Dow-Futures steigen leicht — Öl-Boom und PCE-Inflation belasten Märkte

Dow-Futures steigen leicht — Öl-Boom und PCE-Inflation belasten Märkte
Ananthu C U
13. März 2026, 13:06 PM
  • US-Aktien-Futures steigen leicht vor der Veröffentlichung der PCE-Inflations- und BIP-Daten.
  • Öl nahe $100: Spannungen im Nahen Osten schüren Inflationssorgen.
  • Stress im Private-Credit-Sektor nimmt zu, nachdem Morgan Stanley Rücknahmen bei einem Fonds aussetzte.

Die US-Aktienindex-Futures zogen am Freitag in schwankendem Handel leicht an, während Anleger auf wichtige Konjunkturdaten zu Wachstum und Inflation warteten. Zugleich trieben eskalierende Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise weiter in die Höhe und trübten die Aussichten für die globalen Märkte.

Futures auf den Dow Jones Industrial Average stiegen um 135 Punkte bzw. etwa 0,29 %, während S&P-500-Futures um rund 0,32 % zulegten. Nasdaq-100-Futures gewannen ebenfalls etwa 0,33 %.

Trotz der moderaten Gewinne im Futures-Handel standen die Hauptindizes an der Wall Street kurz davor, die Woche im Minus zu beenden.

Der S&P 500 zeichnet für einen Wochenverlust von etwa 1 %; der Dow Jones Industrial Average steuert auf einen stärkeren Rückgang von rund 1,7 % zu. Der Nasdaq Composite liegt im bisherigen Wochenverlauf um etwa 0,3 % im Minus.

Wichtige Inflations- und Wachstumsdaten im Fokus

Anleger warteten auf mehrere am Nachmittag veröffentlichte, genau beobachtete Wirtschaftsdaten, die neue Erkenntnisse zur Stärke der US-Wirtschaft und zur Inflationsentwicklung liefern könnten.

Für Freitag sind unter anderem die Aufträge langlebiger Güter für Januar und der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), das von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß, angekündigt.

Außerdem steht die zweite Schätzung des BIP für das vierte Quartal an.

Es werden zudem Berichte zu den offenen Stellen im Januar sowie die vorläufige Verbraucherstimmung der University of Michigan für März erwartet.

Der Konsens von Dow Jones erwartet, dass die Gesamt-PCE-Inflation im Monatsvergleich um 0,3 % und im Jahresvergleich um 2,9 % steigt.

Die Kern-PCE, die volatile Nahrungs- und Energiepreise ausschließt, dürfte im Monatsvergleich um 0,4 % und im Jahresvergleich um 3,1 % zulegen.

Ölpreisanstieg und Spannungen im Nahen Osten erhöhen den Druck

Die Marktstimmung wird zudem durch stark steigende Ölpreise belastet, bedingt durch eine sich ausweitende Krise im Nahen Osten.

Die Rohölpreise verharrten nahe 100 $ pro Barrel, da die Feindseligkeiten trotz Zusicherungen der Trump-Administration, der Konflikt könne schnell gelöst werden, kaum Anzeichen einer Entspannung zeigten.

Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte – darunter rekordhohe Notfall-Ölverkäufe der Internationalen Energieagentur (IEA) und eine US-Lizenz für 30 Tage, die es Ländern ermöglicht, russisches auf See gestrandetes Öl zu kaufen – konnten den Preisanstieg nicht nennenswert dämpfen.

Ökonomen warnen, dass sich die Störungen über die Energiemärkte hinaus ausweiten könnten.

Sorgen um Private Credit und Kursbewegungen

Steigende Ölpreise und wachsende Inflationsängste haben die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve zusätzlich verkompliziert.

Händler rechnen laut LSEG-Daten nun nur noch mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte in diesem Jahr, verglichen mit zwei zuvor erwarteten Senkungen, bevor der Konflikt am 28. Februar begann.

Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen bei ihrer Sitzung nächste Woche unverändert lässt.

Der Stress im Private-Credit-Markt hat zudem verstärkt die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen.

Morgan Stanley setzte diese Woche die Rücknahmen bei einem seiner Private-Credit-Fonds aus, nachdem BlackRock und Blue Owl in den vergangenen Wochen ähnliche Maßnahmen ergriffen hatten.

JPMorgan schränkte zudem die Kreditvergabe an Akteure des Private-Credit-Sektors ein, während Blackstone Berichten zufolge einen Anstieg an Rücknahmeanfragen verzeichnete.

In Unternehmensnachrichten fielen die Adobe-Aktien vorbörslich um etwa 7 %, nachdem der langjährige CEO Shantanu Narayen angekündigt hatte, er werde zurücktreten, sobald ein Nachfolger ernannt ist.

Das Cybersecurity-Unternehmen SentinelOne gab um 3,2 % nach, nachdem es für das Quartal einen Gewinn unter den Erwartungen prognostiziert hatte.

Reiseaktien gerieten ebenfalls unter Druck angesichts steigender Treibstoffkosten.

Die Fluggesellschaften Alaska Air und American Airlines fielen jeweils um etwa 0,2 %, während die Kreuzfahrtanbieter Carnival und Norwegian Cruise Line um rund 0,8 % nachgaben.

Unterdessen rutschte Meta Platforms um etwa 1 % ab, nachdem ein Bericht meldete, dass das Unternehmen die Veröffentlichung seines KI-Modells „Avocado“ bis mindestens Mai verschoben habe.