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Nvidia-Aktie legt nach Huangs Rede nicht zu – Analysten bleiben bullisch

Nvidia-Aktie legt nach Huangs Rede nicht zu – Analysten bleiben bullisch
Utkarsh Roshan
17. März 2026, 17:49 PM
  • Nvidia-Aktie sank trotz starker GTC-Ankündigungen und Prognosen.
  • Das Unternehmen sieht ein Potenzial von $1 trillion an KI-Umsätzen bis 2027.
  • Investoren bleiben angesichts makroökonomischer Risiken und Zweifel an KI-Ausgaben vorsichtig.

Die Aktien von Nvidia gaben im frühen Handel nach der Keynote des CEO Jensen Huang auf der Entwicklerkonferenz leicht nach, da Investoren nicht überzeugt waren, die Veranstaltung werde die Rallye der Aktie neu entfachen.

Nvidia-Aktien lagen 0.4% niedriger bei $182.42, nachdem sie in der vorhergehenden Sitzung nur um 1.7% zugelegt hatten.

Die verhaltene Reaktion setzt ein Muster fort, das bereits bei jüngsten Konferenzen zu beobachten war.

Nach der GTC-Veranstaltung im Oktober 2025 fiel die Aktie am folgenden Tag um 2%, während frühere Events im März 2025 und März 2024 nur Gewinne von etwas mehr als 3% ausgelöst hatten.

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Aktie in enger Spanne wegen makroökonomischer Belastungen

Die Nvidia-Aktie notierte in den vergangenen Monaten überwiegend in einer engen Spanne zwischen $180–$190, was die zunehmende Vorsicht der Anleger widerspiegelt.

Anfängliche Zweifel an der Nachhaltigkeit der Ausgaben für KI-Infrastruktur, die Ende letzten Jahres aufkamen, wurden durch breitere makroökonomische Sorgen weiter verstärkt.

Dazu zählen geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, gesunkene Erwartungen an Zinskürzungen und wachsende Befürchtungen vor einer möglichen Rezession.

Dieses Umfeld macht es selbst starken Unternehmensentwicklungen schwer, einen bedeutenden Aufwärtstrend bei der Aktie auszulösen.

Wall Street bleibt bei Nvidia-Aktie bullisch

Trotz der kurzfristigen Stagnation der Aktie äußern Wall-Street-Firmen weiterhin Vertrauen in Nvidias langfristige Aussichten.

Rosenblatt Securities sagte, Nvidia habe nun Sichtbarkeit auf $1 trillion kumulativer, KI-bezogener Umsätze zwischen 2025 und 2027 und hob damit die Größenordnung und technologische Führerschaft des Unternehmens hervor.

Die Firma verwies zudem auf das CUDA-Software-Ökosystem von Nvidia und dessen mehrgleisigen Ansatz bei Inference als zentrale Wettbewerbsvorteile.

Unterdessen bekräftigte UBS ein Buy-Rating und ein Kursziel von $245 und identifizierte Inference, Infrastruktur und Robotik als wesentliche Wachstumstreiber.

UBS stellte fest, dass die Produktankündigungen größtenteils den Erwartungen entsprachen, hob jedoch einen deutlich optimistischeren Ton in Bezug auf Nvidias Ambitionen im Bereich zentraler Prozessoren hervor.

$1 trillion KI-Umsatzprognose

Die Schlagzeile der Nvidia-GTC war ein erheblicher Aufschlag in der Umsatzprognose des Unternehmens im Zusammenhang mit seinen Next‑Generation‑KI‑Chips.

Huang sagte, das Unternehmen erwarte, mindestens $1 trillion kumulative Umsätze aus seinen Blackwell‑ und Rubin‑Chipplattformen zwischen 2025 und 2027 zu erzielen.

Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber einer früheren Schätzung von $500 billion bis 2026.

Wichtig ist, dass Nvidia klarstellte, die Prognose gelte nur für Blackwell‑ und Rubin‑Prozessoren, was darauf hindeutet, dass der gesamte Umsatz im Rechenzentrum – einschließlich anderer Produkte – die von der Wall Street erwarteten rund $1 trillion in diesem Zeitraum übersteigen könnte.

Analysten sehen Bestätigung, aber keine Überraschung nach oben

Trotz der angehobenen Aussicht sagten Analysten, die Ankündigung bestätige weitgehend vorhandene Erwartungen, anstatt die Prognosen substanziell anzuheben.

Stifel‑Analyst Ruben Roy schrieb, der aktualisierte Auftragsbestand habe die aktuellen Schätzungen „validiert statt erhöht“.

Roy bekräftigte ein Buy-Rating und setzte ein Kursziel von $250, basierend auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25 Mal seinen prognostizierten Gewinnen für 2027.

Derzeit wird Nvidia mit weniger als dem 22‑fachen der erwarteten Vorjahresgewinne gehandelt, laut FactSet‑Daten.

Fokus verschiebt sich auf KI‑Inference

Ein zentrales Thema der Konferenz war Nvidias Vorstoß in den Bereich Inference – dem Prozess, Ergebnisse aus trainierten KI‑Modellen zu erzeugen.

Das Unternehmen stellte ein neues System vor, das für Inference‑Workloads konzipiert ist und seine Next‑Generation‑Vera‑Rubin‑Server mit spezialisierten Chips von Groq kombiniert.

Das System integriert 72 Vera Rubin‑Server mit 256 Language Processing Units (LPUs) und zielt darauf ab, eine latenzarme, hochdurchsatzfähige Leistung für großskalige KI‑Modelle zu liefern.

Nvidia erklärte, man liege weiterhin im Zeitplan, Vera Rubin‑Systeme in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auszuliefern.

Der Schritt soll der wachsenden Konkurrenz durch alternative Chip‑Architekturen begegnen, die für Inference optimiert sind, darunter Alphabets Tensor Processing Units, die in Zusammenarbeit mit Broadcom entwickelt wurden.