Milliardär David Tepper schickt wütenden Brief an Whirlpool: das steckt dahinter

Milliardär David Tepper schickt wütenden Brief an Whirlpool: das steckt dahinter
Devesh Kumar
25. Feb. 2026, 15:38 PM

Der Milliardär und Hedgefondsmanager David Tepper hat seine Kritik an Whirlpool öffentlich gemacht, nachdem der Haushaltsgerätehersteller frisches Eigenkapital aufgenommen hat — ein Schritt, der die bestehenden Aktionäre verwässert.

Teppers Firma Appaloosa meldete im vergangenen Herbst einen fast 10%igen Anteil an Whirlpool, aber neuere Einreichungen zeigen, dass die Position kleiner ist, was verdeutlicht, wie schnell sich die Wette von einer „Wohnungsmarkterholung“ zu einem Bilanzkampf entwickelt hat.

„Im Laufe der Jahre hat dieses Managementteam Hunderte Millionen Dollar an Aktionärswert zerstört. Genug ist genug. Es darf keine Ausreden mehr geben“, schrieb Tepper in dem Brief, den zuerst CNBC erhielt.

Ein großer Anteil, jetzt unter Druck

In einem Schedule 13G, der im November 2025 eingereicht wurde, meldete Appaloosa eine wirtschaftliche Beteiligung von 5.5 Millionen Whirlpool-Aktien bzw. 9.8% der Klasse zum 30. Sept. 2025.

In einem geänderten Schedule 13G/A, eingereicht am 16. Feb., meldete Appaloosa 3.91 Millionen Aktien bzw. etwa 7.0%, basierend auf 56,148,646 ausstehenden Aktien zum 24. Okt. 2025.

Teppers Brief erregte Aufmerksamkeit, weil er selten öffentlich in einen Streit mit einem Vorstand tritt.

Er warf Whirlpool vor, „den Aktionärswert zu zerstören“, und drängte auf Änderungen in Strategie und Führung.

Laut Verity-Daten war Whirlpool zum Ende des vierten Quartals die achtgrößte Position von Appaloosa, bewertet auf etwa $282 million.​

Das operative Umfeld von Whirlpool war unruhig, und Anleger sind darauf vorbereitet, jede Kapitalallokationsentscheidung genau zu prüfen.

Im Juli 2025 senkte Whirlpool seine jährliche Dividende von $7 auf $3.60 je Aktie und reduzierte seinen Gewinn-Ausblick mit Hinweis auf Wettbewerbsdruck durch verstärkte Importe vor Einführung von Zöllen.

Kürzlich zeigten Whirlpools Q4-Ergebnisse, dass das Unternehmen noch nicht völlig aus der Gefahrenzone ist: Umsatz von $4.10 billion für Q4 CY2025 gegenüber Analystenerwartungen von etwa $4.26 billion.

Das Angebot, das den Gegenwind auslöste

Whirlpool teilte mit, die „upsized concurrent“ Angebote von 6,884,057 Stammaktien zu je $69 und 10,500,000 Depositary Shares zu je $50 bepreist zu haben.

Die Depositary Shares entsprechen jeweils einem 1/20-Anteil an einer neu ausgegebenen 8.50% Series A Mandatory Convertible Preferred Stock, teilte das Unternehmen mit.

Whirlpool erklärte, die Nettoerlöse aus dem Stammaktienangebot werden voraussichtlich etwa $454.9 million betragen und aus dem Depositary-Share-Angebot etwa $508.1 million, also zusammen ungefähr $963 million.​

Das Unternehmen gab an, die Erlöse voraussichtlich zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus seiner revolvierenden Kreditfazilität und für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden.

Die Angebote sollen voraussichtlich am 27. Feb. abgeschlossen werden, sagte Whirlpool.​

Für Aktionäre ist die unmittelbare Sorge die Verwässerung, in einer Zeit, in der Verschuldung weiterhin ein zentrales Thema ist.

Investing.com-Bilanzdaten führen Whirlpools Gesamtschulden in der zuletzt angezeigten Spalte mit rund $7.48 billion auf, wobei frühere Perioden ebenfalls ungefähr im Bereich von $6.0–$8.2 billion lagen.

Deshalb ist die Formulierung zur „use of proceeds“ wichtig: Whirlpool sagt den Investoren ausdrücklich, dass die Kapitalerhöhung dazu dient, die Kapitalstruktur zu stützen.