Beste Aktien jetzt: Bericht über Irans Annäherung verschiebt Marktaussichten

Beste Aktien jetzt: Bericht über Irans Annäherung verschiebt Marktaussichten
Harsh Vardhan
04. März 2026, 12:58 PM

Berichte, dass Irans neue Führung Washington heimlich wegen möglicher Gespräche kontaktiert habe, haben vorsichtigen Optimismus an den Märkten ausgelöst und die Stimmung von offener Panik zu einer ausgewogeneren Einschätzung der Kriegsrisiken verschoben.

Dow‑Jones‑Futures bewegten sich nur knapp über dem fairen Wert, während S&P‑500‑Futures um 0,15% und Nasdaq‑100‑Futures um 0,25% zulegten.

Die moderate Erholung folgte auf deutliche Verluste über Nacht, ausgelöst durch einen Bericht der New York Times, dem zufolge Irans Geheimdienstministerium nur einen Tag nach Beginn der US‑israelischen Angriffe indirekten Kontakt zur CIA aufgenommen und ein Angebot zu Verhandlungen unterbreitet habe.

Washington hat sich bislang nicht ernsthaft darauf eingelassen, doch Händler griffen die Meldung als möglichen Hoffnungsschimmer für kurzfristige Verhandlungen auf, die die Kämpfe beenden könnten.

Für Anleger verändert diese Kombination aus vorsichtiger Deeskalation und anhaltenden Angriffen die Frage, wo Kapital angelegt werden sollte.

Die Kriegsprämie bei Öl, Verteidigung und Gold bleibt bestehen, doch einige Strategen sehen nun Spielraum, von einer reinen „Sicherer‑Hafen‑zuerst“‑Positionierung zu einer Hantel‑Strategie aus zyklischen und defensiven Anlagen überzugehen, falls Verhandlungen den Konflikt begrenzen.

Die erste Reaktion an der Wall Street auf die Angriffe war, Energie, Verteidigung und US‑Staatsanleihen zu kaufen und breite Aktien zu reduzieren, doch Analysen differenzieren zunehmend zwischen kurzfristigen taktischen Gewinnern und Titeln, die sich halten könnten, wenn Gespräche an Fahrt gewinnen.

Energie: weiterhin zentral

Öl bleibt im Zentrum jeder US‑Iran‑Kriegsstrategie. Die Straße von Hormus wickelt etwa ein Viertel des per Schiff transportierten globalen Rohöls ab, und Lieferungen wurden bereits gestört, da Tanker umgeleitet werden oder pausieren.

Analysten sagen, dass Brent höhere Niveaus testen könnte, falls die Flüsse eingeschränkt bleiben, weisen aber zugleich darauf hin, dass ein glaubwürdiger diplomatischer Fahrplan die Risikoaufschläge schnell verringern könnte.

Große, diversifizierte Produzenten und hochverzinsliche Titel stehen weiterhin auf den Aktienlisten für den Iran‑Konflikt.

Experten empfehlen Chevron und Exxon Mobil und argumentieren, dass deren freier Cashflow und integrierte Geschäftsmodelle sie in verschiedenen Szenarien resilient machen, selbst wenn die Preise von kriegsbedingten Höchstständen zurückgehen.

Auch das Chief Investment Office der UBS hält Energie in seinen bevorzugten Sektoren, solange die Konfliktrisiken Öl strukturell knapper halten als vor dem Krieg erwartet.

Mit dem Aufflammen von Verhandlungsdiskussionen verschiebt sich die Betonung im Energiesektor leicht von reinem Preisdruck hin zu Bilanzstärke, Dividendendeckung und Vermögenswerten, die auch bei einer Stabilisierung des Rohöls wertvoll bleiben.

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Verteidigung: Vom kurzfristigen Kursaufschwung zum Duration‑Trade

Verteidigungsauftragnehmer gehörten zu den frühesten Nutznießern, als die Angriffe begannen; der iShares US Aerospace & Defense ETF legte deutlich zu in Erwartung einer höheren Nachfrage nach Raketen, Flugabwehr und Überwachungstechnik.

