Asiatische Märkte stürzen ab – Nahost-Angriffe lösen Öl-Schock aus

Asiatische Märkte stürzen ab – Nahost-Angriffe lösen Öl-Schock aus
Devesh Kumar
19. März 2026, 05:24 AM
  • Öl springt über $110 nach neuer Eskalation im Nahen Osten.
  • Asiatische Märkte rutschen ab, angeführt von Japan und Südkorea.
  • Fed und BoJ signalisieren, dass Inflationsrisiken noch nicht vorüber sind.

Asiatische Märkte fielen zum Handelsbeginn am Donnerstag nach der Eskalation geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.

Brent-Öl kletterte über $110 pro Barrel, nachdem Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur die Befürchtung einer breiteren Angebotsverknappung verstärkten.

Die Entwicklung folgte, nachdem Teheran eine bedeutende Energieanlage in Katar als direkte Reaktion auf Israels Angriff auf das South Pars-Gasfeld getroffen hatte.

Das ist eine klare Eskalation, und die Märkte reagieren schnell, wobei die Energiepreise bei steigenden Spannungen anziehen.

Japan und Korea knicken ein

Japan führte die Verluste an: Der Nikkei 225 fiel in den frühen Handelsstunden um rund 2,4%, als Anleger den Öl‑Schock verarbeiteten.

Zudem ist die Stimmung in Japan bereits vorsichtig, da die Bank of Japan (BoJ) ihre Zinsen bei 0,75% stabil hielt.

Der Druck auf die Aktien in Tokio spiegelt eine schwierige Gemengelage für japanische Investoren wider.

Steigende Rohölpreise erhöhen die Gefahr importierter Inflation für eine Volkswirtschaft, die stark von Energiekosten abhängig bleibt.

Südkorea büßte ebenfalls einen Teil des Optimismus der Vortagssitzung ein.

Der Kospi fiel um 1,65% auf 5.827,07 im Marktbericht des Nutzers und drehte damit einen Teil des 5,04%‑Schubs vom Mittwoch zurück.

Wie in Japan ist die Lage in Südkorea ähnlich, da der externe Energieschock genau in dem Moment eintrifft, in dem die Zentralbanken versuchen, eine ohnehin schon komplizierte Inflationslage zu steuern.

Hongkong spürt es am stärksten

Der Hang‑Seng‑Index in Hongkong eröffnete am Donnerstag rund 1,68% tiefer bei etwa 25.593,03 Punkten.

Der Ausverkauf in Hongkong wirkt schwerwiegender als auf dem Festland, weil der Markt stärker dem globalen Finanzsentiment ausgesetzt ist.

Das chinesische Festland hingegen wirkte etwas abgefedert, obwohl es keineswegs immun war.

Der Shanghai Composite eröffnete bei 4.028,54, ein Minus von 34,44 Punkten bzw. 0,85%, nach einem Schluss bei 4.062,98 am Mittwoch.

Diese relative Widerstandsfähigkeit passt zum breiteren Muster chinesischer Aktien in diesem Monat.

Die indischen Märkte wurden am Donnerstag getroffen und durchbrachen eine dreitägige Gewinnserie, als die Ölpreise nach einer erneuten Eskalation im Iran‑Konflikt anstiegen und Brent über $110 pro Barrel trieb.

Gegen 9:30 Uhr (IST) war der Sensex um fast 1.519 Punkte (etwa 2%) auf 75.185 gefallen, während der Nifty um 456 Punkte bzw. 1,9% nachgab und bei 23.322 notierte.

Öl‑Schock trifft auf Fed‑Warnung

Der zentrale Grund für die Schwäche am Donnerstag ist die Energie.

Nach dem iranischen Schlag haben die katarischen Behörden entschieden, die Produktion in Ras Laffan, der weltweit größten LNG‑Exportanlage, stillzulegen.

Die Anlage macht etwa ein Fünftel des weltweiten LNG‑Angebots aus und ist einer der wichtigsten Exporteure nach Europa.

Außerdem kam die weithin erwartete Entscheidung der US‑Notenbank, die Leitzinsen unverändert zu lassen nicht ohne ernsthafte Warnungen zur Inflation.

Jerome Powell dämpfte Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen und sagte, die Inflation nehme sich nicht so stark zurück, wie man erwartet hatte.