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Morgenüberblick: Öl fällt, Nikkei stürzt, BoE-Ausblick verschiebt sich

Morgenüberblick: Öl fällt, Nikkei stürzt, BoE-Ausblick verschiebt sich
Devesh Kumar
20. März 2026, 08:25 AM
  • Öl fällt in Erwartung iranischer Lieferungen, Risiken bleiben jedoch erhöht.
  • Nikkei rutscht in den Korrekturbereich, da Energie‑Ängste Japan belasten.
  • FCC genehmigt Nexstar‑Tegna‑Deal trotz rechtlicher Herausforderungen.

Die globalen Märkte wirkten am Freitag nervös, da Anleger neue Stressanzeichen in Rohstoffen, Aktien und der Geldpolitik abwogen.

Öl gab nach in der Hoffnung auf zusätzliche iranische Lieferungen, doch Ängste vor Störungen im Nahen Osten hielten den Ausblick fragil.

In Asien rutschte Japans Nikkei tiefer in den Korrekturbereich, während in den USA die FCC einem milliardenschweren TV-Deal zustimmte.

Zurückhaltend stimmte auch die Einschätzung von Goldman Sachs, das nun davon ausgeht, dass die Bank of England die Zinsen länger hoch halten wird als erwartet.

Öl fällt wegen Hoffnungen auf iranische Lieferungen

Die Ölpreise gaben am Freitag nach, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent sagte, Washington könne bald etwa 140 Millionen Barrel sanktionierten iranischen Rohöls, das bereits auf Tankern lagert, in den Markt lassen.

Der Schritt zielt darauf ab, den Angebotschock abzumildern und die Preise zu dämpfen.

Brent fiel um etwa 2 % auf rund 106 $ pro Barrel, während US-Rohöl um rund 1,6 % auf etwa 94 $ sank.

Bessent sagte, die zusätzlichen Barrel könnten helfen, die Preise für die nächsten 10 bis 14 Tage zu begrenzen, während die Störung in der Straße von Hormus weiterhin die Lieferströme verknappt.

Citi warnte, Brent und WTI könnten in den nächsten ein bis drei Monaten noch in Richtung 120 $ klettern und bei einer Verschlechterung der Ausfälle bis auf 150 $ steigen.

Nikkei 225 stürzt um über 3 %

Japans Nikkei 225 fiel am Freitag um mehr als 3 % und drängte den Leitindex damit in den Korrekturbereich, nachdem er seit seinem Jahreshoch um etwa 10 % gefallen war.

Der Ausverkauf folgte der Schwäche an der Wall Street und verschärfte sich, als Anleger befürchteten, der Iran-Konflikt könnte die Energiepreise hoch halten.

Die Bank of Japan trug zur vorsichtigen Stimmung bei, nachdem sie auf steigende Energiesrisiken hingewiesen hatte.

Obwohl die Ölpreise später im Handel nachgaben, war die Entlastung für Japan begrenzt, da das Land weiterhin stark von importierten Energiekosten betroffen ist.

FCC genehmigt Nexstar‑Tegna‑Deal

Die Federal Communications Commission hat den Kauf der lokalen TV‑Stationen von Tegna durch Nexstar Media Group für 3,54 Mrd. $ genehmigt.

Der Beschluss räumt eines der größten verbleibenden Hindernisse für einen Deal aus dem Weg, der die größte Gruppe von Fernsehsendern in den USA schaffen wird.

Nexstar erklärte, die Übernahme kurz nach der Freigabe sowohl durch die FCC als auch das Justizministerium abgeschlossen zu haben.

Das kombinierte Unternehmen dürfte etwa 80 % der US‑TV‑Haushalte erreichen, nachdem die FCC zugestimmt hatte, ihre nationale Eigentumsobergrenze für Rundfunk von 39 % auszusetzen.

Die Entscheidung fiel trotz rechtlicher Einsprüche von acht von Demokraten geführten Bundesstaaten und einer separaten Klage von DirecTV.

Die Klagen argumentieren, die Fusion würde Nexstar zu viel Marktmacht verleihen.

Goldman sieht BoE‑Pause länger

Goldman Sachs hat seine Erwartung für Zinssenkungen der Bank of England auf 2027 verschoben und argumentiert, die Währungshüter dürften die Zinsen länger unverändert lassen, da die Inflationsrisiken intensiver werden.

Die Wendung folgte, nachdem die BoE ihren Leitzins (Bank Rate) unverändert bei 3,75 % beließ und warnte, dass die Inflation in den nächsten zwei Quartalen auf rund 3,5 % steigen könnte.

Goldman hatte zuvor erwartet, dass im Juli mit Zinssenkungen um einen Viertelprozentpunkt begonnen würde, sieht nun jedoch einen langsameren Lockerungsfahrplan, der erst im nächsten Jahr beginnt.

Die Bank wies außerdem auf ein erhebliches Risiko für eine weitere Anhebung hin, falls die globalen Energiepreise weiter steigen.