Sanofi wird Dynavax für 2,2 Milliarden US-Dollar übernehmen und die Aktien um 37 % steigen lassen

Sanofi wird Dynavax für 2,2 Milliarden US-Dollar übernehmen und die Aktien um 37 % steigen lassen
Ananthu C U
24. Dez. 2025, 12:52 PM
  • Sanofi wird Dynavax für 2,2 Milliarden Dollar in bar kaufen und damit eine Prämie von 39 % gegenüber dem letzten Abschluss des US-Impfstoffherstellers bieten.
  • Die Dynavax-Aktien stiegen vor der Börse um über 37 %, nachdem Sanofi zugestimmt hatte, 15,50 US-Dollar pro Aktie zu zahlen.
  • Das Abkommen fügt Dynavax' Kandidaten für Hepatitis B und Gürtelrose in Sanofis Pipeline hinzu.

Die Aktien von Dynavax Technologies stiegen am Mittwoch im Vorbörsenhandel stark an, nachdem der US-Impfstoffhersteller sich bereit erklärt hatte, von dem französischen Pharmakonzern Sanofi in einem reinen Barhandel im Wert von etwa 2,2 Milliarden US-Dollar übernommen zu werden.

Sanofi gab an, für Dynavax 15,50 Dollar pro Aktie zu zahlen, was einem Aufschlag von etwa 39 % gegenüber dem Schlusskurs des Unternehmens am Dienstag und etwa 46 % gegenüber dem dreimonatigen volumengewichteten Durchschnittskurs entspricht.

Die Dynavax-Aktien stiegen im Vorbörsenhandel nach der Ankündigung um mehr als 37 % auf rund 15,31 US-Dollar.

Die Transaktion soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen regulatorischen Genehmigungen.

Details des Geschäfts und Marktreaktion

Nach den Bedingungen der Vereinbarung wird Sanofi das in Emeryville, Kalifornien, ansässige Unternehmen für etwa 2,2 Milliarden US-Dollar bzw. 1,9 Milliarden Euro übernehmen.

Dynavax hatte laut LSEG-Daten am Dienstag eine Marktkapitalisierung von etwa 1,31 Milliarden US-Dollar.

Sanofi erklärte, dass die Übernahme mit verfügbaren Bargeldern finanziert wird und dass die Transaktion keine Auswirkungen auf die finanziellen Aussichten für 2025 haben werde.

Die Aktien des Unternehmens änderten sich zu Beginn kaum, während die Aktie von Dynavax stark anstieg, um die Übernahmeprämie widerzuspiegeln.

Die Vermittlerstimmung gegenüber Dynavax war bereits vor dem Deal überwiegend positiv.

Laut LSEG-Daten bewerteten drei der vier Broker, die die Aktie abdeckten, sie mit "kaufen" oder höher, während einer eine "Verkaufs"-Empfehlung hatte.

Strategische Expansion des Sanofi-Impfstoffportfolios

Die Übernahme verschafft Sanofi Zugang zu Dynavaxs Impfstoffportfolio, einschließlich des zugelassenen adulten Hepatitis-B-Impfstoffs auf dem US-Markt.

Außerdem wird ein experimenteller Gürtelrose-Impfstoff hinzugefügt, der sich derzeit in der frühen klinischen Entwicklung befindet.

Im August berichtete Dynavax, dass sein Gürtelrose-Impfstoffkandidat eine Immunantwort hervorrief, die mit GlaxoSmithKlines Blockbuster-Gürtelrose-Impfung Shingrix vergleichbar ist, während sie in einer früh- bis mittleren Studie ein potenziell besseres Sicherheitsprofil zeigte.

Sanofi erklärte, dass die Vermögenswerte in die bestehende Impfstoffpipeline integriert werden, was seine Position im Bereich der Präventionsmedizin stärkt.

Das Geschäft erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem der französische Pharmakonzern das Wachstum über seine Blockbuster-Asthmabehandlung Dupixent hinaus diversifizieren möchte, die in den letzten Jahren ein wichtiger Gewinntreiber war.

Das Unternehmen hat 2025 eine Reihe von Übernahmen durchgeführt, um sein Portfolio zu erweitern.

Im Juli stimmte Sanofi dem Kauf des britischen privaten Biotech-Unternehmens ViceBio für 1,5 Milliarden Dollar zu, was den Fokus auf gezielte Erweiterungen unterstreicht.

Breiterer Kontext und regulatorischer Hintergrund

Die Übernahme von Dynavax wurde am selben Tag bekannt gegeben, an dem Sanofi einen regulatorischen Rückschlag bekannt gab.

Separat teilte das Unternehmen mit, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration die Zulassung ihres experimentellen Medikaments Tolebrutinib zur Behandlung einer Form der Multiplen Sklerose abgelehnt habe.

Trotz dieser Entwicklung betonte Sanofi, dass das Dynavax-Abkommen seine kurzfristige Finanzplanung nicht beeinflussen werde.

Das Unternehmen erklärte, die Übernahme stehe im Einklang mit seiner langfristigen Strategie, seine Impfstoff- und Immunologiegeschäfte durch externe Innovationen zu stärken.

Für Dynavax markiert das Abkommen einen bedeutenden Ausstieg zu einem erheblichen Aufschlag, nach jahrelanger Entwicklung mit Schwerpunkt auf Impfstoffen.

Wenn die Transaktion wie geplant abgeschlossen wird, werden die Vermögenswerte des US-Unternehmens in einen der größten Pharmakonzerne Europas eingegliedert und den globalen Impfstoffmarkt weiter konsolidieren.