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Warum die Nvidia-Aktie trotz eines breiten Marktabverkaufs steigt?

Warum die Nvidia-Aktie trotz eines breiten Marktabverkaufs steigt?
Devesh Kumar
09. März 2026, 17:45 PM
  • Nvidia profitiert, während der breitere Markt nachgibt und Stagflationsängste die Wall Street verunsichern.
  • Morgan Stanley stuft Nvidia als Top-Halbleiter-Titel ein und nennt ein Kursziel von $260.
  • Investoren richten ihren Blick auf die GTC 2026 in Erwartung bedeutender Ankündigungen zu KI-Hardware von Nvidia.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) liegt am Montag rund 1,2 % im Plus, ein ungewöhnlicher Anblick an einem Tag, an dem der Dow über 800 Punkte verloren hat und Stagflationsängste die meisten Marktteilnehmer an der Wall Street unter Druck setzen.

Diese Widerstandskraft ist kein Zufall: Eine Kombination aus frischem Analystenvertrauen, starken jüngsten Ergebnissen und einem großen Produktevent in einer Woche hält institutionelle Käufer engagiert, obwohl die makroökonomische Stimmung eintrübt.

Morgan Stanleys Überzeugung

Der institutionelle Impuls begann am 4. März, als Joseph Moore von Morgan Stanley Nvidia wieder zu seiner Top-Auswahl im Halbleitersektor machte und ein Kursziel von $260 aussprach, was ein Aufwärtspotenzial von etwa 47 % gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche impliziert.

Moores Kernargument: Die Nvidia-Aktie hatte im Grunde zwei Quartale lang kaum Bewegung gezeigt, während das zugrundeliegende Geschäft weiter gewachsen ist, was er als „unerwartet günstigen Einstiegspunkt“ bezeichnete.

Die Bewertungsdaten stützen diese Einschätzung.

Nvidia wird jetzt mit etwa dem 18-fachen der erwarteten Gewinne für 2027 gehandelt, ein relativ moderates Multiple für ein Unternehmen, das in den jüngsten Quartalszahlen ein Umsatzwachstum von 73 % im Jahresvergleich meldete.

Zum Kontext: Die Aktie notierte Mitte 2025 auf vergleichbarem Niveau, bevor sie einen signifikanten Anstieg verzeichnete. Im Verhältnis zu seiner Wachstumsrate erschien sie seit über einem Jahr nicht mehr so günstig.

Signale aus der Lieferkette untermauern das Bullenszenario.

Die gesamten lieferbezogenen Verpflichtungen von Nvidia verdoppelten sich nahezu von $50.3 billion Ende Q3 auf $95.2 billion bis zum Ende von Q4.

Hyperscaler kaufen nicht nur Chips, sie sichern Kapazitäten weit im Voraus.

Moore wertet das als Hinweis darauf, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur nachhaltig sind und sich nicht einem Höhepunkt nähern.

Nvidia-Aktie: GTC 2026 steht in einer Woche an

Nvidias jährliche GTC-Konferenz beginnt am 16. März in San Jose.

Jensen Huang hält die Keynote vor erwarteten 30.000 Teilnehmern, mit weiteren Hunderttausenden, die voraussichtlich online zuschauen werden.

Er hat bereits „einen Chip, der die Welt überraschen wird“ angedeutet, was sich am Montag im Handelsverlauf dezent bemerkbar macht.

Der Hauptpunkt auf der Roadmap ist Vera Rubin, Nvidias nächste Generation einer kombinierten GPU‑CPU‑Plattform, die in der zweiten Hälfte 2026 auf den Markt kommen soll.

Die Architektur verspricht eine zehnfache Senkung der Inferenzkosten, sodass der Betrieb von KI-Modellen in realen Produkten deutlich günstiger wird.

Niedrigere Inferenzkosten erweitern typischerweise Nvidias Markt, statt ihn zu kannibalisieren.

Abgesehen von Vera Rubin erwarten Hardware-Analysten, dass die GTC eine erste öffentliche Vorschau auf Feynman, die Generation nach Rubin, enthält.

Wenn Huang frühe Details bestätigt, gewinnen Cloud-Käufer eine mehrjährige Beschaffungssichtbarkeit — die Art von Vorausplanung, die Einmalaufträge in langfristige Umsatzströme für Nvidia verwandelt.

Das Gewinnumfeld verleiht der Konferenz zusätzliches Gewicht. Der Umsatz im vierten Quartal belief sich auf $68.1 billion, ein Anstieg von 73 % im Jahresvergleich und damit deutlich über der Schätzung von $65.9 billion.

Das Unternehmen prognostizierte für das nächste Quartal einen Umsatz von etwa $78 billion, deutlich über den Markterwartungen. Für das volle Geschäftsjahr 2026 erreichte der Umsatz $215.9 billion, wobei das Rechenzentrumssegment etwa $197.3 billion beisteuerte.