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US-Aktien öffnen tief im roten Bereich: Der Nasdaq fällt um etwa 2 %, SandP fällt um 1,4 %

US-Aktien öffnen tief im roten Bereich: Der Nasdaq fällt um etwa 2 %, SandP fällt um 1,4 %
Utkarsh Roshan
20. Jan. 2026, 16:12 PM
  • Die Aktien fielen stark, nachdem Trump mit Zöllen wegen Grönlands gedroht hatte.
  • Technologie-Aktien führten Verluste, da die Renditen stark anstiegen und die Volatilität stark anstieg.
  • Investoren bereiten sich auf Gewinne vor, da geopolitische Risiken die Aussichten trüben.

Die US-Aktien erlitten am Dienstag starke Verluste, als Präsident Donald Trump seine Rhetorik über Grönland eskalierte und mit umfassenden neuen Zöllen für Länder drohte, die den Verkauf dänischen Territoriums an die Vereinigten Staaten ablehnen.

Die Äußerungen lösten eine breite Risikoabweichung an den Märkten aus, trieben die Aktien nach unten, trieben die Staatsanleihenrenditen nach oben und belasteten den US-Dollar.

Der Dow Jones Industrial Average stürzte um 618 Punkte ab, also etwa 1,2 %. Der SandP 500 fiel um 1,4 %, während der Nasdaq Composite um 2 % sank, da der Verkaufsdruck in verschiedenen Sektoren zunahm.

Die US-Märkte wurden nach der Schließung am Montag wegen des Martin-Luther-King-Jr.-Tages wieder geöffnet, was die Auswirkungen der Schlagzeilen verstärkte, die sich am langen Wochenende angesammelt hatten.

Drohungen durch Zölle führen zum Ausverkauf auf dem Markt

Die Marktreaktion folgte auf eine Reihe von Äußerungen von Trump am Wochenende.

In einem Beitrag auf Truth Social am Samstag sagte der Präsident, dass Importe aus acht NATO-Mitgliedsländern mit steigenden Zöllen rechnen müssten, "bis ein Abkommen über den vollständigen und vollständigen Kauf Grönlands erzielt wird."

Laut Trump beginnen die Zölle am 1. Februar bei 10 % und steigen bis zum 1. Juni auf 25 %, falls keine Einigung erzielt wird.

Später drohte er, 200%ige Zölle auf französische Weine und Champagner zu verhängen, angesichts von Berichten, dass der französische Präsident Emmanuel Macron nicht bereit war, Trumps vorgeschlagenem "Board of Peace" beizutreten.

Trump kritisierte auch das Vereinigte Königreich und bezeichnete den Plan der britischen Regierung, die Souveränität der Chagos-Inseln an Mauritius zu übertragen, als "Akt großer Dummheit".

Auf einer der Inseln befindet sich eine gemeinsame britisch-amerikanische Militärbasis. Trump sagte, dieser Schritt sei "ein weiterer in einer sehr langen Reihe von Gründen für nationale Sicherheit, warum Grönland erworben werden müsse."

Flucht vor US-Vermögenswerten

Trumps Äußerungen lösten eine Flucht aus US-Vermögenswerten aus. Die Renditen der Staatsanleihen stiegen stark an, da Anleger höhere Vergütungen für das Halten von US-Anleihen forderten, während der Dollar schwächter wurde, was Bedenken hinsichtlich der Handelspolitik, geopolitischen Risiken und der möglichen wirtschaftlichen Folgen eines sich ausweitenden Zollkonflikts widerspiegelt.

Der Ausverkauf war breit gefächert, wobei nur wenige Aktien in den frühen Sitzungen höher gehandelt wurden.

Technologieaktien, die tendenziell sensibler für höhere Renditen und Risikoscheu sind, führten die Rückgänge an.

Nvidia, Advanced Micro Devices und Alphabet fielen alle um mehr als 2 %, was den Nasdaq schwer belastete.

Der Cboe Volatility Index, oft als Wall-Street-"Angstanzeiger" bezeichnet, sprang über 19 und erreichte seinen höchsten Stand seit November.

Dieser Schritt signalisierte einen starken Anstieg der Nachfrage nach Abwärtsschutz an den Aktienmärkten.

Europa schlägt zurück

Die europäischen Staats- und Regierungschefs reagierten heftig auf Trumps jüngste Zolldrohungen. Beamte bezeichneten die Maßnahmen als "inakzeptabel" und erwägen laut Berichten Vergeltungsmaßnahmen.

Frankreich soll darauf drängen, dass die Europäische Union ihre stärkste wirtschaftliche Gegenmaßnahme einsetzt, das sogenannte Anti-Zwangsinstrument, das es dem Block ermöglicht, energisch auf wirtschaftlichen Druck von Drittländern zu reagieren.

Trump, der am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, sprechen soll, sagte, er habe zugestimmt, auf der Konferenz mit europäischen Staats- und Regierungschefs Gespräche zu führen, um seine Verteidigung Grönlands voranzutreiben.

Die Gewinnsaison bringt einen weiteren Test

Die Marktturbulenzen treten ein, während Investoren in eine kritische Phase der Erwerbssaison eintreten.

Quartalsergebnisse werden diese Woche von Unternehmen wie Netflix, Charles Schwab, Johnson and Johnson and Intel erwartet.

Anleger werden aufmerksam auf Leitlinien achten, da die Unternehmensaussichten als entscheidend für die Aufrechterhaltung des bullischen Sentiments nach einem starken Lauf der US-Aktien angesehen werden.

Analysten erwarten derzeit, dass der SandP 500 ein Gewinnwachstum von etwa 12 % bis 15 % liefern wird. Da die Bewertungen bereits erhöht sind, sind die Märkte zunehmend empfindlich gegenüber Anzeichen dafür, dass geopolitische Schocks oder Handelsstörungen das Gewinnwachstum untergraben könnten.

Der starke Ausverkauf am Dienstag unterstrich, wie schnell sich die Stimmung verschieben kann, wenn das politische Risiko zunimmt.

Während Anleger auf die Quartalsberichte und Trumps Auftritt in Davos blicken, werden die Märkte voraussichtlich volatil bleiben, wobei Handelspolitik und Geopolitik wieder im Mittelpunkt stehen.