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Nvidia-Aktie fällt nach Broadcom-Zahlen: kaufen, verkaufen oder halten?

Nvidia-Aktie fällt nach Broadcom-Zahlen: kaufen, verkaufen oder halten?
Utkarsh Roshan
05. März 2026, 16:58 PM
  • Milliardär Leo Koguan kaufte 1 Million Nvidia-Aktien.
  • Die Nachfrage nach KI-Chips bleibt trotz Wettbewerbsbedenken stark.
  • Analysten erhöhen Nvidias Kursziele auf 300 US-Dollar

Die Aktien von Nvidia haben zwar etwas von ihrer jüngsten Dynamik verloren, doch der Marktführer bei KI-Chips zieht weiterhin prominente Investoren an.

Der Milliardär und Unternehmer Leo Koguan gab bekannt, eine Million Nvidia-Aktien gekauft zu haben und beabsichtigt, seine Position weiter auszubauen.

„Ich habe letzte Nacht 1 Million NVDA-Aktien gekauft; plane, weitere zu kaufen. Ich bin überzeugt, dass KI KEINE Blase ist, sie ist erst der Anfang“, schrieb Koguan auf dem sozialen Netzwerk X.

Koguan ist Mitbegründer der Softwarefirma SHI International und außerdem einer der größten privaten Aktionäre von Tesla, was einen Großteil seines persönlichen Vermögens ausmacht.

„Tesla ist verkörperte physische KI; NVDA ist eine grundlegende Ermöglicher-Schicht für KI. KI ist Information, die denkt, schlussfolgert, handelt, geht, arbeitet und lebt“, schrieb Koguan.

Obwohl der Investor den genauen Kaufpreis nicht offenlegte, deutet das Timing darauf hin, dass die Position auf Basis der jüngsten Kurse etwa 180 Millionen US-Dollar wert ist.

Aktienkurs fällt trotz Investment

Trotz der hochkarätigen Unterstützung gaben Nvidia-Aktien im frühen Donnerstagshandel um 0,6 % nach, als Anleger auf die Zahlen des Konkurrenten Broadcom reagierten.

Die Ergebnisse untermauerten Nvidias eigene Perspektive für ein anhaltendes Wachstum der Nachfrage nach KI-Chips, hoben aber zugleich die zunehmende Konkurrenz im Sektor hervor.

Broadcom verwies auf eine starke Nachfrage nach Googles siebter Generation der Ironwood Tensor Processing Units (TPUs), an deren Entwicklung das Unternehmen mitgewirkt hat.

Das Unternehmen erklärte, die Nachfrage nach den Chips werde voraussichtlich bis 2027 weiter zunehmen, wenn nachfolgende Generationen eingeführt werden.

Broadcom teilte außerdem mit, dass Kunden zunehmend seine kundenspezifischen KI-Chips, sogenannte XPUs, zum Training von KI-Modellen einsetzen.

Die Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia dominierten dieses Segment traditionell.

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Strategiewechsel in Chinas Chip-Strategie

Separat berichtete die Financial Times, dass Nvidia die Produktion seiner für den chinesischen Markt vorgesehenen H200-KI‑Chips gestoppt hat.

Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen Produktionskapazitäten bei TSMC von H200-Chips auf seine Hardwareplattform der nächsten Generation, Vera Rubin, verlagert.

Letzte Woche erklärte Nvidia, es habe Lizenzen der US-Regierung erhalten, die den Versand von „kleinen Mengen“ H200-Chips an chinesische Kunden erlauben.

Die jüngste Verlagerung deutet jedoch darauf hin, dass das Unternehmen in naher Zukunft nicht mit nennenswerten H200-Verkäufen in China rechnet.

Ein Beamter des US-Handelsministeriums sagte letzten Monat, dass keine der H200-Chips von Nvidia an chinesische Kunden verkauft worden seien.

Anfang dieses Jahres genehmigte die Regierung von Donald Trump formell den Verkauf der Chips nach China, doch die Lieferungen sind aufgrund regulatorischer Beschränkungen weiterhin blockiert.

Wall Street bleibt optimistisch

Trotz des Wettbewerbsdrucks und geopolitischer Einschränkungen hat Nvidias jüngster Ergebnisbericht neue Unterstützung von der Wall Street hervorgerufen.

Das Unternehmen meldete einen Quartalsumsatz von rund 68 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 73 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Wachstum wurde vor allem durch die anhaltende Nachfrage nach KI-Infrastruktur getragen, insbesondere im Data-Center-Bereich des Unternehmens.

Nach den Zahlen bestätigte Baird seine Outperform-Einstufung für Nvidia und hob das Kursziel von 275 auf 300 US-Dollar an.

Wedbush erhöhte ebenfalls das Kursziel von 230 auf 300 US-Dollar und hielt dabei an einer Outperform-Einstufung fest.

Analysten hoben insbesondere Nvidias Prognose für das kommende Quartal hervor und stellten fest, dass der Ausblick bei vielen institutionellen Investoren die Erwartungen übertraf.