Unternehmen wie RTX und andere Hauptauftragnehmer mit Patriot‑ und Radar‑Exponierung werden wiederholt als direkte Nutznießer der iranischen Raketen‑ und Drohnenbedrohungen genannt.

Gleichzeitig warnt zumindest eine taktische Analyse zu den Iran‑Angriffen, dass Verteidigungsaktien sehr sensibel auf politische Signale reagieren, die die voraussichtliche Dauer der Operation betreffen.

Wenn US‑ und israelische Führungspersonen die Kampagne als begrenzt darstellen und Offenheit für Gespräche signalisieren, könnte die Angstprämie in diesen Titeln schnell zurückgehen; deuten sie hingegen weiter gefasste, längerfristige Ziele an, könnte die Rally anhalten.

Da Iran nun Verhandlungen anstrebt, obwohl die Kämpfe andauern, erscheint das Risiko‑Ertrags‑Verhältnis ausgewogener.

Analysten raten, sich auf Auftragnehmer mit großen Auftragsbeständen und Exponierung gegenüber längerfristigen Programmen zu konzentrieren, statt kurzfristigen Kursausschlägen hinterherzulaufen, die an Schlagzeilen gebunden sind.

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Gold und sichere Häfen: Absicherung, kein All‑in

Der Goldanstieg über frühere Rekorde und der Rückgang der US‑Treasury‑Renditen spiegeln wider, wie aggressiv Anleger zunächst Schutz suchten.

Analysten stellen fest, dass die US‑Iran‑Konfrontation einen neuen Katalysator für Gold darstellte, das bereits in einem strukturellen Aufwärtstrend war, und dass eine weitere Eskalation rund um Hormus die Bewegung verlängern könnte.

Einige Strategen warnen jedoch, dass, sollten Gespräche zwischen Washington und Teheran an Fahrt gewinnen und der Konflikt kürzer und begrenzter ausfallen als befürchtet, das "Verkaufen von Öl und Gold in Stärke" attraktiv werden könnte, zumal beide Märkte auf den anfänglichen Schock sehr schnell reagierten.

Diese Sichtweise spricht dafür, Gold, den Dollar und hochwertige Anleihen eher als Portfolioversicherung denn als primäre Renditequellen zu betrachten, insbesondere da die US‑Fundamentaldaten und die Fed‑Politik die mittelfristigen Zinsen weiterhin verankern.

Qualitätsaktien und Erträge: Positionierung für beide Szenarien

In allen Häusern ist der gemeinsame Nenner, binäre Wetten auf entweder vollständigen Frieden oder ungezügelte Eskalation zu vermeiden.

Die Reuters‑Umfrage unter Strategen hebt Energie, Verteidigung und Gold als kurzfristige Gewinner hervor, verweist aber auch auf Qualitätsunternehmen mit hohen Barmitteln und Preissetzungsmacht als relative sichere Häfen, falls höheres Öl vorübergehend Inflationssorgen wieder aufflammen lässt.

Auch UBS betont Diversifikation und empfiehlt Anlegern, sektorale Übergewichtungen in Energie und ausgewählten Industrieaktien mit defensiven Einkommenspositionen und etwas Exponierung gegenüber sicheren Häfen zu kombinieren.

Sollten die Verhandlungen scheitern und sich der Konflikt ausweiten, dürften diese kriegsspezifischen Positionen weiterhin gefragt sein.

Wenn sich Iran‑US‑Gespräche vordrängen und die Kämpfe schneller abflauen als erwartet, sollten Positionen mit Fokus auf Bilanzstärke und strukturellem Wachstum besser in der Lage sein, ihren Wert zu halten als reine Angst‑Trades.

Da beide Wege offen bleiben, geht es bei den besten „Aktien, die man jetzt kaufen sollte“, weniger um ein einziges perfektes Thema als vielmehr darum, eine Mischung zu bauen, die jede Variante dieses Krieges verkraften kann.