Die Inflationstrends in China zeigen eine ungleichmäßige Erholung, da die Fabrikpreise weiter sinken

Die Inflationstrends in China zeigen eine ungleichmäßige Erholung, da die Fabrikpreise weiter sinken
Diya Poddar
10. Dez. 2025, 08:55 AM
  • Chinas Verbraucherpreisindex steigt, aber die Fabrikpreise fallen erneut, was eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung unterstreicht.
  • Die Produzentenpreise sinken im 38. Monat, was die Deflationssorgen und den Margendruck vertieft.
  • Anleihen und Aktien sinken, da gemischte Inflationsdaten Zweifel an Chinas Wachstumsschwung schüren.

Chinas jüngste Inflationswerte deuten auf eine weiterhin ungleichmäßige Erholung hin, wobei steigende Verbraucherpreise durch einen tieferen Einbruch der Fabrikpreise ausgeglichen werden.

Die Zahlen liefern neuen Kontext dafür, wie sich die Wirtschaft des Landes an schwache Nachfrage, überschüssige industrielle Kapazitäten und anhaltenden Preisdruck in allen Lieferketten anpasst.

Die Daten vom November zeigen, dass die Gesamtinflation mit dem schnellsten Tempo seit über einem Jahr zunahm, doch diese Verbesserung hat die Befürchtungen über weitverbreitete Deflation in wichtigen Sektoren nicht gemildert.

Das am 10. Dezember vom National Bureau of Statistics veröffentlichte Update erfolgte parallel zu Marktreaktionen bei Staatsanleihen und Aktien, als Investoren die Stärke des zugrunde liegenden Trends bewerteten.

Verbraucherpreise steigen

Chinas Verbraucherpreisindex stieg im November um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg wurde hauptsächlich durch höhere Lebensmittelpreise angetrieben, was half, eine lange Phase außergewöhnlich schwacher Preissteigerungen zu durchbrechen.

Der Kern-CPI, der Lebensmittel und Energie ausschließt, blieb nach Abschluss einer sechsmonatigen Beschleunigungsphase unverändert bei 1,2 %.

Die Daten bestätigten die Ansicht, dass sich die Verbrauchernachfrage nur allmählich stabilisiert, selbst wenn die Gesamtinflation steigt.

Fabrikpreise schwächen sich ab

Während sich der Verbraucherpreisindex verbesserte, bewegten sich die Fabrikpreise in die entgegengesetzte Richtung. Die Produzentenpreise fielen im November um 2,2 % und verlängerten die Deflation auf einen 38. Monat.

Der Rückgang deutete auf anhaltenden Druck auf die Unternehmensmargen hin, da sich die Unternehmen weiterhin an die zurückhaltenden Inlandsausgaben und den starken Wettbewerb anpassen.

Ein anhaltender Rückgang im Wohnungsbau und ein schwacher Konsum belasten die industrielle Aktivität seit dem Ende der Pandemie, während das Überangebot in mehreren Sektoren die Belastung erhöht hat.

Der Rückgang der Produzentenpreise trieb zudem den BIP-Deflator in Richtung eines bis Ende 2025 erwarteten dritten aufeinanderfolgenden jährlichen Rückgang – die längste solche Serie seit Chinas Umstellung auf eine marktwirtschaftliche Wirtschaft Ende der 1970er Jahre.

Märkte reagieren

Die Finanzmärkte reagierten schnell auf die gemischten Werte.

Die Renditen von 10- und 30-jährigen chinesischen Staatsanleihen kehrten frühere Gewinne um, nachdem die Produzentenpreiswerte schwächer als erwartet waren.

Auch Onshore- und Offshore-Aktien hielten im Laufe des Tages Verluste, während Investoren bewerteten, was die Kombination aus mildem CPI-Wachstum und anhaltender PPI-Deflation für Gewinne und den allgemeinen wirtschaftlichen Momentum signalisiert.

Das Update folgte auf laufende Bemühungen der Behörden, den intensiven Preiswettbewerb einzudämmen und die inländische Nachfrage zu unterstützen, obwohl aktuelle Daten darauf hindeuten, dass Herausforderungen in mehreren Branchen bestehen.

Wirtschaftliche Belastungen bestehen weiterhin

Die neuesten Zahlen zeigen, wie deflationäre Kräfte Chinas Erholung weiterhin erschweren.

Obwohl sich die Verbraucherinflation seit zwei Monaten verbessert hat, ist der Anstieg noch nicht stark genug, um die Erwartungen an Wachstum oder Unternehmensleistung zu ändern.

Die Marktteilnehmer erwarten einen längeren Zeitraum mit festeren Preisdaten sowie Klarheit über zukünftige fiskalische Maßnahmen, bevor sie ihre Einschätzung der Stärke der wirtschaftlichen Erholung Chinas anpassen.

Da Deflation in Fabriken verankert ist und die Kapazität in mehreren Sektoren weiterhin erhöht ist, unterstreichen die Daten vom November die gegensätzlichen Kräfte, die die wirtschaftliche Landschaft des Landes prägen.