Citigroup erhält regulatorische Erleichterungen, da die Fed die Handelsrisiko-Benachrichtigungen aufhebt.

Citigroup erhält regulatorische Erleichterungen, da die Fed die Handelsrisiko-Benachrichtigungen aufhebt.
Diya Poddar
18. Dez. 2025, 10:10 AM
  • Die Fed hob wichtige Aufsichtshinweise zu Citis Handelsrisikokontrollen auf und entlud damit den regulatorischen Druck.
  • Die Regulierungsbehörden waren mit Citis Lösungen für Gegenparteienrisiken, Governance und Datenprobleme zufrieden.
  • Citi sieht sich weiterhin weiteren Aufsichtsmaßnahmen gegenüber, die mit früheren Kontrollfehlern und Lücken in der Datenverwaltung zusammenhängen.

Die US-Notenbank hat formelle Aufsichtshinweise aufgehoben, die Citigroup verpflichtet hatten, Schwächen im Risikomanagement des Handels anzugehen.

Laut einem exklusiven Reuters-Bericht markiert die Entscheidung eine bedeutende Entlastung des regulatorischen Drucks auf die drittgrößte US-Bank, die jahrelang mit Kontroll- und Datenproblemen gearbeitet hat.

Die Ende 2023 veröffentlichten Mitteilungen konzentrierten sich darauf, wie Citi Gegenparteirisiken misst und Kapital gegen potenzielle Handelsverluste zuweist.

Ihre Kündigung signalisiert, dass die Regulierungsbehörden mit der Absanierungsarbeit der Bank zufrieden sind, auch wenn sich die breitere Aufsicht über große Banken weiter entwickelt.

Die Fed beendet wichtige Aufsichtsmaßnahmen

Die Federal Reserve hatte Citigroup im vergangenen Jahr drei "Matters Require Immediate Attention" (MRIA) an Citigroup erteilt und dabei Mängel bei den Handelsrisikokontrollen festgestellt.

Laut Reuters erforderten diese Mitteilungen sofortige Korrekturen und enge regulatorische Einarbeitung.

Banken können jederzeit mehrere MRIAs durchführen, aber ungelöste Probleme können zu strengeren Sanktionen führen, einschließlich regulatorischer Herabstufungen der Ratings.

Ihre Schließung stellt daher eine greifbare regulatorische Erleichterung für Citi dar.

Fokus auf Gegenparteirisiko

Eine der MRIAs konzentriert sich darauf, wie Citi das Gegenparteienkreditrisiko innerhalb seines Handelsgeschäfts berechnet und verwaltet.

Banken bewerten das Risiko, das von Handelspartnern ausgeht, um zu bestimmen, wie viel Kapital sie halten müssen, um potenzielle Verluste zu absorbieren, insbesondere auf den Derivatemärkten.

Ein weiterer Hinweis befasste sich mit Citis Nutzung von Proxys, wenn keine direkten Gegenparteidaten verfügbar sind.

Die Aufsichtsbehörden hatten Bedenken darüber geäußert, wie diese Ersatzmaßnahmen angewendet und geregelt wurden.

Das dritte MRIA konzentrierte sich auf Schwächen der Governance, einschließlich unklarer Rechenschaftspflicht zwischen verschiedenen juristischen Personen innerhalb der Bank.

Die Sanierungspläne von Citi mussten detailliert und überprüfbar sein, wobei der Fortschritt von den Vorgesetzten überprüft werden sollte, bevor die Hinweise aufgehoben werden konnten.

Datenherausforderungen im Rampenlicht

Mehreren der Probleme liegt Citis langjähriger Kampf mit Datenkonsistenz zugrunde, merkt Reuters an.

Die Bank betreibt mehrere Altsysteme, die nach großen Übernahmen nie vollständig integriert wurden.

Diese Lücken haben zuvor zu Meldefehlern, regulatorischer Kritik und Durchsetzungsmaßnahmen beigetragen.

Regulierungsbehörden haben wiederholt auf schwache Datenverwaltung als Kernrisiko hingewiesen und sie mit umfassenderen Kontrollfehlern in Verbindung gebracht.

Eines der abgebrochenen MRIAs verlangte speziell Verbesserungen in der Datenqualität und Governance im Zusammenhang mit der Kapitalallokation für Gegenparteien-Exposures.

Verschiebung der Fed-Aufsicht

Der Zeitpunkt der Entscheidung stimmt mit den laufenden Veränderungen in der Art und Weise überein, wie die Fed an die Bankenaufsicht herangeht.

Michelle Bowman, die von US-Präsident Donald Trump ausgewählte Wahl zur Überwachung der Regulierung bei der Zentralbank, leitet eine Überprüfung der Aufsichtspraktiken, einschließlich der Art und Weise, wie MRIAs gelöst werden.

In einem Oktober-Memo wies laut Reuters ein leitender Fed-Supervisor die Prüfer an, MRIAs umgehend zu beenden, sobald die interne Prüfung einer Bank bestätigt, dass Probleme behoben wurden, sofern die Aufsichtsbehörden mit der Qualität dieser Prüfungsarbeit zufrieden sind.

Die umfassendere regulatorische Arbeit wird fortgesetzt

Trotz der Erleichterung durch Handelsrisikenhinweise unterliegt Citi weiterhin weiteren regulatorischen Maßnahmen, die mehrere Jahre zurückreichen.

Nach einer versehentlichen Überweisung von 900 Millionen Dollar an die Gläubiger von Revlon im Jahr 2020 arbeitet die Bank unter zwei regulatorischen Sanktionen, die weitere Kontrollverbesserungen erfordern, bevor sie aufgehoben werden können.

Im Jahr 2024 verhängten die Fed und das Office of the Comptroller of the Currency Citi ebenfalls eine Geldstrafe von 136 Millionen Dollar wegen Versäumnissen im Zusammenhang mit Datenverwaltung und -qualität.