Warum chinesische Aktien nach Nvidia‑Chef Huangs OpenClaw‑Empfehlung steigen

Warum chinesische Aktien nach Nvidia‑Chef Huangs OpenClaw‑Empfehlung steigen
Devesh Kumar
18. März 2026, 08:38 AM
  • Nvidia‑CEO Jensen Huang bezeichnet OpenClaw als „das nächste ChatGPT“.
  • Chinesische KI‑Aktien steigen, da sich die Anlegerstimmung stärkt.
  • Lokale Regierungen treiben Subventionen voran, um OpenClaw‑Ökosysteme aufzubauen.

Chinesische KI‑Aktien steigen am Mittwoch stark, nachdem Nvidia‑Chef Jensen Huang den Anlegern genau das Signal gegeben hat, auf das sie gewartet hatten.

Huang unterstützte OpenClaw öffentlich auf Nvidias Flaggschiff‑Event, ein deutliches Signal von einem der einflussreichsten Chip‑Player im KI‑Bereich.

Aktien wie MiniMax und Zhipu stiegen am Mittwoch um mehr als 20%, da Huangs Äußerungen ein Thema befeuerten, das bereits in Chinas Tech‑Markt an Fahrt gewonnen hatte.

Die Rally traf auf einen Markt, der sich bereits auf einen OpenClaw‑Trade vorbereitete, sodass der Sprung am Mittwoch weniger wie ein zufälliger Ausreißer und mehr wie eine Beschleunigung wirkte.

Was sagte der Nvidia‑Chef?

Im CNBC‑Interview im Rahmen der GTC sagte der Nvidia‑Chef, OpenClaw sei „definitiv das nächste ChatGPT“ und stellte es als einen bedeutenden Wandel dar, wie Menschen mit KI interagieren.

Huang beschrieb die Technologie als einen Schritt über KI‑Chatbots hinaus hin zu KI‑Agenten.

Diese Idee ist zur zentralen Investment‑These geworden.

Huang sagte, jedes Unternehmen brauche jetzt eine OpenClaw‑Strategie, und nach dem, was Teilnehmer über seine Keynote berichteten, verglich er es mit großen Plattformen wie Windows, Linux, Kubernetes und HTML.

Für Anleger klingt diese Formulierung wie ein grünes Licht, da sie signalisiert, dass Nvidia OpenClaw nicht als Nischen‑Tool, sondern als grundlegende Computing‑Schicht betrachtet.

Am selben Tag gab es einen zweiten Katalysator.

Huang sagte außerdem, Nvidia habe aus China Bestellungen für H200‑Prozessoren erhalten und nehme die Produktion wieder auf, um dieser Nachfrage gerecht zu werden.

Chinas "Lobster"‑Rausch lief bereits heiß

Huang entfachte Chinas Interesse an OpenClaw nicht; er hat es nur verstärkt.

Anfang des Monats ritten Tencent, Zhipu und MiniMax bereits auf einer lokalen Hype‑Welle, während Unternehmen eilig OpenClaw‑fertige Produkte auf den Markt brachten und Anleger einstiegen.

Die Aktien von MiniMax und Zhipu verzeichneten einen deutlichen Sprung, nachdem sie OpenClaw‑Tools in ihr Angebot integriert hatten.

MiniMax fiel bereits vor der GTC auf.

Die Aktie sprang am 10. März an einem einzigen Tag um über 28% und trieb ihre Marktkapitalisierung nach einer massiven Post‑IPO‑Rallye über HK$380 billion.

Der gleiche Bericht deutet jedoch auch an, warum einige Anleger vorsichtiger werden: MiniMax erzielte 2025 nur $79 million Umsatz.

Auffällig an der China‑Story ist, wie schnell sie über reine Software hinaus in Kultur und Politik vorgedrungen ist.

Lokale Berichte aus dem Longgang‑Bezirk von Shenzhen zeigen, dass Beamte bereits über „Lobster Service Zones“ für OpenClaw sprechen, ergänzt durch Subventionen für Datendienste.

Einige Maßnahmen sehen vor, bis zu 50% bestimmter Kosten für Daten‑Governance zu übernehmen und rund 30% für spezielle KI‑Speichergeräte.

Die Entwicklungen deuten darauf hin, dass die lokalen Regierungen aggressiv versuchen, ein vollständiges Ökosystem darum herum aufzubauen.

Vorerst beruht ein Großteil des Optimismus auf Huangs Glaubwürdigkeit.

Seine Unterstützung hat Chinas KI‑Handel zwar definitiv neuen Schub verliehen, doch was als Nächstes geschieht, hängt entscheidend davon ab, ob Unternehmen den Hype in reale Nutzung und stabile Umsätze ummünzen können.