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Warum steigt die Nvidia-Aktie am Mittwoch um fast 2 %?

Warum steigt die Nvidia-Aktie am Mittwoch um fast 2 %?
Devesh Kumar
04. März 2026, 18:36 PM
  • Nvidia-Aktie klettert auf rund $183, da Anleger nach jüngster Seitwärtsbewegung zurückkehren.
  • Morgan Stanley setzt NVDA wieder als Top‑Halbleiterauswahl mit Kursziel $260.
  • Analyst: Nvidia wird mit etwa dem 18‑fachen der projizierten Gewinne für 2027 gehandelt.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) zieht am Mittwoch an, da Großanleger wieder in einen Titel einsteigen, der sich trotz spektakulärer Zahlen zuvor seitwärts bewegt hatte.

Die Nvidia-Aktien notierten am späten Mittwochvormittag etwa im Bereich von $182–183, im Tagesverlauf fast 2 % im Plus, nachdem sie an der Unterstützung um $180 abgeprallt waren und auf die Marke von $183 zusteuerten.

Nach mehreren Wochen, in denen die Nvidia-Aktie trotz Rekordumsatz und anhaltendem KI-Hype «feststeckte», gibt eine kraftvolle Empfehlung von Morgan Stanley, gekoppelt mit wachsender Klarheit über den nächsten Schritt des Unternehmens bei KI-Inferenz, den Institutionen einen Grund, wieder Risiko aufzunehmen.

Morgan Stanleys „Zeit zu kaufen“-Aufruf dreht das Blatt

Der unmittelbare Auslöser ist, dass Morgan Stanley den Kunden im Grunde gesagt hat, es sei an der Zeit, das Überdenken zu beenden und Nvidia wieder zu kaufen.

Die Bank setzte Nvidia-Aktien wieder als ihre Top-Halbleiterauswahl ein, verdrängte Micron von der Spitzenposition und bekräftigte ein Overweight-Rating mit einem Kursziel von $260.

Analyst Joseph Moore formuliert sein Argument schlicht: Die Aktie dümpelte vor sich hin, während das Geschäft stärker wurde.

Er weist darauf hin, dass Nvidia derzeit etwa mit dem 18‑fachen der projizierten Gewinne für 2027 gehandelt wird, was er als „überraschend guten Einstiegspunkt“ für ein Unternehmen bezeichnet, das den Markt für KI-Beschleuniger weiterhin dominiert und beeindruckend hohe Wachstumszahlen liefert.

Die Botschaft traf ins Schwarze, weil sie die Kernsorge auf der Käuferseite adressierte: nicht, ob Nvidia gut ist, sondern ob die Aktie nicht bereits bei jedem Preis zu gut bewertet ist.

Unter dieser Empfehlung liegen jedoch fundamentale Faktoren, die schwer zu ignorieren sind.

Das jüngste Geschäftsjahr von Nvidia brachte einen Umsatz von über $200 Milliarden, angetrieben vom Run der Hyperscaler auf den Ausbau von KI-Rechenzentren und der weiterhin starken Nachfrage nach seinen GPU-Plattformen.

Der Markt hatte nach dieser Veröffentlichung weitgehend Perfektion unterstellt, weshalb die Aktie driftete, während Anleger darüber debattierten, wie lange der Wachstumsschub wirklich anhalten könne.

Die Mitteilung von Morgan Stanley machte im Grunde klar, dass die Pause lange genug gedauert habe.

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Nvidia-Aktie: Der Groq‑Faktor

Der zweite Treiber ist struktureller: Die Street konzentriert sich zunehmend darauf, ob Nvidia die nächste Phase der KI ebenso entscheidend dominieren kann wie das Training.

In diesem Zusammenhang leistet der Deal des Unternehmens mit Groq unter der Oberfläche viel stille Arbeit.

Ende letzten Jahres stimmte Nvidia einer Lizenztransaktion in Höhe von rund $20 Milliarden mit dem auf Inferenz fokussierten Startup zu, sicherte sich damit Zugang zu Groqs latenzarmen „Language Processing Unit“-Designs und holte dessen Gründer sowie zentrale Engineering‑Leiter ins Unternehmen.

Diese Vereinbarung fließt nun in die Erwartungen an Nvidias nächste Generation von Inferenzplattformen ein.

Investoren werten Berichte aus, wonach das Unternehmen eine neue Architektur vorbereitet, die explizit für den produktiven Betrieb großer Sprachmodelle und für agentische KI optimiert ist.

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Jensen Huang hat bereits angekündigt, dass Groqs Prozessoren in Nvidias KI‑Factory‑Architektur integriert werden, um die Abdeckung auf ein breiteres Spektrum an Echtzeit‑ und inferenzlastigen Anwendungsfällen auszuweiten.

Das ist wichtig, weil es eines der klareren Bärenargumente direkt untergräbt: dass Nvidias Burggraben schrumpfen würde, wenn die Branche ihre Ausgaben vom Training großer Modelle auf deren Betrieb verlagert.