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Peter Thiel macht Amazon zu seiner Top‑Position: Was er als Nächstes kaufte, ist aufschlussreicher

Peter Thiel macht Amazon zu seiner Top‑Position: Was er als Nächstes kaufte, ist aufschlussreicher
Devesh Kumar
17. Aug. 2026, 08:31 AM

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Amazon (AMZN)

Kaufen AMZN. Thiels größte Position sowie das AWS‑Wachstum (37 % im Jahresvergleich) und ein Capex‑Anstieg 2026 auf rund 220 Mrd. $ deuten darauf hin, dass der Markt die nächste Welle der KI‑Cloud‑Nachfrage unterbewertet. Die These: Amazon ist der sauberste Weg, an den Ausgaben der Hyperscaler für KI‑Infrastruktur teilzuhaben, da AWS schneller skaliert als der übrige Stack.

Kernrisiko: Das Risiko: Das AWS‑Wachstum verlangsamt sich oder die Capex‑Ausgaben führen nicht zu nachhaltigen Gewinnen, drücken die Margen und zerstören die ‚jetzt ausgeben, später verdienen‘‑Rendite.

Vistra / Versorger‑Basket (VST + AEP/DTE/FirstEnergy/CMS)

Kaufen VST und AEP/DTE/FirstEnergy/CMS. Thiels Portfolio besteht zu etwa 72 % aus Energie‑/Infrastrukturwerten, was auf eine Strom‑Engpass‑Wette hindeutet: Rechenzentren benötigen verlässliche Kapazität, und bestehende Erzeuger/Versorger können Knappheit und langfristige Lieferverträge monetarisieren, während die KI‑Nachfrage ansteigt.

Kernrisiko: Regulatoren oder Anreize für neue Erzeugung könnten die Knappheitsökonomie aufbrechen (mehr Angebot, niedrigere Strompreise) und die Erträge trotz steigender Rechenzentrumsnachfrage drücken.

  • Amazon ist die größte offengelegte US‑Aktienposition von Thiel Macro im Umfang von 118 Mio. $.
  • Ungefähr 72 % des offengelegten Portfolios sind an Energie‑ und Versorgungsunternehmen gebunden.
  • Versorger und Kraftwerksbetreiber deuten auf eine breitere Wette auf den wachsenden Strombedarf durch KI hin.

Peter Thiels Makro‑Fonds ist zu US‑gelisteten Aktien zurückgekehrt, mit Amazon als größter offengelegter Position; der übrige Teil des Portfolios deutet jedoch auf eine größere Wette auf die Infrastruktur hinter künstlicher Intelligenz hin.

Thiel Macro meldete zum Ende Juni 13F‑Bestände im Wert von 418,7 Mio. $, nachdem Ende Dezember 2025 und Ende März 2026 keine Bestände offengelegt worden waren.

Amazon machte fast 118 Mio. $ bzw. 28,2 % des Portfolios aus.

Die Einreichung zeigte außerdem Positionen in Vista Energy, Vistra, American Electric Power, DTE Energy, FirstEnergy, CMS Energy und X‑Energy.

Diese energie‑ und strombezogenen Positionen repräsentierten zusammen etwa 72 % des offengelegten Werts.

Amazon verschafft Thiel direkten Zugang zu Ausgaben für KI‑Infrastruktur

Amazon bietet den offensichtlichsten Einstieg in den Boom der KI‑Infrastruktur.

Die AWS‑Umsätze stiegen im zweiten Quartal um 37 % im Jahresvergleich auf 42,2 Mrd. $, das schnellste Wachstum seit 18 Quartalen.

Amazon hob zudem die geplanten Investitionsausgaben für 2026 auf etwa 220 Mrd. $ an, da das Unternehmen im Wettlauf steht, Cloud‑ und KI‑Kapazitäten auszubauen.

Dan Romanoff, Senior‑Aktienanalyst bei Morningstar, sagte nach den Zahlen, dass „die stark steigende Nachfrage sowohl traditionelle als auch KI‑Workloads umfasst“, und argumentierte, die Stärke untermauere Amazons enormes Investitionsprogramm.

Die Ausgaben könnten weiter steigen, da der Deutsche‑Bank‑Analyst Benjamin Black laut MarketWatch erwartet, dass Amazons Investitionen 2027 auf etwa 300 Mrd. $ zusteuern könnten.

Amazon hat gesagt, dass die AWS‑Expansion Ausgaben vor dem Nachfrageanstieg erfordert für Grundstücke, Strom, Gebäude, Chips, Server und Netzwerktechnik.

Das Portfolio deutet auf Engpässe bei der Stromversorgung für KI hin

Nach Amazon war die größte Position Vista Energy mit 75,9 Mio. $, gefolgt von Vistra mit 59,1 Mio. $ und American Electric Power mit 42,2 Mio. $. DTE, FirstEnergy, CMS Energy und X‑Energy vervollständigten das Portfolio.

Nicht jede Position ist eine direkte KI‑Wette. Vista ist beispielsweise ein Öl‑ und Gasproduzent, der sich auf die Vaca Muerta‑Schieferformation konzentriert.

Die Konzentration auf Versorger, Kraftwerksbetreiber und Energieproduzenten macht das Infrastruktur‑Thema jedoch schwer zu ignorieren.

Dom Rizzo von T. Rowe Price sagte gegenüber MarketWatch, dass die Kapitalausgaben der Hyperscaler 2027 1,5 bis 1,6 Bio. $ erreichen könnten.

Er ist der Ansicht, dass Unternehmen wie Amazon auf eine Beschleunigung der Ausgaben zusteuern, weil die Renditen auf eingesetztes KI‑Kapital weiterhin attraktiv sind.

Strom wird zu einem wachsenden Engpass.

Das Wall Street Journal berichtete, dass Melius Research‑Analyst James West einen Vorteil für bestehende Generatoren sieht, weil die Erweiterung laufender Anlagen günstiger und schneller sein kann als der Neubau neuer Einrichtungen.

Er sagte, größere Lieferverträge für Rechenzentren könnten „jederzeit“ zustande kommen.

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Die Strom‑Wette birgt Risiken

Diese Interpretation erfordert Vorsicht, da Thiel das Portfolio nicht öffentlich als KI‑Energie‑Strategie bezeichnet hat und ein 13F die Bestände offenlegt, nicht die dahinterstehende Investment‑These.

Die Strom‑Wette wird komplexer.

Das Wall Street Journal berichtete, dass Erzeuger wie Vistra unter Druck geraten sind, da Regulierungsbehörden in Texas und im PJM‑Markt auf höhere Stromkosten und die stark wachsende Nachfrage von Rechenzentren reagieren.

Maßnahmen zur Förderung neuer Erzeugung könnten langfristig die Knappheitsökonomie aufweichen, von der etablierte Anlagen profitieren.

Amazon steht vor einer anderen Variante dieses Risikos. Die KI‑Chance ist enorm, doch das Management muss noch nachweisen, dass die rekordhohen Infrastrukturinvestitionen ausreichend Rendite abwerfen.