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Adobe-Aktie vor Q1-Zahlen 18% YTD im Minus: Kann KI die Erholung auslösen?

Adobe-Aktie vor Q1-Zahlen 18% YTD im Minus: Kann KI die Erholung auslösen?
Devesh Kumar
12. März 2026, 14:29 PM
  • Die Adobe-Aktie liegt vor den Q1-Zahlen YTD rund 18 % im Minus.
  • Die Wall Street rechnet mit $6.28B Umsatz und etwa $5.88 Gewinn je Aktie für das Quartal.
  • Analysten bleiben gespalten, da Chancen durch KI mit Disruptionsrisiken kollidieren.

Adobe geht am Donnerstag in seinen Bericht zum ersten Quartal, wobei die Aktie in diesem Jahr bisher um rund 18 % gefallen ist.

Angesichts der boomenden Bewertungen im KI-Bereich hat Adobes unterdurchschnittliche Kursentwicklung die bevorstehenden Quartalszahlen zu einem Test für das Anlegervertrauen gemacht.

Das Unternehmen will die Ergebnisse nach Börsenschluss an der Wall Street veröffentlichen, gefolgt von einem Investorencall von 14:00 bis 15:00 Uhr pazifischer Zeit.

Adobe-Aktie: Was Anleger erwarten?

Die Konsensschätzungen für das erste Quartal liegen bei etwa $6.28 billion Umsatz und einem Gewinn von rund $5.87 bis $5.88 je Aktie.

Wenn Adobe diese Schätzungen erreicht oder übertrifft, wäre es ein weiteres Wachstumsquartal gegenüber den $5.71 billion Umsatz und dem bereinigten Gewinn je Aktie von $5.08, die Adobe ein Jahr zuvor veröffentlicht hatte.

Die Ausgangslage ist wichtig, weil Adobe nicht in einem normalen Softwareumfeld berichtet: Anleger debattieren weiterhin, ob generative KI den Burggraben des Unternehmens vertieft oder die Preissetzungsmacht von Produkten wie Photoshop, Illustrator und Premiere untergräbt.

Diese Spannung erklärt, warum die Aktie an Wert verloren hat, obwohl Adobes breitere Ausblicke für 2026 über den Schätzungen der Wall Street lagen.

Adobe hatte damals erwartet, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2026 bei $25.9 billion bis $26.1 billion liegen würde und der bereinigte Gewinn je Aktie bei $23.30 bis $23.50.

Doch diese Zahlen konnten die Anleger nicht überzeugen, die sich fragen, ob dieses Wachstum ausreicht, um die KI-Strategie zu rechtfertigen.

Abgesehen von den Überschriftenzahlen werden die Anleger großes Interesse an den Detailkennzahlen haben, da sie erwarten, dass abonnementbasierte Umsätze resilient bleiben.

Der Digital-Media-Umsatz wird auf etwa $4.65 billion und der Digital-Experience-Umsatz auf rund $1.54 billion prognostiziert — Zahlen, die zeigen sollten, ob die Nachfrage in Adobes Kerngeschäften stabil bleibt.

Warum KI der ausschlaggebende Faktor ist

Adobe hat im vergangenen Jahr Firefly tiefer in Creative Cloud integriert und positioniert generative KI als Zusatzfunktion, die die Kundenbindung stärken kann.

Das Unternehmen hebt auch Produkte wie Acrobat, Express und Firefly als Treiber für Abonnements und Upgrades hervor.

Jüngste Partnerschaften, darunter eine mit Runway im Bereich KI-Video-Workflows, unterstreichen, wie aggressiv Adobe versucht, für professionelle Kreativarbeit zentral zu bleiben.

Analysten sind jedoch weiterhin unsicher, wie Adobe diese Produktaktivitäten in eine klarere Story für die Aktie verwandeln kann.

RBC Capital hat das Rating Outperform und ein Kursziel von $430 beibehalten und erklärt, dass Trends bei wiederkehrenden Umsätzen und die Profitabilität entscheidend sein werden.

TD Cowen senkte das Ziel auf $325 und sagte, Channel-Checks vor dem Quartal hätten gemischte Signale geliefert.

Piper Sandler äußerte sich noch deutlicher und warnte, dass Adobe in Softwarekategorien tätig ist, die zu den am wenigsten gegen KI-Disruption geschützten gehören.

Deshalb wird die KI-Geschichte in dem aktuellen Quartalsbericht besonders wichtig.

Das Q1-Ergebnis von Adobe wird weniger danach bewertet werden, ob Adobe den Konsens um ein paar Cent übertrifft, als vielmehr danach, ob das Management zeigen kann, dass KI zu einem messbaren Umsatzmotor wird.