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Gold bei etwa 5.000 $ pro Unze: physisch vs. papierhaft – was ist der klügere Kauf?

Gold bei etwa 5.000 $ pro Unze: physisch vs. papierhaft – was ist der klügere Kauf?
Devesh Kumar
24. Jan. 2026, 13:02 PM
  • Der Goldaufschwung 2025 und die starken ETF-Zuflüsse verändern die Sicht der Anleger auf "Safe-Haven"-Exposition.
  • Physisches Gold bietet greifbaren Eigentum, aber Prämien, Lagerung und Wiederverkaufsreibungen können die Rendite verringern.
  • Gold-ETFs bieten kostengünstige, liquide Exposition, aber Sie kaufen Fondsanteile, nicht Metall in der Hand.

Gold klopft an die 5.000-Dollar-Tür pro Unze nach einer historischen Rallye von 66 % im Jahr 2025, angetrieben von geopolitischen Schocks, einem schwächeren Dollar und unermüdlichem Kauf von Zentralbanken des Edelmetalls.

Die beeindruckende Rallye lässt Anleger eine entscheidende Entscheidung überdenken: Sollten sie direkt Barren besitzen oder Exposure über börsengehandelte Fonds kaufen?

Die Antwort hängt ganz davon ab, was Gold für dich in deinem Portfolio bedeutet.

Spot-Gold erreichte diese Woche fast 4.987 US-Dollar pro Unze und ist damit ein Allzeithoch. Die Kundgebung hat eine beispiellose Nachfrage geweckt.

Rekordverdächtige ETF-Zuflüsse von 89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 deuten darauf hin, dass Investoren Gold zunehmend als strategisches monetäres Vermögen und nicht nur als zyklische Absicherung betrachten.

Doch für diejenigen, die greifbares Eigentum bevorzugen, haben physische Prämien neue Komplikationen geschaffen.

In Indien stiegen die Goldprämien auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt, wobei Händler zusätzlich 112 US-Dollar pro Unze zu den Spotpreisen verlangten, da Investoren vor einer erwarteten Erhöhung der Importzölle im Februarhaushalt eilig kauften.

Warum Gold gegen 5.000 Dollar berechnet wird

Die makroökonomischen Kräfte, die dem Aufstieg des Goldes zugrunde liegen, bleiben intakt. Geopolitische Unsicherheit hält Anleger defensiv.

Die Federal Reserve wird voraussichtlich 2026 die Zinsen weiter senken, was zinslose Vermögenswerte wie Gold attraktiver macht.

Am wichtigsten ist, dass die Zentralbanken weiterhin Gold auf einem Niveau anhäufen, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde.

Die Diversifizierung der Schwellenmärkte in Bullion spiegelt eine bewusste Abkehr von der Dollarabhängigkeit wider – ein Trend, von dem Analysten erwarten, dass er anhalten wird.

Nicky Shiels, Leiter für Forschung und Metallstrategie bei MKS PAMP, bezeichnete diesen Wandel als "ein neues geomakroökonomisches Regime", in dem Gold als strategisches Geldvermögen unter fiskalischen Dominanzrisiken und geopolitischer Fragmentierung fungiert.

Sie prognostiziert, dass Gold im Durchschnitt 4.500 US-Dollar pro Unze im Jahr 2026 erreichen könnte, mit Aufwärtsszenarien von 5.400 US-Dollar.

Natasha Kaneva von JPMorgan sieht Gold als ihren "höchsten Conviction Long" und erreicht bis Ende 2026 5.055 Dollar und möglicherweise bis 2028 6.000 Dollar.

Physisch vs. Papier: Abwägungen und wer welchen wählen sollte

Beim Kauf von physischem Gold, Münzen oder Barren sollten Sie mit einer Einzelhandelsprämie von 5 bis 10 % über dem Spotpreis rechnen.

Lagerung und Versicherung bringen eine weitere Kostenschicht mit sich, die typischerweise jährlich 0,5 bis 1 % oder mehr betragen, abhängig von Sicherheitsvorkehrungen.

Wenn Sie Schmuck kaufen, erhöhen die Herstellungskosten weitere 5 bis 20 % der nicht rückgewinnbaren Kosten.

In Indien werden bei physischen Käufen zudem eine Umsatzsteuer von 3 % erhoben. Der Vorteil ist die vollständige Beseitigung von Gegenparteienrisiken und greifbares Eigentum.

Gold-ETFs wie GLD funktionieren anders.

Die Kostenquoten liegen nur bei 0,25 bis 0,50 % jährlich, oft günstiger als physische Lagerung und Versicherung zusammen.

Der Handel findet während der Marktzeiten sofort statt. Es gibt keine Gebühren, keine GST-Belastung und keine Bedenken hinsichtlich der Reinheitsverifizierung.

Der Kompromiss ist, dass man Anteile an einem Fonds besitzt, nicht Gold selbst, was ein geringes Gegenparteirisiko mit sich bringt (obwohl vollständig abgesicherte Fonds dies minimieren).

Für Anleger, die Gold als Notfallabsicherung oder Souveränitätsversicherung kaufen, ist es sinnvoll, 5 bis 10 % des Portfoliogewichts auf physisches Gold in einem gesicherten Tresor zu verteilen.

Für Portfoliodiversifizierende, die reine liquide Exponierung suchen, gewinnen ETFs durch Kosteneffizienz und Bequemlichkeit.

Die Entscheidung hängt von deinem Ziel ab. Wenn du dich gegen einen systemischen Zusammenbruch absichern willst, halte eine körperliche Untersuchung ab.

Wenn du Diversifikation aufbaust, nimm ETFs. So oder so, bei 5.000 $ und steigend, stellen Sie sicher, dass Ihre Zuteilung Ihre Risikotoleranz und Ihren Zeithorizont widerspiegelt.