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Asiatische Fluglinienaktien fallen, Iran-Konflikt treibt Ölpreise und stört Reisen

Asiatische Fluglinienaktien fallen, Iran-Konflikt treibt Ölpreise und stört Reisen
Ananthu C U
02. März 2026, 05:55 AM
  • Asiatische Fluggesellschaftsaktien fallen, da der Iran-Konflikt die Ölpreise antreibt und Flüge stört.
  • Luftraumsperrungen und Treibstoffkosten gefährden die Gewinnaussichten der Airlines.
  • Energie-, Verteidigungswerte und Gold steigen, da die Märkte in eine risikoaverse Haltung umschwenken.

Asiatische Fluglinienaktien fielen zu Beginn der Woche deutlich, als sich der eskalierende Konflikt rund um den Iran auf die Reisesektoren auswirkte, die Ölpreise ansteigen ließ und Anleger in defensive Sektoren trieb.

Aktien von Fluggesellschaften in der Region führten die Verluste an, während Energie- und Verteidigungsunternehmen zulegten – ein deutliches Zeichen für eine schnelle Verschiebung hin zu einer risikoaversen Positionierung an den globalen Märkten.

Singapore Airlines verlor mehr als 4,46 % und führte damit die Sektorverluste an.

Japanische ANA und JAL fielen jeweils um mehr als 5,5 %, Hongkongs Cathay Pacific rutschte um 2,93 % ab, Australiens Qantas, Taiwans EVA Air fielen ebenfalls um mehr als 5 % und Indiens Interglobe Aviation stürzte um 4 % ab, während Anleger die Auswirkungen höherer Treibstoffkosten und betrieblicher Störungen bewerteten.

Die Reaktion folgte, als die Kämpfe im Nahen Osten zunahmen.

US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, dass die Kampfhandlungen im Iran nach dem Tod von drei US-Angehörigen der Streitkräfte fortgesetzt würden.

Die Entwicklungen schürten Befürchtungen, dass Luftraumsperrungen und steigende Rohölpreise die weltweite Reisetätigkeit stören könnten.

Fluggesellschaften von Treibstoffkosten und Luftraumsperrungen getroffen

Fluggesellschaften standen sowohl unter Druck durch betriebliche Störungen als auch durch steigende Inputkosten.

Mehrere Länder im Nahen Osten schlossen ihren Luftraum – darunter Iran, Israel, Irak, Jordanien, Katar, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate – während Syrien einen Teil seines südlichen Luftraums einschränkte.

Der Dubai International Airport wurde während der Angriffe beschädigt, und auch Flughäfen in Abu Dhabi und Kuwait wurden getroffen.

Tausende Flüge waren betroffen, so die Flugverfolgungsplattform FlightAware.

Fluggesellschaften im Persischen Golf weiteten Flugsuspendierungen aus, was die weltweite Flugplanung komplizierte und die Betriebskosten erhöhte.

Höhere Ölpreise lösten unmittelbar Sorgen um die Profitabilität der Airlines aus.

Jede 5%-Änderung in Jefferies’ Schätzung der Treibstoffpreise für 2026 entspricht einer 5 % bis 10 % Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie von Delta und United Airlines Holdings Inc.

Der Konflikt könnte sowohl die Nachfrage als auch die Kosten belasten.

Steigende geopolitische Spannungen stellen einen klaren Gegenwind für Reise- und Tourismuswerte dar.

Flugstörungen, Umleitungen und Stornierungen dürften die Betriebskosten der Airlines erhöhen, insbesondere Treibstoff- und Crew-Kosten.

Gleichzeitig könnte die Unsicherheit die Reisenachfrage schwächen, was zu Stornierungen von Buchungen und langsameren Reservierungen führt und damit Druck auf die Umsätze und die kurzfristige Ergebnisprognose des Sektors ausübt.

Ölhausse treibt Gewinne bei Energie und Verteidigung

Die Ölmärkte reagierten schnell auf die geopolitischen Entwicklungen.

Futures sprangen zunächst um etwa 8 % nach oben, bevor sie Gewinne auf rund 6 % reduzierten.

West Texas Intermediate notierte bei rund $71,05 pro Barrel und Brent-Rohöl nahe $77,21.

Gold-Futures stiegen um 1,63 %, da Anleger nach sicheren Anlagehäfen suchten.

Der Anstieg der Rohölpreise unterstützte Energieproduzenten.

Australiens Woodside Energy, Japans Inpex und China National Offshore Oil Corporation gewannen mehr als 6 %, 5 % bzw. 3 %.

Verteidigungswerte legten ebenfalls moderat zu, darunter Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries, während Singapurs ST Engineering um etwa 3,4 % zulegte.

Höheres Rohöl verbessert die Umsatzperspektiven für Produzenten, drückt jedoch die Margen der Airlines, da Kerosin zu den größten Ausgabepositionen der Branche zählt.

Breitere Märkte schwenken auf Risikoaversion

Die Aktienmärkte in ganz Asien gaben nach, als Anleger die geopolitischen Risiken neu bewerteten.

Japans Nikkei 225 fiel um rund 1,5 %, der Hang Seng eröffnete tiefer, und Australiens S&P/ASX 200 gab nach, wobei Kursgewinne im Bergbausektor die Verluste begrenzten.

Auch US-Aktienfutures fielen; die Dow-Jones-Futures gaben um etwa 0,74 % nach.

Das Muster zeigte sich sektorenübergreifend: Energie- und Verteidigungsunternehmen profitierten von Erwartungen höherer Militärausgaben und Rohstoffpreise, während Airlines und Tourismustitel schwächer wurden.

Anleger sehen sich nun einer doppelten Unsicherheit gegenüber – der Möglichkeit von Angebotsstörungen auf den globalen Energiemärkten und der Aussicht auf nachlassende Reisesnachfrage.

Steigende Treibstoffkosten, umgeleitete Flüge und Buchungsstornierungen zusammen bedrohen die kurzfristige Ergebnisprognose der Airlines.

Für den Luftfahrtsektor hat der Konflikt unmittelbare operative Herausforderungen und längerfristige Nachfragerisiken mit sich gebracht.

Bis Klarheit über die Dauer der Feindseligkeiten und die Stabilität des regionalen Luftraums herrscht, dürften Fluglinienaktien weiterhin empfindlich auf Entwicklungen im Nahen Osten reagieren.