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Top-Auslöser für den S&P 500-Index: Iran-Krieg, NFP-Daten, Private Credit

Top-Auslöser für den S&P 500-Index: Iran-Krieg, NFP-Daten, Private Credit
Crispus Nyaga
01. März 2026, 05:44 AM

Der S&P 500-Index verharrte am Freitag in einer engen Handelsspanne, während Marktteilnehmer auf den jüngsten US-Erzeugerpreisbericht und eine Reihe von Unternehmenszahlen reagierten. Er notierte bei 6.878 $, nur wenige Punkte unter dem Allzeithoch von 7.020 $. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten Katalysatoren, auf die es diese Woche zu achten gilt.

S&P 500-Index reagiert auf Iran-Krise 

Der S&P 500-Index wird auf die anhaltende Krise im Nahen Osten reagieren, wo die USA und Israel großangelegte Angriffe in Iran gestartet haben. Diese Angriffe töteten den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei, was zu zusätzlichen Risiken in der Region führt.

Iran reagierte mit großangelegten Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region und der Sperrung der Straße von Hormus, was zu höheren Rohölpreisen führen wird, wenn die Märkte am Montag öffnen.

Die Kursentwicklung des S&P 500-Index wird vom Verlauf des Kriegs abhängen. Hinweise auf eine Ausweitung wären äußerst negativ für den Aktienmarkt, während Signale, dass es sich um einen kurzen Krieg handelt, für den Index positiv wären.

Wichtige Unternehmenszahlen 

Der S&P 500-Index wird auch auf die anstehenden Quartalszahlen reagieren, die mehr Informationen zur Performance führender Unternehmen aus dem Einzelhandels- und Technologiesektor liefern werden.

Die auffälligsten Zahlen werden von Costco kommen, einem der größten Akteure im Einzelhandel. Costco, das größte Großhandelsunternehmen der Welt, veröffentlicht am Donnerstag die neuesten Ergebnisse. Seine Zahlen geben oft weitere Hinweise zur Lage der US-Verbraucher.

Ein weiteres bemerkenswertes Unternehmen, das diese Woche Zahlen vorlegen wird, ist Broadcom, ein führender Anbieter in der Halbleiterbranche. Seine Ergebnisse folgen eine Woche nach denen von Nvidia, die zeigten, dass die KI-Branche robust ist. Der Umsatz von NVIDIA stieg um über 70 % auf mehr als 78 Mrd. $.

CrowdStrike, ein führendes Unternehmen der Cybersicherheitsbranche, veröffentlicht seine Zahlen am Dienstag. Diese Ergebnisse nähren Befürchtungen, dass neue KI-Tools die Cybersicherheitsbranche disruputieren könnten.

Weitere Unternehmen, auf die es diese Woche zu achten gilt, sind Ross Stores, Target, AutoZone, Veeva Systems, Marvell Technology und Kroger.

US-Nonfarm-Payrolls-Daten 

Der S&P 500-Index wird auch auf den jüngsten US-Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Bericht reagieren, der am Freitag veröffentlicht wird. Es wird erwartet, dass diese Zahlen zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt im Februar nach dem Rückprall im Vormonat etwas abgeschwächt hat.

Ökonomen erwarten, dass der kommende Bericht für Februar ein Beschäftigungsplus von 60.000 Stellen ausweisen wird, deutlich weniger als die 130.000 Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,3 % bleiben.

Ein starker Arbeitsmarkt würde die Federal Reserve wahrscheinlich dazu veranlassen, in den kommenden Sitzungen einen strafferen geldpolitischen Kurs beizubehalten. Die jüngsten Sitzungsprotokolle zeigten, dass einige Vertreter der Federal Reserve Zinserhöhungen unterstützten, da die Inflation weiterhin über dem Ziel liegt.

Bedenken im Private-Credit-Bereich

Gleichzeitig wird der S&P 500-Index auf die Entwicklungen im Private-Credit-Sektor reagieren, der in den letzten Wochen gemischte Signale gesendet hat.

Die Krise in dem Sektor begann vor einigen Monaten, als Blue Owl, ein wichtiger Akteur in der Branche, versuchte, zwei Fonds zu verschmelzen: einen privaten und einen öffentlichen.

Die Krise eskalierte kürzlich, als das Unternehmen ein Kreditportfolio verkaufte und Rücknahmen aussetzte. Letzte Woche senkte ein von Apollo Global Management verwalteter Fonds ebenfalls seine Ausschüttungen, da die Ausfälle zunahmen.

Infolgedessen gehörten die meisten Aktien im Private-Credit-Sektor wie Apollo, KKR, Ares und Blue Owl zu den größten Verlierern im S&P 500-Index.