Die Oracle-Aktie steht weiterhin unter Druck, aber dieser Analyst schätzt, dass die Aktie um etwa 100 % steigen wird.

Die Oracle-Aktie steht weiterhin unter Druck, aber dieser Analyst schätzt, dass die Aktie um etwa 100 % steigen wird.
Utkarsh Roshan
15. Dez. 2025, 18:38 PM
  • Oracle-Aktien fallen, da der Optimismus der KI nachlässt und die Schuldensorgen zunehmen.
  • Die Beobachtung des Anleihemarktes nimmt zu, da Oracle die Investitionsausgaben erhöht.
  • Bullen und Bären geraten über KI-Rückstand, Hebelwirkung und langfristige Renditen aneinander.

Die Oracle-Aktie geriet am Montag erneut unter Druck, was einen heftigen Ausverkauf verlängerte, der die Aktie seit mehreren Wochen schwer belastet.

Der Cloud-Computing-Riese hat in den letzten fünf Tagen mehr als 15 % verloren, nachdem im November ein starker Rückgang von 23,1 % die durch den spektakulären September-Gewinnbericht ausgelösten Gewinne zunichtegemacht wurde.

Der Rückgang der Aktie spiegelt eine deutliche Stimmungsumkehr wider, nachdem Oracle Anfang dieses Jahres die Anleger schockierte, indem es bekannt gab, dass sich der Gesamtrückstand auf 455 Milliarden US-Dollar mehr als vervierfacht hatte.

Diese Zahl wurde vor allem durch eine angebliche Cloud-Computing-Vereinbarung über 300 Milliarden Dollar mit OpenAI verursacht, eine Ankündigung, die die Aktien zunächst deutlich steigen ließ, da Investoren sich auf die langfristige Umsatzchance konzentrierten.

Die Oracle-Aktie steht weiterhin unter Druck.

Der Optimismus, der auf die Offenlegung im September folgte, ist inzwischen verblasst.

Investoren sind zunehmend vorsichtig geworden hinsichtlich der Struktur und Beständigkeit der Oracle–OpenAI-Partnerschaft sowie der breiteren Nachhaltigkeit des Investitionszyklus der künstlichen Intelligenz.

Auch die Bedenken hinsichtlich Oracles steigender Schuldenstände und seiner aggressiven Investitionspläne haben sich verstärkt.

Diese Sorgen haben sich auf die Kreditmärkte ausgeweitet. Oracles Unternehmensanleihen stehen unter Beobachtung, während die Wall Street nach möglichen Bruchlinien im KI-Boom sucht.

Die Kreditanalystin von JPMorgan Chase and Co., Erica Spear, sagte, der Druck auf Oracles Anleihen werde laut einem Bloomberg-Bericht wahrscheinlich auch im neuen Jahr anhalten.

Die Aktie von Oracle verzeichnete letzte Woche den stärksten Rückgang seit fast 11 Monaten, während ein Maß für das Kreditrisiko des Unternehmens auf ein neues 16-Jahres-Hoch stieg.

Die Maßnahmen folgten auf die Ergebnisse, die zeigten, dass Oracle hinter den Cloud-Umsatzschätzungen der Analysten zurückblieb, gleichzeitig das jährliche Investitionsziel um 15 Milliarden US-Dollar erhöhte und seine zukünftigen Mietverpflichtungen mehr als verdoppelte.

Kreditanalysten bleiben vorsichtig

Obwohl der Gewinnbericht im Großen und Ganzen den Erwartungen entsprach und bestätigte, dass Nachfrage und Rückstau weiter wachsen, bezeichnete Spear die Ergebnisse aus Kreditsicht als enttäuschend.

"Auch wenn es im Print keine unerwarteten oder auffälligen Warnsignale gab, erfüllten die Ergebnisse und der Kommentar insgesamt nicht die Messlatte, die nötig wären, um unser Wohlgefühl mit der Credit-Geschichte zu erhöhen", schrieb Spear.

"Die Kombination aus einem bescheidenen Top-Line-Fehlschlag, deutlich höheren Investitionskosten für das Geschäftsjahr 26 und einer sich weiterhin weiterentwickelnden KI-Einheitenwirtschaft macht dies zu einer 'Zeig mir eine Geschichte.'"

Sie fügte hinzu, dass die Frustration der Investoren aus dem anhaltenden Schwerpunkt des Managements auf Fremdfinanzierung resultiert.

"Die Herausforderung für Investoren ist genau das: Das Management stellt die Finanzierung fast ausschließlich durch Schulden vor, was zwar wenig überrascht, aber angesichts des weitgehend unbekannten Zeitrahmens und der Obergrenze für diese Investitionen frustrierend bleibt", schrieb Spear.

Auf Oracles Ergebnisaufruf sagte Co-CEO Clay Magouyrk, dass das Unternehmen weiterhin verpflichtet ist, seine Investment-Grade-Kreditwürdigkeit zu erhalten.

Er fügte hinzu, dass Oracle wahrscheinlich nicht die von einigen Analysten prognostizierten mehr als 100 Milliarden Dollar leihen wird.

Einige Wall-Street-Analysten bleiben optimistisch gegenüber der Oracle-Aktie

Trotz des Verkaufs bleiben einige Analysten konstruktiv. Mizuho bekräftigte in einer am Montag veröffentlichten Forschungsnotiz eine Outperform-Bewertung bei Oracle mit einem Preisziel von 400 US-Dollar.

Das Unternehmen hob Oracles Klarstellung bezüglich seiner Finanzierungsstrategie für KI-Infrastruktur hervor, einschließlich potenzieller Kunden-Bring-Your-Own-Chip-Vereinbarungen, Lieferantenfinanzierung und GPU-Mietstrukturen, die die Anfangskapitalausgaben senken und die Ausgaben besser mit der Umsatzerzeugung in Einklang bringen könnten.

Mizuho wies außerdem darauf hin, dass Oracle ausdrücklich Bedenken hinsichtlich eines möglichen Schuldenbedarfs von 100 Milliarden US-Dollar angesprochen und sein Engagement für die Führung einer Investment-Grade-Bilanz bekräftigte.

Das Technologieunternehmen wies zudem einen Bloomberg-Bericht zurück, der Verzögerungen bei der Lieferung der Rechenzentrumskapazität an OpenAI andeutete, und erklärte, dass alle Meilensteine weiterhin auf Kurs bleiben.

Während Mizuho seine Schätzungen für das Geschäftsjahr 2026 unverändert ließ, erhöhte es die Prognosen für das Geschäftsjahr 2027 und argumentierte, dass Oracles Bewertung – etwa das 26-fache der Gewinne der nächsten zwölf Monate und das Neunfache des Geschäftsjahres 2030 – angesichts erhöhter Volatilität einen attraktiven Einstieg darstellt.