungen für Finanzberater, Produktmarketing, Filialbau und Investitionen in künstliche Intelligenz.

Es ist zu beachten, dass strategische Investitionen und "strukturelle Auswirkungen durch Inflation" die Liste abrundeten.

Was die Investoren am meisten schmerzte, war das Ausmaß des Misses. Konsensanalysten schätzten die Ausgaben für 2026 auf etwa 101,1 Milliarden US-Dollar, was bereits hoch ist.

JPMorgans Prognose von 105 Milliarden Dollar übertraf selbst die höchsten Street-Schätzungen um 4 Milliarden.

Lake versuchte, den Schlag abzumildern, indem er Lichtblicke wie die Investmentbanking-Gebühren nannte, die voraussichtlich im niedrigen einstelligen Bereich steigen werden.

Zudem steigen die Einnahmen des Marktes ebenfalls im niedrigen Teenagerbereich, und die Ergänzungen von Kreditkartenkonten bleiben auf Kurs für 10,5 Millionen Konten im Jahr 2025.

Diese positiven Aspekte wurden jedoch von der Kostenwarnung und Lakes Kommentar, dass das Verbraucherumfeld "etwas fragil" bleibe, überschattet.

Trader reagieren und Analysten äußern sich

JPMorgan wurde zum schlechtesten Performer im KBW Bank Index, wobei die Aktie um fast 5 % abstürzte und das hohe Handelsvolumen eine institutionelle Kapitulation signalisierte.

Die Ansteckung breitete sich sofort aus, wobei Citigroup und Bank of America beide um 1 % zurückgingen, während Händler die Erwartungen an die gesamte Kostendisziplin des gesamten Sektors neu kalibrierten.

Das größere Problem ist die Randkompression. Wenn JPMorgan den Umsatz nicht proportional zum Ausgabenwachstum steigern kann, könnte die Eigenkapitalrendite, eine wichtige Bankkennzahl, leiden.

Die ROE der Bank liegt bereits bei etwa 15–17 %, und die Kosteninflation droht, diese Zahl 2026 unter Druck zu setzen.

Einige Analysten betrachteten die Empfehlung als notwendige Investition in Technologie und Talente, um die Wettbewerbsposition zu halten.

Andere stellten die Frage, ob 105 Milliarden Dollar an Ausgaben signalisieren, dass das Management die Kontrolle der Kosten verloren hat.

Ein Analyst wies darauf hin, dass die von Lake geleitete Abteilung für das Verbraucherbankwesen der "Haupttreiber" für das Kostenwachstum sei, was die Frage aufwirft, ob Volumengewinne die Ausgaben rechtfertigen.

Die Trader werden die Ergebnisse des vierten Quartals im Januar genau beobachten, die voraussichtlich zeigen, ob sich das Investmentbanking- und Handelsmomentum erholt.

Die Investoren werden außerdem JPMorgans Kosten-Ertrags- und Effizienzkennzahlen genau verfolgen, da diese bestimmen, ob die Ausgaben ein entsprechendes Umsatzwachstum erzeugen.