Warum trotzt Accenture dem heutigen Tech-Abverkauf?

Warum trotzt Accenture dem heutigen Tech-Abverkauf?
Ananthu C U
19. März 2026, 16:35 PM
  • Accenture steigt um 5,7 %: KI-Nachfrage treibt Gewinnüberraschung an.
  • Hoher Auftragseingang von 22,1 Mrd. US-Dollar signalisiert robuste IT-Ausgaben der Unternehmen.
  • Prognose leicht angehoben, aber makroökonomische Risiken belasten.

Die Accenture-Aktie stieg am Donnerstag um 5,7 %, trotz eines breiteren Ausverkaufs im Technologiesektor, nachdem der Beratungsriese im zweiten Quartal stärker als erwartet abgeschnitten hatte, angetrieben von beschleunigter Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und Cloud-Diensten.

Das Unternehmen meldete ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,93 US-Dollar für das Quartal und übertraf damit die Analystenschätzungen von 2,84 US-Dollar; im Vorjahr waren es 2,82 US-Dollar.

Der Umsatz stieg um etwa 8 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 18 Mrd. US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 17,84 Mrd. US-Dollar.

Der Auftragseingang erhöhte sich auf 22,1 Mrd. US-Dollar, was die anhaltende Nachfrage nach groß angelegten Transformationsprojekten widerspiegelt.

Die Zahlen kommen zu einer Zeit, in der Software- und Beratungswerte unter Druck geraten sind, da Bedenken bestehen, dass KI traditionelle Geschäftsmodelle stören könnte.

KI-getriebene Nachfrage stärkt Wachstum und Auftragseingang

Accentures Wachstum wurde hauptsächlich durch starke Nachfrage von Unternehmen getrieben, die in KI und digitale Transformation investieren.

„Wir beschleunigen unsere wichtige Arbeit mit Kunden, um fortgeschrittene KI unternehmensweit zu skalieren, und wir sehen starkes, KI-getriebenes Wachstum“, sagte CEO Julie Sweet.

Das Unternehmen erklärte, es erwarte, seine Zusammenarbeit mit „aufstrebenden KI- und Daten-Ökosystempartnern“ wie Anthropic, OpenAI und Palantir mehr als zu verdoppeln, was seine Strategie unterstreicht, sich in der Mitte der unternehmerischen KI-Adoption zu positionieren.

Globale Beratungsfirmen, darunter Accenture und Cognizant, profitieren von der steigenden Nachfrage nach externer Technologiekompetenz, da Unternehmen Prozesse automatisieren und ihre Abläufe modernisieren wollen.

Im Fall von Accenture wuchsen Managed Services – die inzwischen 51 % des Umsatzes ausmachen – weiter schneller als das Consulting, was eine Verschiebung hin zu wiederkehrenden, ergebnisorientierten Engagements widerspiegelt.

Die operative Effizienz verbesserte sich ebenfalls: Die Auslastung stieg auf 93 % und die operative Marge dehnte sich auf 13,8 % gegenüber 13,5 % im Vorjahr aus.

Starker Auftragseingang unterstreicht anhaltende Kundennachfrage

Der Auftragseingang von Accenture erreichte im Quartal 22,1 Mrd. US-Dollar und signalisiert trotz makroökonomischer Unsicherheit eine robuste Pipeline.

„Rekord-Auftragseingänge zeigen, dass Accenture von Unternehmen gesucht wird, um sie durch die komplexe neue Welt zu führen, in deren Zentrum KI steht, aber es gibt große Fragezeichen, wie diese Ausgaben im kommenden Jahr schwanken könnten“, sagte Danni Hewson, Leiterin der Finanzanalyse bei AJ Bell, in einem Reuters-Bericht.

Die Performance des Unternehmens wurde durch Stärke im Raum Asien-Pazifik und die anhaltende Nachfrage nach groß angelegten Transformationsinitiativen gestützt, insbesondere solchen, die mit KI-Readiness zusammenhängen.

Gleichzeitig investiert Accenture stark, um das Wachstum zu halten; CEO Julie Sweet gab an, dass Akquisitionen von KI-fokussierten Vermögenswerten und schnell wachsenden Firmen in diesem Jahr etwa 5 Mrd. US-Dollar an Ausgaben ausmachen werden.

Das Unternehmen integriert KI zudem tiefer in seine Abläufe und macht Mitarbeiterbeiträge zu KI-getriebener Arbeit zu einem Bestandteil der Leistungsbewertungen.

Prognose zeigt vorsichtigen Optimismus angesichts makroökonomischer Risiken

Trotz starker Quartalszahlen spiegelt Accentures Ausblick eine gewisse Vorsicht wider.

Das Unternehmen hob das untere Ende seiner Umsatzwachstumsprognose für das Geschäftsjahr in Lokalwährung auf 3 % bis 5 % an (zuvor 2 % bis 5 %) und verengte seine Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 13,65 bis 13,90 US-Dollar.

Die aktualisierte Prognose blieb jedoch hinter den Erwartungen einiger Analysten zurück, wobei Konsensschätzungen auf stärkeres Wachstum hindeuteten.

Accenture wies auch auf mögliche Gegenwinde hin, darunter eine prognostizierte Umsatzbelastung von 1 % im Fiskaljahr 2026 durch reduzierte Bundesausgaben.

Das Unternehmen erklärte, seine Prognose spiegele die bestmögliche Einschätzung der potenziellen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die globale Nachfrage wider.