Asiatische Märkte uneinheitlich: Chinas Wachstum überrascht, Iran-Krieg dämpft Stimmung

Asiatische Märkte uneinheitlich: Chinas Wachstum überrascht, Iran-Krieg dämpft Stimmung
Devesh Kumar
16. März 2026, 05:14 AM
  • Chinas Daten übertreffen die Erwartungen, heben jedoch die breiteren asiatischen Märkte nicht.
  • Nikkei rutscht ab, da ein schwacher Yen und ein Energieschock Wachstumsängste schüren.
  • Kospi schwankt von frühen Gewinnen zu Verlusten, da der Ölpreisanstieg die Stimmung drückt.

Die asiatischen Märkte eröffneten am Montag überwiegend tiefer, da die Schatten des Iran-Kriegs und hohe Ölpreise weiter auf der Stimmung lasteten.

Die Schiffsbehinderungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus hielten die Ölpreise über $100 je Barrel, sodass Händler sich stärker auf das Inflationsrisiko konzentrierten.

Die vorsichtige Stimmung überwog gegenüber einigen optimistischen Signalen, wie den stärker als erwarteten Januar-Februar-Daten Chinas, die zeigten, dass die Industrieproduktion gegenüber dem Vorjahr um 6.3% stieg, der Einzelhandelsumsatz um 2.8% zunahm und die Investitionen in Sachanlagen unerwartet um 1.8% expandierten.

Nikkei 225 eröffnet zum dritten Tag in Folge im Minus

Tokio gab den Ton für die Region vor: Der Nikkei 225 fiel bis zur Mittagsunterbrechung um 1.3% auf 53,138.42 und der breitere Topix verlor 0.7% auf 3,602.71.

Der Ausverkauf hat den Nikkei seit Beginn der US- und israelischen Luftangriffe auf Iran vor mehr als zwei Wochen nun um mehr als 9% gedrückt.

Investoren kämpfen mit der Aussicht auf eine verlängerte Phase höherer importierter Energiekosten, einen schwächeren Yen und ein verlangsamtes Wachstum in einer Volkswirtschaft, die weiterhin stark von externen Versorgungsschocks abhängig ist.

Der Yen-Rückgang in Richtung der Marke von 160 Yen pro Dollar fügte eine weitere Ebene der Unruhe hinzu und veranlasste Finanzministerin Satsuki Katayama zu der Warnung, die Regierung sei bereit, in den Finanzmärkten entschlossene Maßnahmen zu ergreifen.

Seoul zeigte sich zunächst anders als die regionale Stimmung: Der Kospi eröffnete 23.58 Punkte bzw. 0.43% höher bei 5,510.82.

Der frühe Anstieg deutete auf Schnäppchenjagd und ein gewisses Vertrauen hin, dass koreanische Aktien bereits einen Teil des externen Schocks absorbiert hätten, doch dieser Optimismus hielt im weiteren Handelsverlauf nicht an.

Um 11:20 AM (KST) drehte der Kospi ins Minus und lag 7.53 Punkte bzw. 0.14% tiefer bei 5,479.71, da ausländische und institutionelle Investoren marktgewichtige Titel verkauften und der Ölpreisaufschwung weiterhin die Stimmung dämpfte.

China und Hongkong vorsichtig

Festlandinvestoren verfügten über bessere heimische Daten als die meisten regionalen Kollegen, doch die Zahlen reichten nicht aus, um eine überzeugende Umstellung auf Risikoanlagen (Risk-on) auszulösen.

Das Marktumfeld blieb von kriegsbedingten Energiebedenken dominiert und von der Möglichkeit, dass höhere Ölpreise Margen, Nachfrage und politische Spielräume in ganz Asien belasten werden.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng am Montagvormittag nach dem 251-Punkte-Rückgang am Freitag verhalten; ein gedämpfter Beginn, der die im gesamten Raum vorherrschende Spannung widerspiegelte.

Der Index gewinnt jedoch zum Redaktionsschluss etwas an Schwung und notiert bei rund 25,753.08 Punkten, 1.13% über dem Schlusskurs.

Auch Chinas CSI 300 blieb unter Druck und notierte 0.55% tiefer bei 4,643.43 Punkten.

Indische Benchmarks rutschen früh ins Minus

Indische Aktien-Leitindizes eröffneten am Montag leicht im Minus, nachdem die globalen Märkte gemischte Signale gesendet hatten.

Der Sensex fiel um 106.92 Punkte bzw. 0.14% auf 74,457.00, während der Nifty um 19.85 Punkte bzw. 0.09% auf 23,131.25 zurückging.

Die Marktbreite blieb schwach: 980 Titel gewannen, 1,656 verloren und 218 blieben unverändert.