Die Aktien von Babcock fallen, während CEO David Lockwood den Ruhestand plant

Die Aktien von Babcock fallen, während CEO David Lockwood den Ruhestand plant
Vatsala Gaur
23. Jan. 2026, 11:47 AM
  • Die Aktien von Babcock fielen um über 3,8 %, nachdem CEO David Lockwood Pläne für einen Ruhestand im Jahr 2026 angekündigt hatte.
  • Der Leiter der Nuklearabteilung, Harry Holt, wurde nach einer umfangreichen Suche als Nachfolger benannt.
  • Die langfristigen Aktiengewinne bleiben trotz der jüngsten Volatilität bei Verteidigungsaktien weiterhin stark.

Die Aktien der Babcock International Group fielen am Freitag stark, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass Geschäftsführer David Lockwood bis Ende 2026 in den Ruhestand gehen wird, was den Beginn eines Führungswechsels bei einem der größten britischen Rüstungsunternehmen markiert.

Die Aktie fiel um mehr als 3,8 %, womit Babcock während der Sitzung der schlechteste Akteur auf dem FTSE 100 wurde, obwohl das Unternehmen sein Vertrauen in seine mittelfristige Wachstumsaussicht bekräftigte.

Später in der Sitzung holte sie einige der Verluste wieder auf.

Führungswechsel beunruhigt Investoren

Babcock sagte, Lockwood werde von Harry Holt abgelöst, dem aktuellen Leiter der Nuklearabteilung und ehemaligen Rolls-Royce-Manager.

Holt wurde ausgewählt, nachdem das Unternehmen eine umfangreiche interne und externe Suche beschrieb.

Die Ankündigung schien trotz der langen Übergabephase die Stimmung zu belasten, da die Anleger nach einer längeren Phase starker Umsetzung unter Lockwood gegenüber Veränderungen an der Spitze vorsichtig waren.

Lockwood leitet Babcock fünf Jahre lang und leitete eine bedeutende Wende, die den Betrieb stärkte und die Rentabilität wiederherstellte.

Seine Amtszeit umfasste die Covid-19-Pandemie, zunehmende geopolitische Spannungen und einen erneuerten Fokus der Regierungen auf Verteidigung und Sicherheit.

"Es war mir eine Ehre, Babcock durch eine Phase beispielloser Herausforderungen und Veränderungen zu führen", sagte Lockwood in einer Stellungnahme.

Die Leistung der nuklearen Einheit liegt der Nachfolgewahl zugrunde.

Babcock sagte, Holts Ernennung spiegele die verbesserte Leistung der Nuklearabteilung wider, die die britische U-Boot-Flotte unterstützt und an der Stilllegung von Nuklearanlagen arbeitet.

Bevor er zu Babcock kam, hatte Holt leitende Positionen bei Rolls-Royce inne und diente zuvor als Offizier in der britischen Armee.

Das Unternehmen erklärte, dass sein Hintergrund und bestehende Beziehungen zu wichtigen Kunden, darunter dem britischen Verteidigungsministerium, ihn gut für die Spitzenposition positionierten.

Verteidigungsverträge machen einen erheblichen Teil von Babcocks Einnahmen aus, weshalb die Kontinuität in den Kundenbeziehungen für Investoren Priorität hat.

Starke langfristige Aktienentwicklung

Trotz des Rückgangs am Freitag haben Babcocks Aktien über längere Zeiträume starke Gewinne erzielt.

Die Aktie ist in den letzten fünf Tagen um mehr als 5 % gefallen, bleibt aber im letzten Monat über 12 % und im vergangenen Jahr um etwa 181 %.

In den letzten fünf Jahren sind die Aktien um fast 600 % gestiegen – eine Rallye, die mit Lockwoods Wendestrategie und einem starken Anstieg der globalen Verteidigungsausgaben nach Russlands Invasion in der Ukraine zusammenfiel.

Das Unternehmen erklärte, es sei zuversichtlich, seine Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2026 zu erreichen, und fügte hinzu, dass es je nach Zeitpunkt eines indonesischen Vertrags ein Aufwärtspotenzial geben könnte.

Volatilität des Verteidigungssektors

Im November einigte sich Großbritannien auf ein 4-Milliarden-Pfund-Abkommen mit Indonesien, angeführt von Babcock, um gemeinsam maritime Fähigkeiten für die Marine und Fischereiflotten des südostasiatischen Landes zu entwickeln.

Babcocks jüngste Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer breiteren Volatilität in europäischen Verteidigungsbörsen.

Am Donnerstag fielen die Aktien im gesamten Sektor, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe eine Rahmenvereinbarung mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über die Sicherheit von Grönland und der Arktis getroffen.

Italiens Fincantieri fiel um 3 %, Schwedens Saab um 2,7 %, während Deutschlands Rheinmetall, Norwegens Kongsberg Gruppen und Italiens Leonardo jeweils um mehr als 2 % zurückgingen.

Von den Verteidigungsausgaben geprägte Ausblick

Trotz kurzfristiger Schwankungen haben die Rüstungsbestände im Großen und Ganzen von den Erwartungen höherer Militärhaushalte profitiert.

Trump sagte kürzlich, die USA könnten die Verteidigungsausgaben von fast 1 Billion Dollar auf über 1,5 Billionen Dollar erhöhen.

Auch britische Konkurrenten haben im vergangenen Jahr starke Gewinne verzeichnet, wobei BAE Systems um 59 % zuwühlte und Rolls-Royce Holdings um mehr als 105 % zulegte, was die anhaltende Investorenlust für den Sektor unterstreicht.