Nvidia-Aktie: Warum handelt NVDA seit mehreren Sitzungen hintereinander in Rot?

Nvidia-Aktie: Warum handelt NVDA seit mehreren Sitzungen hintereinander in Rot?
Devesh Kumar
12. Dez. 2025, 16:58 PM
  • Nvidia verlängert seine Verluste angesichts sektorweiter Gewinnabnahmen und erneuten Zweifel an der ROI der KI-Infrastruktur.
  • Oracles schwache Cloud-Zahlen und Broadcoms Margenwarnung verschärfen die Bedenken hinsichtlich der Rentabilität von KI-Chips.
  • Die technischen Entwicklungen werden fragil, da NVDA seinen 200-Tage-Durchschnitt testet und die Momentum-Indikatoren Vorsicht zeigen.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) handelt zum vierten Mal in Folge weiterhin in Rot, während eine Gewinngewinnwelle Halbleiteraktien erfasste.

Die Aktien der künstlichen Intelligenz erleben nach Oracles enttäuschender Cloud-Umsatzprognose und einer deutlichen Margenwarnung von Broadcom , die unbequeme Wahrheiten über die Rentabilität von KI-Chips offenbarte, eine größere Volatilität.

Die Nvidia-Aktie sieht sich zunehmend mit Fragen konfrontiert, ob eine Bewertung in Höhe von 4,34 Billionen US-Dollar an Sektorbewertung dem Margendruck und der verlangsamenden Investitionskosten durch die größten Kunden standhalten kann.

Warum ist die Nvidia-Aktie heute gefallen?

Der unmittelbare Auslöser war Oracles Stolpern. Als einer der größten Kunden von Nvidia haben Oracles schwache Ergebnisse und die steigende Schuldenlast die Befürchtung ausgelöst, dass selbst Hyperscaler mit aggressiven Investitionen in KI-Infrastruktur an Renditegrenzen stoßen.

Dies wurde Stunden später noch verstärkt, als Broadcom warnte, dass die Bruttomargen aufeinanderfolgend um 100 Basispunkte sinken würden, was auf eine steigende Mischung aus Verkäufen von maßgeschneiderten KI-Systemen mit geringeren Margen zurückzuführen ist.

Die Botschaft war unmissverständlich: Mit steigender KI-Einnahmen werden die Gewinnmargen verringert, weil maßgeschneiderte Beschleuniger und Systembauten von Natur aus weniger wirtschaftlich sind als Spezialhalbleiter.

Außerdem betrifft Nvidias jüngste Schwäche nicht nur die Gewinne für ein Quartal.

Es spiegelt eine umfassendere Erkenntnis wider, dass der Halbleitersektor mit einem profitablen Wachstumspuzzle konfrontiert ist, mit stark steigenden Volumen, aber Margen unter strukturellem Druck.

Die Aktie fiel am Donnerstag um 1,55 % und liegt über vier Wochen 6,64 % niedriger, was die Unterstützung beim 200-Tage-Durchschnitt von 155,55 $ testet.

Die technischen Anzeigen zeigten Warnsignale.

Der RSI-Wert von 46,37 trat in das überverkaufte Gebiet ein, was auf eine Kapitulation hindeutet, doch das Momentum bleibt mit einem MACD bei -1,35 schwach.

Was sagen Analysten?

Die Reaktion der Wall Street war vorsichtig optimistisch, aber zunehmend vorsichtig.

Raymond James nahm am Freitag die Berichterstattung über Nvidia mit einer Kaufbewertung und einem Kursziel von 272 US-Dollar wieder auf und beschrieb die Aktie als führend bei "KI-Fabriken" mit mehrjährigem Aufwärtspotenzial.

Morgan Stanley hielt sein Kursziel von 250 $ bei, was einen Aufwärtstrend von 37,55 % bedeutet, obwohl das Unternehmen kurzfristige Gegenwinde anerkannte.

Mehrere Analysten warnten jedoch. UBS-Analysten warnten, dass überfüllte Anlegerpositionen in Kombination mit Margesorgen einen anhaltenden Verkaufsdruck auslösen könnten

Die Frage ist nun, ob dies eine gesunde Korrektur eines langfristigen Trends ist oder der Beginn einer Neubewertung.

Oracle und Broadcom zwangen eine Diskussion darüber, wie lange Hyperscaler das Investitionswachstum aufrechterhalten können, falls die Rendite nachlässt.

AMD-Aktien fielen um 3,05 % in Sympathie, was darauf hindeutet, dass die Schwäche sektorweit ausgeht. TSMC hielt sich mit -2,35 % relativ besser, was darauf hindeutet, dass Investoren zu Gießerei-Anbietern rotieren.

Für Nvidia-Investoren zählen drei Variablen: ob Oracle stabilisiert, ob sich die Margen von Broadcom erholen, wenn maßgeschneiderte KI-Systeme zunehmen, und ob Nvidia selbst die Preissetzungsmacht für Blackwell-Chips der nächsten Generation verteidigen kann.

Bis diese Fragen beantwortet sind, ist mit Volatilität rund um technische Unterstützungsniveaus zu rechnen. Die KI-Geschichte bleibt intakt, aber die Randgeschichte verlangt nun die gleiche Aufmerksamkeit.