US-Aktien eröffnen im Minus: S&P -0,4 %, Dow verliert 400 Punkte

US-Aktien eröffnen im Minus: S&P -0,4 %, Dow verliert 400 Punkte
Utkarsh Roshan
05. März 2026, 15:59 PM
  • Aktien fielen, nachdem die Ölpreise nach einem Tankerangriff sprunghaft anstiegen.
  • WTI stieg über 77 $, Brent kletterte über 83 $.
  • Märkte legten nach der techgetriebenen Rallye des Vortags eine Pause ein.

US-Aktien gaben am Donnerstag nach, da Anleger nach den starken Gewinnen der vorherigen Sitzung eine Pause einlegten und einen erneuten Anstieg der Ölpreise im Zuge der Spannungen im Nahen Osten beobachteten.

Der S&P 500 fiel um 0,4 %, der Nasdaq Composite gab im gleichen Umfang nach.

Der Dow Jones Industrial Average büßte 398 Punkte ein, beziehungsweise 0,8 %, und spiegelte damit eine erneute Vorsicht an den Märkten wider.

Der Rückgang folgte auf steigende Rohölpreise, nachdem Iran mitgeteilt hatte, einen Öltanker mit einer Rakete getroffen zu haben, was neue Sorgen um die Sicherheit weltweiter Energielieferungen auslöste.

Ölpreise ziehen nach Tankerangriff an

Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) stiegen um 4 % und notierten über 77 $ je Barrel, während Brent-Futures — der internationale Referenzpreis — um mehr als 3 % zulegten und über 83 $ je Barrel handelten.

Der Anstieg nährte die Befürchtung, dass eskalierende Spannungen in der Region die Versorgung mit Öl und Gas stören könnten, insbesondere durch die Straße von Hormus, eine wichtige globale Energie-Transitroute.

Rund 20 % der weltweiten Ölversorgung passieren die Straße von Hormus, wodurch jede Bedrohung der Schifffahrt ein zentrales Risiko für die globalen Energiemärkte und die Inflationserwartungen darstellt.

Märkte legen nach techgetriebener Rallye eine Pause ein

Der Rückgang am Donnerstag folgte auf eine starke Sitzung am Vortag.

Die Aktien stiegen am Mittwoch, gestützt durch Gewinne bei Technologie- und Halbleiterunternehmen.

Der Dow beendete in dieser Sitzung eine dreitägige Verlustserie, während sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite deutliche Zuwächse verzeichneten.

Die Ölpreise hatten sich am Mittwoch nach früheren Zugewinnen ebenfalls stabilisiert.

Die WTI-Futures schlossen nur 0,13 % im Plus, während Brent-Futures die Sitzung weitgehend unverändert beendeten.

Sicherheit in der Straße von Hormus bleibt im Fokus

Anfang der Woche hatten sich die Befürchtungen vor größeren Störungen der regionalen Energieversorgung etwas verringert, nachdem Präsident Donald Trump gesagt hatte, die Vereinigten Staaten bereiteten sich darauf vor, Risikoversicherungen und Marineeskorten für Schiffe zu stellen, die durch den Persischen Golf fahren.

Die Maßnahme zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Schiffe trotz zunehmender geopolitischer Spannungen weiterhin durch die Straße von Hormus fahren können.

Das Weiße Haus nannte jedoch keinen Zeitplan dafür, wann die Straße für Öltanker vollständig sicher sein werde.

Energiemärkte prägen die Stimmung

Bewegungen der Ölpreise sind zu einem zentralen Treiber der Marktstimmung geworden, da Anleger die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen steigender Energiekosten bewerten.

Höhere Rohölpreise können die Inflation nach oben treiben und die Erwartungen an die Zinspolitik erschweren, wodurch eine weitere Unsicherheitsebene für Aktienmärkte entsteht, die bereits geopolitische Risiken bewältigen müssen.

Da die Rohölpreise nach dem gemeldeten Tankerangriff durch Iran erneut ansteigen, konzentrieren sich Anleger darauf, ob die Spannungen in der Region weiter eskalieren oder ob Schutzmaßnahmen für Schifffahrtsrouten die Energiemärkte stabilisieren werden.

Vorerst prägt die Volatilität am Ölmarkt weiterhin die Richtung der globalen Aktienmärkte und hält Händler trotz kurzzeitiger Rallyes am breiteren Markt vorsichtig.