10 Bedrohungen, die die Weltwirtschaft stören könnten Als Nächstes: WEF Global Risks 2025-26

10 Bedrohungen, die die Weltwirtschaft stören könnten Als Nächstes: WEF Global Risks 2025-26
Devesh Kumar
14. Jan. 2026, 14:42 PM
  • Die WEF-Umfrage unter 900+ Experten bewertet die wichtigsten globalen Risiken über 2- und 10-Jahres-Horizonte.
  • Fehlinformation/Desinformation führt zu kurzfristigen Bedrohungen, verstärkt durch generative KI in großem Maßstab.
  • Cyberunsicherheit, Ungleichheit und geoökonomische Konfrontationen bedrohen Märkte, Handel und Lieferketten.

Die jüngste Global Risks Perception Survey des Weltwirtschaftsforums (WEF) hat eine ernüchternde Einschätzung der Bedrohungen für globale Märkte und Volkswirtschaften im nächsten Jahrzehnt veröffentlicht.

Zusammengenommen könnten diese Risiken Handelsströme wesentlich stören, Lieferketten destabilisieren und das globale Wachstum dämpfen, während die Weltwirtschaft mit Fragmentierung und schwindendem institutionellem Vertrauen zu kämpfen hat.

Das Weltwirtschaftsforum befragte mehr als 900 globale Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Regierung, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft.

Die Umfrage wurde zwischen September und Oktober 2024 durchgeführt, um die Schwere der Risiken über zwei verschiedene Horizonte zu bewerten: die nächsten zwei Jahre und das nächste Jahrzehnt.

Die Methodik fordert die Befragten auf, Risiken auf einer Schwereskala von 1 bis 7 zu bewerten, mit besonderem Schwerpunkt darauf, welche Bedrohungen das größte materielle Krisenrisiko für das globale BIP, die Bevölkerung und die natürlichen Ressourcen darstellen.

Die diesjährigen Ergebnisse zeichnen ein zunehmend zersplittertes Bild, wobei fast zwei Drittel der Befragten bis 2035 eine turbulente oder stürmische globale Prognose erwarten.

Kurzfristige Risiken (2 Jahre)

Fehlinformationen und Desinformation halten zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz, verstärkt durch generative KI-Tools, die in der Lage sind, in großem Maßstab falsche Inhalte zu produzieren.

Dieser Erosion der Wahrheit untergräbt das Marktvertrauen, verändert das Verbraucherverhalten und erschwert die politische Koordination, wenn schnelles Handeln erforderlich ist.

Extreme Wetterereignisse, von Hitzewellen und Überschwemmungen bis hin zu Hurrikans, sind kurzfristig an zweiter Stelle und schädigen direkt die Landwirtschaft, Infrastruktur und Versicherungsmärkte.

Die gesellschaftliche Polarisierung spaltet weiterhin Gesellschaften, schränkt die Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger ein, auf Krisen zu reagieren, und verringert die Sicherheit der Investoren hinsichtlich der Stabilität der Governance.

Cyber-Spionage und Kriegsführung stellen eine unmittelbare Bedrohung für operative Systeme und Finanznetzwerke dar, erhöhen die Compliance-Kosten und setzen Unternehmen Datenpannen aus.

Geoökonomische Konfrontation: Zölle, Sanktionen und Handelsbarrieren sind stark gestiegen.

Protektionistische Maßnahmen drohen, globale Lieferketten zu fragmentieren, Inflation auszulösen und Investitionen zu schwächen.

Achtundachtzig Prozent der Unternehmen planen bereits eine Neukonfiguration der Lieferkette als Reaktion auf Handelsspannungen.

Ungleichheit, unfreiwillige Migration, Menschenrechtszerstörung und Umweltverschmutzung runden die Top 10 ab, wobei jede unmittelbare wirtschaftliche und soziale Folgen mit sich bringt.

WEF Global Risks 2025-26: Langfristige Bedrohungen (10 Jahre)

Das kommende Jahrzehnt wird von Umweltgefahren dominiert.

Extremwetter bleibt das größte langfristige Risiko, gefolgt von kritischen Veränderungen in den Erdsystemen und dem Verlust der Biodiversität, die von Platz 37 im Jahr 2009 auf Platz 2 heute gestiegen sind.

Knappheit an natürlichen Ressourcen schränkt das Angebot an Rohstoffen ein und befeuert geopolitischen Wettbewerb, während Fehlinformationen weiterhin das institutionelle Vertrauen untergraben, das für koordiniertes Handeln notwendig ist.

Die negativen Folgen von KI-Technologien steigen im 10-Jahres-Ranking stark nach oben und spiegeln Risiken bei Arbeitsumstellungen und regulatorischen Störungen wider.

Ungleichheit, Cyberbedrohungen, gesellschaftliche Polarisierung und Umweltverschmutzung bestehen an beiden Horizonten fort, was darauf hindeutet, dass sich diese Risse ohne entschlossenes Eingreifen vertiefen werden.

Mirek Dušek vom WEF warnte , dass "die Einsätze nie höher waren" und wies darauf hin, dass sich die Gräben vergrößern, ob bestehende Governance-Strukturen Herausforderungen gemeinsam bewältigen können, infrage stellt.

Der Bericht legt nahe, dass nur durch multilateralen Dialog und koordinierte Maßnahmen die Führungskräfte Vertrauen wiederherstellen und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit im kommenden Jahrzehnt stärken können.