Dow steigt um über 550 Punkte, SandP 500 erreicht neuen Rekord nach Zinssenkung der Fed

Dow steigt um über 550 Punkte, SandP 500 erreicht neuen Rekord nach Zinssenkung der Fed
Devesh Kumar
10. Dez. 2025, 21:50 PM
  • Der Dow springt über 550 Punkte, während die Fed ihre dritte aufeinanderfolgende 25-Basispunkt-Zinssenkung auf 3,5 % bis 3,75 % vornimmt.
  • Der SandP 500 erreicht trotz Powells Vorsicht bezüglich zukünftiger Lockerungen einen neuen Rekord.
  • Powell warnt, dass die Daten weitere Kürzungen vorschreiben werden, da die Prognosen nur eine für 2026 vorweisen.

Die US-Aktien stiegen, nachdem die Federal Reserve am Mittwoch ihre dritte Viertelpunkt-Zinssenkung in Folge vorgenommen hatte, wobei der Dow Jones um über 550 Punkte sprang und der SandP 500 einen weiteren Rekordschluss erreichte.

Die Entscheidung der Fed, die Zinsen auf 3,5 % bis 3,75 % zu senken , löste eine Entlastungsrallye aus, während Vorsitzender Jerome Powell einen vorsichtigeren Ansatz für zukünftige Kürzungen signalisierte.

Die Begeisterung des Marktes spiegelte den Hunger der Anleger nach monetärer Lockerung wider, obwohl Powells zurückhaltender Ton darauf hindeutete, dass die Anleger möglicherweise mehr Fed-Unterstützung einpreisen, als die Zentralbank zu liefern beabsichtigt.

US-Aktien steigen, während die Fed nachlässt

Der Dow stieg etwa 550 Punkte bzw. 1,2 %, während der SandP 500 um 0,8 % zulegte und sein Oktober-Höchst durchbrach und einen neuen Rekordschluss erzielte.

Der Nasdaq Composite, stark auf zinssensitive Technologieaktien ausgerichtet, legte um 0,4 % zu, da die Risikobereitschaft der Anleger wieder zunahm.

Die zweijährige Treasury-Rendite, die am empfindlichsten auf kurzfristige Erwartungen der Fed reagiert, fiel um etwa 3–5 Basispunkte, was die Erleichterung der Händler widerspiegelt, dass Zinssenkungen weiterhin auf dem Tisch blieben.

Die Ankündigung der Fed, die Käufe von Staatsanleihen wieder aufzunehmen, zum ersten Mal seit 2020, sendete ein stärker düsteres Signal als allein die Senkung des Leitzinss.

Finanzaktien, die typischerweise von niedrigeren Zinsen unter Druck gesetzt werden, erzielten dennoch Gewinne, was darauf hindeutet, dass die Anleger glaubten, der Lockerungszyklus würde das Wirtschaftswachstum unterstützen, anstatt auf Rezessionsängste hinauszurufen.

Bemerkenswert ist, dass die Stimmen der Fed mit 9:3 gegliedert waren, mit drei abweichenden Meinungen, zwei wollten die Zinsen stabil halten und einer bevorzugte eine Senkung um 50 Basispunkte.

Diese Spaltung unterstrich interne Meinungsverschiedenheiten darüber, ob der Arbeitsmarkt gestützt oder vor wiederaufflammender Inflation geschützt werden sollte.

Doch die Märkte wischten die Reibung weitgehend beiseite und konzentrierten sich auf den Weg des geringsten Widerstands.

Begrenzte Lockerung in der Zukunft

Powell balancierte während seiner Pressekonferenz auf einem Drahtseil.

Er räumte ein, dass "die negativen Risiken für die Beschäftigung in den letzten Monaten gestiegen sind", rechtfertigte die Kürzung, erklärte aber deutlich: "Ich glaube nicht, dass eine Zinserhöhung derzeit ein Basisszenario für irgendjemanden ist."

Die jüngsten Dot-Plot-Prognosen der Fed zeigten für 2026 nur eine zusätzliche Kürzung – eine auffällige Verschiebung gegenüber Marktpreisen, die derzeit etwa 68 % Wahrscheinlichkeit für zwei oder mehr Senkungen im nächsten Jahr widerspiegelt.

Die Märkte hatten am Mittwoch erwartet, dass Powell die Grundlagen für mehrere Kürzungen im Jahr 2026 bereiten würde, da sie die Fed als eine nachhaltige Lockerung betrachteten.

Stattdessen deutete Powells Sprache darauf hin, dass die Fed nach drei Kürzungen eine Pause einlegt.

Der Ausschuss betonte außerdem, dass er die Inflation und die Dynamik des Arbeitsmarktes genau beobachten werde, bevor er weitere Maßnahmen unternimmt.

Powell fügte hinzu, dass bevorstehende Beschäftigungsberichte und Inflationswerte die Kalkulation der Fed prägen würden, sodass die Tür einen Spalt offen bleibt, aber Händler nicht hereinlädt.

Anleger interpretierten die Rallye am Mittwoch als Bestätigung ihres "Rentensenkungs-Optimismus", doch Powells Prognose war vorsichtig.

Die Fed hat signalisiert, dass sie von hier aus gezielt vorgehen wird, indem sie die Daten beobachtet, bevor sie sich zu weiteren Kürzungen verpflichtet.