US-Markt setzt Ausverkauf am Freitag fort – Dow Jones minus 100 Punkte

US-Markt setzt Ausverkauf am Freitag fort – Dow Jones minus 100 Punkte
Ananthu C U
20. März 2026, 14:55 PM
  • Aktien fallen, da der Iran-Konflikt Öl anheizt und den Ausblick auf Fed-Zinssenkungen trübt,
  • Öl-Rally verschiebt Zinssenkungswetten; Märkte von Volatilität getroffen.
  • Triple Witching und Geopolitik drücken Aktien; Energiewerte übertreffen.

Die Wall Street eröffnete am Freitag tiefer, da sich der eskalierende Konflikt mit Iran der vierten Woche näherte, die Energiemärkte verunsicherte und Anleger zwang, ihre Erwartungen an Zinssenkungen durch die Federal Reserve neu zu bewerten.

Der Dow Jones Industrial Average, der S&P 500 und der Nasdaq 100 eröffneten alle tiefer.

Der Dow Jones Industrial Average lag 0.23% oder 104 Punkte im Minus. Der S&P 500 fiel um 0.45%, während der Nasdaq 100 um 0.64% nachgab.

Der Konflikt zeigte keine Anzeichen einer Entspannung: Berichten zufolge griff Iran eine Ölraffinerie in Kuwait an, und es gab Diskussionen über mögliche US-Maßnahmen, die sich gegen Kharg Island in Iran richten könnten.

Diese Entwicklungen schürten die Befürchtung von Störungen in der Straße von Hormus, einer wichtigen globalen Öl-Route.

Die Ölpreise setzten nach einer kurzen Entspannung ihre Rally fort. Brent-Rohöl stieg bis auf $111.22 je Barrel, während West Texas Intermediate auf $96.40 kletterte, wodurch die Energiemärkte volatil blieben und zusätzlicher Druck auf Aktien entstand.

Ölpreise trüben den Ausblick für die Fed-Politik

Der Anstieg der Ölpreise hat die Lage für die Entscheidungsträger der Federal Reserve zusätzlich verkompliziert.

Während die Verantwortlichen weiterhin mindestens eine Zinssenkung in diesem Jahr prognostizieren, haben sich die Markterwartungen deutlich verschoben.

Händler verschieben ihre Wetten nun auf eine Zinssenkung im Jahr 2027, verglichen mit Dezember 2026 Anfang dieses Monats.

Fed-Gouverneur Christopher Waller warnte, dass anhaltend hohe Ölpreise, wenn sie sich über Monate halten, in die Kerninflation einfließen könnten.

Trotz der Unsicherheit gaben einige Unternehmenssignale Anlass zur Beruhigung.

FedEx veröffentlichte optimistische Prognosen und erklärte, die globale Nachfrage bleibe stabil, woraufhin die Aktie um 3.2% zulegte.

Konkurrent United Parcel Service legte ebenfalls zu.

Die Energiekonzerne Halliburton und Cheniere Energy handelten am Freitag ebenfalls höher.

Volatilität steigt im Zuge von „Triple Witching“ und schwachem Trend

Die Märkte sahen sich zudem technischen und strukturellen Belastungen gegenüber.

Der Freitag markierte das vierteljährliche „Triple-Witching“-Ereignis – wenn Aktienoptionen, Indexoptionen und Futures gleichzeitig verfallen – was häufig zu erhöhten Handelsvolumina und stärkerer Volatilität führt.

Der CBOE Volatility Index zog leicht an und spiegelte die Unruhe der Anleger wider.

Die wichtigen Indizes steuerten auf ihren vierten wöchentlichen Verlust in Folge zu, wobei alle drei unter ihre 200-Tage-Linien fielen, einem wichtigen langfristigen technischen Indikator.

Der auf Small Caps fokussierte Russell 2000 geriet Anfang der Woche kurzzeitig in Korrekturterritorium.

Dow und Nasdaq liegen jeweils rund 8% unter ihren Allzeithochs vom February 10 bzw. October 29.

Der S&P 500 liegt 5% unter seinem Allzeithoch.

Die Sektoren entwickelten sich deutlich unterschiedlich.

Energieaktien setzten ihre Rekordgewinnserie fort und profitierten von geopolitischen Risiken und höheren Rohölpreisen.

Unterdessen zeigten Technologiewerte gemischte Bewegungen: Micron notierte im Plus, während AMD fiel.

Super Micro Computer hingegen stürzte um 24.6% ab, nachdem berichtet wurde, dass Personen mit dem Unternehmen in Verbindung in einem $2.5 Milliarden schweren Technologieschmuggel-Fall im Zusammenhang mit China angeklagt wurden.

Die Amazon-Aktie fiel um 1%, nachdem ein Reuters-Bericht meldete, das Unternehmen plane, ein neues Smartphone auf den Markt zu bringen, um gegen Apple und Samsung anzutreten.

Die Anlegerstimmung bleibt fragil. Wie Wells-Fargo-Stratege Scott Wren feststellte: „Das gesamte kurzfristige Geschehen hängt davon ab, ob die Meerenge offen bleibt,“