US-Iran-Konflikt: Diese Energieaktie stieg fast 10 % – jetzt kaufen?

US-Iran-Konflikt: Diese Energieaktie stieg fast 10 % – jetzt kaufen?
Ananthu C U
02. März 2026, 13:53 PM
  • SM Energy steigt, da der Konflikt im Nahen Osten die Ölpreise nach oben treibt.
  • Analysten sehen ölgetriebenes Aufwärtspotenzial, die Fundamentaldaten bleiben jedoch gemischt.
  • Ein Kauf der Aktie hängt größtenteils von künftigen Ölpreisen und der Dauer der Spannungen ab.

Die sich zuspitzenden Spannungen im Nahen Osten formen erneut die Energiemärkte und die Positionierung an den Aktienmärkten.

Nach militärischen Angriffen am Wochenende mit Beteiligung der Vereinigten Staaten und Israels und angesichts der Erwartung anhaltender regionaler Gewalt sind die Ölpreise gestiegen und US-Energieaktien haben daraufhin zugelegt.

KeyBanc-Analysten erklärten am Montag, sie erwarteten, dass die Ölpreise kurzfristig nach den jüngsten Entwicklungen steigen würden.

Das Institut verwies auf eine wachsende militärische Präsenz in der Region und auf eine Reihe von Risikofaktoren, die sich seit Dezember aufgebaut hätten.

Obwohl die Analysten darauf hinwiesen, dass sie nur über begrenzte direkte Rohstoffexpertise verfügen, argumentierten sie, die Lage habe eine bedeutsame geopolitische Schwelle überschritten.

Die Rallye hat das Anlegerinteresse an ölgewichteten Aktien, insbesondere an Explorations- und Produktionsunternehmen, deren Gewinne empfindlich auf Rohölpreise reagieren, neu entfacht.

Unter ihren Picks hat SM Energy im vorbörslichen Handel am Montag um 9.38% zugelegt und notierte bei $25.30.

Sollten Anleger in dieses Energieunternehmen einsteigen?

Zyklische Ölchance stärkt Energieaktien

KeyBanc erklärte, man sehe eine „zyklische Handelschance“ für öl- exponierte Aktien neben längerfristigen strukturellen Rückenwinden.

Das Institut hob sieben als übergewichtet eingestufte Unternehmen hervor: Crescent Energy, Diamondback Energy, Magnolia Oil & Gas, Matador Resources, SM Energy, Talos Energy und Viper Energy.

Den Analysten zufolge könnten steigende Rohölpreise sich unmittelbar in einer verbesserten Performance im gesamten abgedeckten Universum niederschlagen.

Das Unternehmen gab an, bei allen Titeln Aufwärtspotenzial zu sehen, da diese sensitiv auf Ölpreise reagierten.

Die breitere Marktreaktion war unmittelbar.

US-Energieunternehmen legten im vorbörslichen Handel zu, als die Rohölpreise nach der geopolitischen Eskalation anstiegen.

Höhere Ölpreise verbessern typischerweise die Cashflow-Erwartungen von Explorations- und Produktionsunternehmen, die stark von Rohstoffpreisen abhängig sind.

Gleichzeitig hängen höhere Ölpreise eng an der Dauerhaftigkeit geopolitischer Spannungen.

Wenn die Konflikte deeskalieren, könnte die Rallye so schnell wieder abklingen, wie sie begonnen hat.

SM Energy-Ergebnisse: Gemischte Fundamentaldaten hinter der Rallye

Unter den hervorgehobenen Titeln hat SM Energy besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Das Unternehmen meldete kürzlich ein Ergebnis je Aktie für das vierte Quartal 2025 von $0.83.

Das Ergebnis verfehlte eine Analystenschätzung von $0.89, übertraf jedoch eine andere Konsensschätzung von $0.73.

Der Umsatz belief sich auf $705 million, unter Prognosen in der Nähe von $766–$774 million und rückläufig gegenüber $852 million im Vorjahr.

Niedrigere Betriebskosten stützten das Ergebnis, während rückläufige realisierte Rohstoffpreise den Umsatz belasteten.

Die Produktion erreichte 206.9 thousand barrels of oil equivalent per day, leicht unter den Erwartungen und gegenüber dem Vorjahr moderat rückläufig.

Die Ölförderung stieg jährlich um etwa 1% auf 108.4 thousand barrels per day.

Die Preisdrucke waren bemerkbar.

Der durchschnittlich realisierte Ölpreis des Unternehmens fiel um 16% auf $58.17 pro Barrel, während auch die Preise für Erdgas und Flüssigkeiten zurückgingen.

Trotz schwächerer Preise erwirtschaftete SM Energy einen bereinigten Free Cashflow von $198 million und meldete $368 million an liquiden Mitteln sowie Nettoverbindlichkeiten von $2.4 billion zum Jahresende.

Die Stimmung an der Wall Street bleibt konstruktiv.

Laut Daten von TipRanks gaben in den letzten 9 Monaten 5 Analysten eine Kaufempfehlung, während 4 eine Halteempfehlung aussprachen.

Der 12-Monats-Durchschnittszielkurs liegt bei $29.44 und impliziert damit ein Aufwärtspotenzial von rund 27.3% gegenüber dem Schlusskurs von Freitag bei $23.13.

Sollen Anleger kaufen?

Die Investment-Argumentation für SM Energy und ähnliche Unternehmen hängt weitgehend von den Ölpreisen ab.

KeyBancs Ausblick setzt auf anhaltende regionale Instabilität, die die Rohölpreise stützen und die Energieaktien weiter anheben könnte.

Gleichzeitig zeichnen die Fundamentaldaten des Unternehmens ein vorsichtigeres Bild.

Die Gewinne wurden eher durch Kostendisziplin als durch höhere Rohstoffpreise gestützt, und der Umsatz ging aufgrund schwächerer realisierter Preise zurück.

Auch die Produktionsvolumina lagen leicht unter den Erwartungen.

Kurz gesagt: Die jüngste Kursstärke scheint eher geopolitischen Faktoren als einer operativen Beschleunigung geschuldet zu sein.

Anleger, die einen Einstieg in die Aktie erwägen, treffen damit im Grunde eine Wette auf die Ölpreise – und darauf, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert.