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Der südkoreanische Raketenstart aus Brasilien scheitert und markiert damit einen Rückschlag für Innospace

Der südkoreanische Raketenstart aus Brasilien scheitert und markiert damit einen Rückschlag für Innospace
Noris Soto
23. Dez. 2025, 15:36 PM
  • Innospace startete seine erste kommerzielle Rakete vom Alcantara Space Center in Brasilien.
  • Etwa zwei Minuten nach dem Start trat eine Anomalie auf, die die Mission beendete.
  • Der gescheiterte Start führte zu einem starken Rückgang der börsennotierten Aktien des Unternehmens in Südkorea.

Das südkoreanische Satellitenstartunternehmen Innospace versuchte am Montag, seine erste kommerzielle Raketenstartmission vom Alcantara Space Centre in Brasilien durchzuführen, doch der Start endete mit einem Fehlschlag – ein Rückschlag sowohl für das Unternehmen als auch für Brasiliens Luft- und Raumfahrtambitionen.

Fünf Tage nach dem ursprünglichen Zielplan erfolgte der Start von Innospaces HANBIT-Nano-Fahrzeug um 22:13 Uhr lokaler Zeit Brasilien (oder 01:13 GMT).

Es war die erste kommerzielle Orbitalmission für die nordöstliche brasilianische Anlage, die seit langem als potenzieller Startplatz angesehen wird, da sie relativ nah am Äquator liegt.

Trotz der Bedeutung des Ereignisses verlief die Mission nach den ersten Flugphasen nicht wie geplant.

Anomalie wenige Minuten nach dem Start entdeckt

Nur zwei Minuten nach dem Start erhielten Fans, die dem offiziellen Livestream des Starts folgten, eine Nachricht, die darauf hindeutete, dass während des Fluges eine "Anomalie" aufgetreten sei.

Der Webcast wurde plötzlich gestoppt, sodass keine weiteren Echtzeitdetails zu dem Vorfall übrig blieben.

Laut einer Erklärung der brasilianischen Luftwaffe nahm die Rakete zunächst die erwartete vertikale Flugbahn; Kurz nach dem Start entstand jedoch eine Fehlfunktion, die das Fahrzeug zum Absturz auf den Boden führte.

Beamte und Feuerwehrleute wurden laut Air Force gerufen, um sowohl das Wrack als auch die Absturzstelle zu untersuchen.

In der Erklärung wurden keine Verletzungen oder zusätzliche Folgen erwähnt, und die Behörden konzentrierten sich auf die Nachuntersuchungen des Geländes und der beteiligten Ausrüstung.

Begrenzte Informationen von Innospace

Innospace hat keine weiteren Informationen zur Ursache des Ausfalls bereitgestellt.

Nach dem Vorfall reagierte das Unternehmen nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme, sodass Fragen zu den technischen Problemen, die während des Fluges beobachtet wurden, unbeantwortet blieben.

Das Fehlen von Details erfolgt trotz früherer Ankündigungen über Verzögerungen vor dem Start und technische Tests, die die Mission bereits über den geplanten Zeitplan hinaus verschoben hatten.

Marktreaktion und Rückgang des Marktanteils

Die Investoren drehten nach dem erfolglosen Start negativ um.

Bei der Ankündigung des Crashs lagen die in Südkorea notierten Aktien von Innospace im Mittagshandel um etwa 24 % niedriger. Es war der größte Intraday-Rückgang des Unternehmens seit dem Gewinn im August.

Dies führte zu Zweifeln an der technischen Reife des Unternehmens und den Auswirkungen auf die Pläne, seine Raketen auf den Markt zu bringen, wobei die Mission darauf ausgelegt war, operative Fähigkeiten statt reine experimentelle Leistung zu zeigen, wie sich in der Marktreaktion widerspiegelt.

Verzögerungen vor dem Start

Vor dem Versuch am Montag war der Start bereits mehrfach verschoben worden.

Die Mission, die für den vorangegangenen Mittwoch geplant war, wurde verschoben, nachdem letzte Überprüfungen eine Anomalie in einer Kühleinheit des Oxidator-Zuführungssystems der ersten Stufe aufgedeckt hatten.

Eine weitere Verzögerung ereignete sich am Freitag, als schlechtes Wetter eine mehrstündige Verschiebung zur Folge hatte.

In einer früheren Erklärung erklärte Innospace, dass die defekte Komponente auf der Startrampe wieder aufgebaut wurde, was es ermöglichte, die Mission, bekannt als Spaceward, zwischen dem 16. und 22. Dezember zu starten.

Nutzlast und institutionelle Unterstützung

Die HANBIT-Nano-Rakete transportierte acht registrierte Güter, darunter fünf winzige Satelliten, für namenlose Kunden.

Die brasilianische Luftwaffe und die Raumfahrtagentur des Landes leisteten operative Unterstützung für den Start und koordinierten ihre Beschäftigungen mit anderen wichtigen Behörden.

Die Teilnahme Brasiliens betonte die fortgesetzten Bemühungen, Alcantara als tragfähigen kommerziellen Startplatz für ausländische Partner zu fördern.

Frühere Testflüge in Alcantara

Innospace ist im Alcantara Space Centre nicht neu. Im März 2023 stellte das Unternehmen sein Testfahrzeug, den HANBIT-TLV, am selben Standort vor.

Ziel dieser Mission war es, die Leistung seines 150-Kilonewton-Hybridtriebwerks zu testen.

Der Start am Montag war jedoch der erste kommerzielle Versuch des Unternehmens von diesem Standort aus und unterstrich die Bedeutung des Scheiterns sowohl für Innospace als auch für Brasiliens Gesamtambitionen in der Luft- und Raumfahrt.