Warum die Tesla‑Aktie weiter fällt: die drei Hauptgründe

Warum die Tesla‑Aktie weiter fällt: die drei Hauptgründe
Devesh Kumar
27. Feb. 2026, 18:52 PM

Tesla‑Aktie (NASDAQ: TSLA) setzte am Freitag ihren Rückgang fort, notierte bei rund $400.55 und ließ Anleger zunehmend nervös werden.

Der Rückgang scheint nicht durch eine einzelne Schlagzeile ausgelöst zu sein, sondern durch eine Kombination aus allmählich wachsenden Belastungen, die die Anlegerstimmung belasten.

Die Aktie liegt nun etwa 9% seit Jahresbeginn im Minus, was einen schwierigen Jahresstart für Investoren unterstreicht.

Der Robotaxi‑Traum bröckelt

Die Bewertung von Tesla hängt stark davon ab, dass der Markt davon ausgeht, dass Autonomie in echte, regulierte Umsätze mündet.

Diese Geschichte erhielt diese Woche einen neuen Dämpfer, nachdem Victor Nechita, der als Leiter des Fahrzeugprogramms für Teslas zweckgebautes Robotaxi beschrieben wird, angekündigt hat, das Unternehmen zu verlassen.

Das größere Problem sind die Genehmigungen und die Dokumentation von „Fahrkilometern im realen Betrieb“.

Tesla hat gegenüber kalifornischen Aufsichtsbehörden seit 2019 keine Meilen dokumentiert und insgesamt nur 562 Meilen seit 2016, obwohl der kalifornische Rahmen umfangreiche protokollierte Tests verlangt, bevor es zu fortgeschritteneren Genehmigungen kommt.

Außerdem hat Tesla „keine kommerziellen Robotaxi‑Genehmigungen in einem der großen US‑Märkte“ und beschrieb das Unternehmen als in rechtlichem Konflikt mit den Regulatoren, deren Zustimmung es für Zulassungen braucht.

Sogar die Wortwahl der Regulierungsbehörden ist schärfer geworden.

Die kalifornischen Aufseher erklärten, Tesla habe „nichts unternommen“, um Robotaxi‑Genehmigungen im Bundesstaat zu erlangen.

Bei einer Aktie, die laut einem Datenanbieter um das 380‑fache der erzielten Gewinne gehandelt wird, wird alles, was die Autonomie‑Erzählung schwächt, schnell zu einem Bewertungsproblem.

Europa entgleitet Tesla

Tesla hat in Europa zudem Probleme bei der Nachfrage und Umsetzung, und die Daten für Anfang 2026 sind ernüchternd.

ArenaEV berichtete, dass die Zulassungen im Januar 2026 in fünf großen europäischen Märkten im Vergleich zum Vorjahr um 44% zurückgingen, mit besonders starken Einbrüchen in Ländern wie Norwegen und den Niederlanden.

Das ist wichtig, weil Europa für Tesla kein 'Nice‑to‑have'‑Markt ist; es ist ein Markt mit Skaleneffekten, in dem die Marken‑Dynamik schnell kippen kann, wenn Modelle altern und der Wettbewerb härter wird.

Der Rückgang wird als Teil eines mehrjährigen Abwärtstrends in der Region gesehen, nach berichteten Einbußen in 2024 und 2025.

Die Kennzahlen unterstützen diese Erzählung nicht.

Teslas Q4‑Autoumsatz sank im Jahresvergleich um 11%, von $19.8 billion auf $17.7 billion. Die Zahlen verfehlten die Projektionen von etwa $19.3 billion und unterstreichen, dass der Druck nicht nur „makro“ ist, sondern sich in der Abweichung zwischen Erwartungen und Realität zeigt.

Tesla‑Aktie: Die Bewertung hat kein Sicherheitsnetz

Bei einer günstigen Aktie können Anleger argumentieren, schlechte Nachrichten seien „eingepreist“. Tesla hat diesen Puffer derzeit nicht.

Teslas trailing P/E liegt bei etwa 379.93, was bedeutet, dass Investoren rund $380 für jeden $1 der Gewinne des vergangenen Jahres zahlen.

Deshalb zählen selbst geringfügige Herabstufungen oder Schätzungsreduktionen mehr als üblich.

Die Gewinntabellen von Zacks zeigen, dass die Konsens‑EPS‑Schätzungen gegenüber vor 30 Tagen über mehrere Perioden gesunken sind.

Die Nervosität ist bei den Bullen sichtbar.

Der Tesla‑Investor Gary Black argumentierte, nichts signalisiere Vertrauen so sehr wie ein CEO, der Aktien kauft, und er führte Teslas Rückgang 2026 auf eine Underperformance gegenüber dem Nasdaq‑100 zurück.