Tesla-Aktie im Minus – drei starke Gründe, den Rücksetzer jetzt zu kaufen

Tesla-Aktie im Minus – drei starke Gründe, den Rücksetzer jetzt zu kaufen
Devesh Kumar
13. März 2026, 17:07 PM
  • Tesla‑Aktie schwankt, da Verkäufe in China sich erholen und die KI‑Story an Gewicht gewinnt.
  • Auslieferungen aus Shanghai steigen im Jan–Feb um über 35% gegenüber dem Vorjahr.
  • Tesla erhält indirekte SpaceX‑Exponierung durch die in SpaceX umgewandelte xAI‑Beteiligung.

Die Tesla-Aktie (NASDAQ: TSLA) notiert am Freitag 0.5% tiefer, da breitere Volatilität an den Aktienmärkten durch die Unsicherheiten rund um den US‑Iran-Konflikt zunimmt.

Die Schwäche der Tesla-Aktie trat jedoch auf, während Anleger Entwicklungen abwogen, die das Argument fürs Kaufen bei Rücksetzern weiterhin stützen könnten.

Tesla zeigte in den letzten Sitzungen erhöhte Schwankungen, da Anleger zwischen dem zunehmenden Wettbewerb einerseits und neuen Kommentaren von Bullen andererseits hin- und hergerissen sind, die darauf hindeuten, dass das Unternehmen mehr ist als nur ein Elektroautohersteller.

Tesla-Aktie: Erholung der Verkäufe in China

Der unmittelbarste Katalysator kam aus China.

Die neuesten Daten der China Passenger Car Association zeigten, dass Teslas Werk in Shanghai im Januar und Februar 127,728 Fahrzeuge ausgeliefert hat.

Die Zahl lag nach Anpassung an die Verschiebung des Lunar‑New‑Year‑Zeitpunkts mehr als 35% über den 93,926 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Stärkere Auslieferungszahlen aus China sind besonders wichtig, weil die asiatische Volkswirtschaft einen der größten und zugleich wettbewerbsintensivsten Märkte für Tesla darstellt.

Die China‑Zahlen halfen, Tesla‑Aktien auf Kurs zu bringen, eine vierwöchige Verlustserie zu vermeiden.

Außerdem stiegen Teslas in China hergestellte EV‑Verkäufe im Februar zum vierten Mal in Folge und lagen 91% über einem schwachen Vorjahresniveau.

Macrohard stärkt KI‑These

Der zweite Katalysator betrifft weniger Fahrzeuge, die das Werk verlassen, und mehr die Frage, wie Investoren Tesla letztlich bewerten könnten.

Am Mittwoch stellte Elon Musk „Macrohard“ vor, ein gemeinsames Tesla‑xAI‑Projekt, das die Funktionen von Softwareunternehmen nachbilden soll.

Die Ankündigung untermauert das Argument, Tesla als eine KI‑ und Automatisierungsplattform zu sehen, die mit Full Self‑Driving, Robotaxis, Optimus und anderen softwareintensiven Geschäftsbereichen verknüpft ist.

Diese Unterscheidung ist für Privatanleger bedeutsam, weil Software‑ und KI‑Unternehmen oft höhere Bewertungen als Hersteller erzielen, wenn Wall Street davon ausgeht, dass sie schneller skalieren und stärkere Margen erwirtschaften können.

SpaceX‑Beteiligung erhöht Optionalität

Der dritte Katalysator ist eher finanzieller Natur, könnte aber dennoch wichtig für das Sentiment sein.

Tesla erhielt laut Einreichungen vom 11. März die behördliche Genehmigung, seine $2 billion‑Investition in xAI in eine Beteiligung an SpaceX umzuwandeln; in den Unterlagen ist Tesla als Erwerber genannt.

Die sich daraus ergebende Beteiligung würde weniger als 1% von SpaceX betragen.

Auf dem Papier ist das eine geringe Eigentumsposition. Strategisch gesehen könnte die Attraktivität jedoch größer sein, als der prozentuale Anteil vermuten lässt.

Die Transaktion verschafft Tesla‑Investoren eine indirekte Exponierung gegenüber SpaceX vor einem möglichen Börsengang später in diesem Jahr und stützt das Argument, dass TSLA einen Aufschlag verdient, der an Musks größeres Geschäftsökosystem gebunden ist.

Doch keine der genannten Entwicklungen beseitigt die Risiken.

Die Auslieferungen von Tesla sind in den vergangenen zwei Jahren jährlich zurückgegangen, und einige Anleger befürchten, dass ein dritter jährlicher Rückgang möglich ist, da Musk weiterhin stark in Robotaxis und humanoide Roboter investiert.

MarketWatch-Seite mit Analystenschätzungen für TSLA spiegelt eine insgesamt neutrale Einschätzung wider, mit einer durchschnittlichen Bewertung „Hold“, einem durchschnittlichen Kursziel von $426.61 und 55 Analystenbewertungen.