Dow fällt 700 Punkte, Fed hält Zinsen — heißer PPI schürt Inflationsängste

Dow fällt 700 Punkte, Fed hält Zinsen — heißer PPI schürt Inflationsängste
Ananthu C U
18. März 2026, 21:38 PM
  • US-Aktien fallen, da die Fed die Zinsen hält und nur begrenzte Lockerungen signalisiert.
  • Heißere PPI-Daten und ein starker Ölpreisanstieg schüren Befürchtungen einer anhaltenden Inflation.
  • Technologieaktien uneinheitlich: AMD steigt, Nvidia fällt in volatilem Marktumfeld.

Die Wall Street schloss am Mittwoch deutlich tiefer, nachdem Anleger auf die Entscheidung der Federal Reserve reagierten, die Zinsen unverändert zu lassen, auf den zunehmenden Inflationsdruck und auf eskalierende geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten.

Wichtige US-Indizes bauten ihre Verluste nach der Fed-Ankündigung und neuen Wirtschaftsdaten weiter aus.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um etwa 768 Punkte bzw. mehr als 1,6 %, während der S&P 500 rund 1,36 % verlor und der Nasdaq Composite um etwa 1,46 % nachgab.

Der Dow fiel außerdem unter seinen 200-Tage-Durchschnitt und steuert nun auf den schlechtesten Monat seit 2022 zu.

Fed hält Zinsen, signalisiert nur begrenzte Zinssenkungen

Die Federal Reserve beließ ihren Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,5 % bis 3,75 %, wie erwartet.

Die Entscheidungsträger deuteten an, dass sie weiterhin nur eine Zinssenkung in diesem Jahr erwarten, gaben jedoch keinen klaren Zeitplan an.

In ihrer Stellungnahme nach der Sitzung hob die Zentralbank die Unsicherheit hervor, die sich aus geopolitischen Entwicklungen ergibt.

„Die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US‑Wirtschaft sind ungewiss.“

Fed‑Chef Jerome Powell räumte ein, dass die Fortschritte bei der Inflation langsamer ausfallen könnten als zuvor erhofft.

„Die Prognose ist, dass wir Fortschritte bei der Inflation erzielen werden, nicht so viele, wie wir gehofft hatten, aber immerhin einige Fortschritte“, sagte Powell.

Marktteilnehmer werteten die Haltung der Fed als vorsichtig, wobei die Entscheider die Inflationssorgen gegen Anzeichen einer stabilen Wirtschaft abwägen.

Heißere Inflationsdaten und Ölpreisrally belasten die Stimmung

Die Anlegerstimmung wurde zusätzlich durch stärker als erwartete Großhandelsinflationsdaten belastet.

Der Producer Price Index (PPI) stieg im Februar um 0,7 %, deutlich über den Erwartungen von 0,3 %, während die jährliche PPI um 3,4 % zulegte und die Prognosen von 2,9 % übertraf.

Die Daten bestärkten die Befürchtungen, dass die Inflation hartnäckig bleibt, insbesondere da steigende Ölpreise den Kostendruck verstärken.

Die Ölpreise schossen nach oben, als sich die geopolitischen Spannungen verschärften.

Brent kletterte um 7 % auf über 110 $ pro Barrel nach Berichten über Angriffe auf iranische Energieanlagen, während US-Öl ebenfalls auf erhöhtem Niveau nahe 98 $ gehandelt wurde.

Uneinheitliche Unternehmensbewegungen im volatilen Marktumfeld

Trotz des breiten Marktausverkaufs zeigten einzelne Aktien unterschiedliche Entwicklungen.

Technologieaktien zeigten etwas Widerstandsfähigkeit, wobei AMD zulegte, nachdem das Unternehmen seine Partnerschaft mit Samsung bei Speicherchips für KI-Infrastrukturen ausgeweitet hatte.

Auch Micron Technology und SanDisk zogen vor den Quartalszahlen und aufgrund anhaltender Stärke im Halbleiterbereich an.

Nvidia-Aktien gaben hingegen nach, obwohl das Unternehmen von Peking die Genehmigung erhalten hatte, bestimmte KI-Chips in China zu verkaufen.

Unterdessen erholten sich die Vermögensverwalter Apollo Global Management und Ares Management nach jüngsten Verlusten im Zusammenhang mit Sorgen um Private-Credit-Geschäfte.

Auch Konsumwerte verzeichneten Gewinne.

Lululemon kletterte nach seinen Quartalsergebnissen deutlich, während die Macy’s-Aktie anstieg, nachdem der Einzelhändler einen geringeren als erwarteten Einfluss durch Zölle signalisiert hatte und stärkere Gewinne meldete.

Der Markt bleibt sehr sensitiv gegenüber makroökonomischen Entwicklungen, insbesondere dem Verlauf der Inflation, den Energiepreisen und geopolitischen Risiken.

Da die Fed nur begrenzte Lockerungen signalisiert und die Inflationsdaten heißer als erwartet ausfielen, bereiten sich Anleger auf anhaltende Volatilität vor, während sie das Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und Preisstabilität bewerten.