Warum Daniel Ives nach dem GTC zunehmend optimistischer für Nvidia ist?

Warum Daniel Ives nach dem GTC zunehmend optimistischer für Nvidia ist?
Devesh Kumar
17. März 2026, 13:18 PM
  • Nvidia legt zu, nachdem das GTC einen stärkeren, breiteren KI-Nachfrageausblick aufzeigt.
  • KI-Ausgaben weiten sich über Cloud-Giganten hinaus auf Unternehmen und staatliche Akteure.
  • Inferenz gilt als wichtiger langfristiger Treiber für Nvidias Umsatzwachstum.

Nvidia (NASDAQ: NVDA) zog am Dienstag im vorbörslichen Handel an, nachdem CEO Jensen Huang in der GTC-Keynote eine größer als erwartet ausgefallene Einschätzung des Marktes für KI-Infrastruktur präsentiert hatte.

Jensens Aussagen wurden von führenden Analysten aufgenommen, wobei Wedbushs Daniel Ives betonte, dass Nvidia für ihn im Zentrum eines sich weiterhin beschleunigenden Ausgabenzyklus steht.​

Die Stimmung auf dem GTC war recht positiv, und ein wesentlicher Grund dafür war, dass Nvidia ein deutlich größeres Bild seiner Zukunftsausrichtung skizziert hat.

Das Unternehmen hob eine starke und wachsende Nachfrage nach Inferenz-Workloads hervor und gab zudem einen ambitionierteren Ausblick für seine Next‑Gen-Systeme wie Blackwell und Vera Rubin.

Nvidia sagt, dass mit diesen Plattformen verbundene Kaufaufträge rund $1 trillion by 2027 erreichen könnten, was einen deutlichen Sprung gegenüber der früheren Schätzung von etwa $500 billion bis 2026 darstellt.

Nvidia-Aktie: GTC stärkt das Sentiment

Die Anleger reagierten stark auf die deutlichere Nachfragekommentierung des Unternehmens, wobei die Nvidia-Aktie am Montag mit einem Plus von 1,65 % schloss.

Im Zentrum dieser Reaktion stand Huangs Aussage, dass die Nachfrage nach beschleunigtem Computing über eine sich erweiternde Kundenbasis hinweg robust bleibt.

Anstatt sich nur auf das Training von KI-Modellen zu konzentrieren, was bislang die große Story war, legt das Unternehmen nun mehr Gewicht auf Inferenz – also darauf, was nach dem Aufbau der Modelle passiert, wenn sie tatsächlich eingesetzt werden.

Die Kernidee ist einfach: KI im großen Maßstab zu betreiben könnte mit der Zeit zu einer noch größeren und beständigeren Umsatzquelle werden.

Und falls das eintrifft, bedeutet das, dass Nvidias Chance nicht nur an den initialen KI-Boom gebunden ist; sie könnte deutlich breiter und dauerhafter sein.

Warum Analysten jetzt optimistischer sind

Die Analysten hatten bereits auf deutlichere positive Signale vom GTC gehofft; Wedbush sagte vor der Veranstaltung, Nvidia könne ein „sehr bullisches“ Update zur Nachfrage nach Unternehmens-KI liefern.

Sie hofften außerdem auf mehr Klarheit zu den Lieferbedingungen und zum Zeitplan für die Markteinführung von Vera Rubin.

Nach der Keynote am Montag berichtete TipRanks, dass Ives Nvidia als „an der Spitze der KI-Nachfragekurve für 2026 & darüber hinaus" beschrieben habe.

Er fügte hinzu, dass die Präsentation dem breiteren Tech-Sektor „einen dringend benötigten Vertrauensschub" gegeben habe.

Für Ives ging es nicht nur um die spektakulären Produktankündigungen. Auffälliger war für ihn das größere Gesamtbild.

Huang wies darauf hin, dass die Nachfrage nicht mehr nur von den großen Cloud-Anbietern kommt.

Nun verzeichnet das Unternehmen Interesse von Startups, traditionellen Unternehmen und sogar staatlich geförderten oder staatlichen Projekten.

Mit anderen Worten: KI-Investitionen sind nicht mehr auf wenige Hände konzentriert; sie erreichen zunehmend eine deutlich breitere Käuferschaft, was das Momentum aufrechterhalten könnte.

Die revidierte Prognose kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren sich fragen, ob der Anstieg der KI-bezogenen Investitionsausgaben bis 2026 anhalten kann.