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US-Aktien schließen deutlich im Minus, Dow stürzt um 739 Punkte wegen Kriegssorgen

US-Aktien schließen deutlich im Minus, Dow stürzt um 739 Punkte wegen Kriegssorgen
Devesh Kumar
12. März 2026, 21:12 PM
  • Dow fällt um 739 Punkte, da der Öl‑Anstieg und die Iran‑Spannungen die Märkte verunsichern.
  • Energiewerte klettern, während Tech‑Giganten wie Nvidia und AMD fallen.
  • Brent überschreitet kurzzeitig $100 und schürt Befürchtungen eines schweren Angebots‑Schocks.

Die US-Aktienmärkte schlossen am Donnerstag deutlich im Minus, da die wichtigen Indizes auf ihren niedrigsten Stand seit November letzten Jahres fielen.

Die Anleger blieben nervös, da der US‑Iran‑Konflikt die Stimmung belastete und die Ölpreise ihren Aufwärtskurs fortsetzten.

Der Dow Jones schloss 739 Punkte tiefer bei 46.677,67, während der S&P 500 um 1,52 % auf 6.672,58 fiel.

Der techniklastige Nasdaq schloss ebenfalls im roten Bereich und gab 404 Punkte auf 22.311,98 nach.

Geopolitischer Flächenbrand treibt den Ausverkauf an

Der US‑Iran‑Konflikt trat am Donnerstag in den 13. Tag ein, wobei iranische Offizielle gelobten, die strategische Öl‑Engstelle geschlossen zu halten.

Die Ölpreise setzten ihre Rallye fort, wobei Brent kurzzeitig über $100 stieg, bevor es wieder nachgab, und damit Befürchtungen eines der größten Angebots‑Schocks seit den 1970er Jahren schürte.

Während Trumps Team auf strategische Reserven verwies, sorgten verzögerte Lieferungen dafür, dass die Märkte über eine erneute Inflation besorgt blieben.

Trotz der breiteren Gegenwinde gewannen Energiewerte am Donnerstag, wobei der XLE‑ETF um 0,9 % zulegte, da die geopolitische Prämie für Rohöl dominierte.

ExxonMobil (XOM) legte um 1,3 % auf $153,53 zu, nachdem es zwischen $151,67 und $154,03 gehandelt worden war, und setzte damit seinen vierwöchigen Aufwärtstrend von 1,1 % fort.

Chevron (CVX) schoss um 2,7 % auf $196,97 von $191,79 nach oben und erreichte intraday ein Hoch von $198,52 bei einem robusten Volumen von 41 Millionen Aktien.

Der Technologiesektor blieb am Donnerstag unter Druck, wobei alle großen Unternehmen wie Nvidia, AMD und Micron im Minus schlossen.

Das Handelsgeschehen am Donnerstag war eine Veränderung für Tech‑Investoren, da bislang die KI‑Dynamik die breitere Marktunsicherheit dominiert hatte.

Der Goldpreis reagierte nur verhalten auf die jüngste Eskalation zwischen den USA und Iran, widersprach damit den Erwartungen an sichere Häfen und verharrte zwei Wochen nach Beginn des Konflikts bei rund $5.175 pro Feinunze.

Fed vor von Kriegssorgen überschatteter Sitzung

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Unsicherheit stehen die Federal‑Reserve‑Verantwortlichen nächste Woche vor einer entscheidenden geldpolitischen Sitzung.

Das Fed‑Treffen im März wird besonders interessant, da es mitten in den US‑Iran‑Konflikt fällt und in einem Umfeld hartnäckiger Inflationssignale, abschwächender Arbeitsmarktdaten und Zollunsicherheiten durch die Trump‑Administration stattfindet.

Bei einem Leitzins von 3,50 %–3,75 % sehen die Märkte praktisch keine Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung.

Die Preisfeststellungen im CME‑FedWatch‑Tool deuten nahezu mit Sicherheit auf ein Verharren hin, da kriegsbedingte Ölspitzen auf über $98 drohen, den vergleichsweise milden CPI von 2,4 % im Februar zunichtezumachen.

Der Übernacht‑Bankzinssatz wirkt sich auf Hypotheken, Autokredite, Kreditkarten und Sparzinsen aus und bindet die Verbraucher in ihrer jetzigen Situation.

Analysten erwarten überwiegend, dass die Federal Reserve nächste Woche die Zinsen unverändert lässt und zunächst den Verlauf des Iran‑Konflikts beobachten wird, bevor sie beurteilt, ob Inflation oder Beschäftigung vorrangiges Handeln erfordert.

Es bestehen zudem Bedenken, wie lange es dauern wird, bis nach einem Ende des Kriegs wieder Normalität einkehrt.

Präsident Donald Trump wies bereits darauf hin, dass die Kraftstoffpreise dem Rückgang der Ölpreise hinterherhinken könnten aufgrund des „Rockets‑and‑Feathers“‑Effekts.

Wie Ökonomen anmerken, schießen die Zapfsäulenpreise bei Rohölspitzen nach oben wie Raketen, fallen aber wie Federn zurück.

Kraftstoffhändler halten Bestände aus Raffinerien, die zu Spitzenpreisen gekauft wurden, und verzögern so Entlastung für Verbraucher, bis frische, billigere Lieferungen verfügbar werden.

Diese Diskrepanz bedeutet, dass Autofahrer nach einer Deeskalation wochenlang mit erhöhten Kosten rechnen müssen, was den Preisschock angesichts der Unsicherheit um die Straße von Hormuz verstärkt.