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Abend-Update: Bitcoin fällt, Jamie Dimon warnt vor KI-bedingten Jobverlusten

  • Bitcoin fällt, da Kryptowerte wegen Ängsten vor Stablecoin-Regulierung nachgeben.
  • Arm stellt auf KI-Chipherstellung um, unterstützt von Meta und OpenAI.
  • Jamie Dimon warnt, dass KI in den USA rasche Arbeitsplatzverluste auslösen könnte.

Am Dienstag zog Bitcoin zurück, während kryptobezogene Aktien nachgaben. 

Arm kündigte eine Verlagerung zur internen Produktion von KI-Chips an, während Jamie Dimon vor KI-bedingten Arbeitsplatzverlusten in den USA warnte. 

Bitcoin fällt im Zeichen von Risikoaversion

Bitcoin gab am Dienstag nach und näherte sich wieder der $69,000-Marke, da die breitere Schwäche bei Aktien auf die Kryptomärkte übergriff. 

Nachdem er zuvor in der Sitzung nahe $71,000 gehandelt worden war, fiel der Token zum Zeitpunkt der Berichterstattung auf rund $69,400.

Andere große Kryptowährungen, darunter Ethereum, Solana und XRP, fielen in den vergangenen 24 Stunden ebenfalls um 2% bis 3%.

Trotz der kurzfristigen Schwäche haben die längerfristigen Dynamiken von Bitcoin Aufmerksamkeit erregt. 

Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf nahezu -0.9 gefallen, ein Drei-Jahres-Tief, was darauf hindeutet, dass sich die beiden Vermögenswerte in entgegengesetzte Richtungen bewegen. 

Historisch ging eine solche Divergenz mit markanten Bitcoin-Tiefs einher.

Analysten verwiesen zudem auf zunehmende Accumulation durch Wale und technischen Support oberhalb kurzfristiger gleitender Durchschnitte als Anzeichen dafür, dass die Baissephase sich dem Ende nähern könnte.

Circle-Aktie stürzt wegen regulatorischer Befürchtungen ab

Die Aktien von Circle fielen deutlich und verzeichneten den stärksten Rückgang in der Unternehmensgeschichte, nachdem Investoren auf mögliche Änderungen der US-Stablecoin-Regulierung reagierten. 

Die Aktie sank um bis zu 25% und führte die Verluste bei kryptobezogenen Titeln an.

Auch Coinbase gab nach und verlor bis zu 11%, während andere Unternehmen, darunter MARA Holdings, Bullish, Galaxy Digital und Robinhood, ebenfalls nachgaben.

Der Ausverkauf wurde durch Bedenken rund um den vorgeschlagenen Clarity Act, der Prämien auf Stablecoin-Bestände einschränken könnte. 

Die Gesetzesinitiative könnte verhindern, dass Börsen Anreize für Token wie USDC anbieten, und damit einen wichtigen Treiber der Nutzerakzeptanz schwächen.

Der Wettbewerb verschärft sich zudem. 

Tether kündigte an, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Big Four mit einer vollständigen Prüfung beauftragt zu haben, was Spekulationen über eine mögliche Expansion in den US-Markt anheizte.

Arm setzt auf eigene KI-Chips

Arm Holdings kündigte Pläne an, sein erstes intern entwickeltes Siliziumprodukt zu entwerfen und zu verkaufen, was eine bedeutende Abkehr vom traditionellen Lizenzmodell darstellt.

Der neue Prozessor mit der Bezeichnung AGI CPU soll KI-Workloads in Rechenzentren antreiben und könnte eine Umsatzchance in Milliardenhöhe eröffnen. 

CEO Rene Haas bezeichnete den Schritt als einen Wendepunkt für das Unternehmen.

ARM hat historisch Chip-Designs an Unternehmen wie Qualcomm und Nvidia lizenziert, doch die neue Strategie führt zu direkterem Wettbewerb mit seinen eigenen Kunden.

Der Chip ist für fortgeschrittene KI-Anwendungen konzipiert, einschließlich autonomer KI-Agenten, und verfügt über bis zu 136 Kerne. 

Die Fertigung wird von TSMC mit fortschrittlicher 3-Nanometer-Technologie übernommen.

Große Technologieunternehmen, darunter Meta und OpenAI, unterstützen die Initiative, was die starke Unterstützung der Branche unterstreicht.

Jamie Dimon warnt vor KI-bedingten Arbeitsplatzverlusten

Jamie Dimon warnte, dass künstliche Intelligenz zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten in den USA führen könnte, und forderte Zusammenarbeit zwischen Regierung und Unternehmen, um die Auswirkungen abzumildern.

„[Wenn] es plötzlich Arbeitslosigkeit schafft, ist das ein großes Problem für die Gesellschaft“, sagte Dimon während einer Podiumsdiskussion beim Hill and Valley Forum in Washington.

Er fügte hinzu, dass Unternehmen eine Rolle bei der Umschulung von Beschäftigten spielen müssten, während Regierungen Anreize zur Unterstützung von Arbeitsmarktsübergängen schaffen könnten. 

„Es kommt, es wird schnell kommen“, sagte Dimon und warnte, dass durch KI getriebene Disruption schneller eintreten könnte als frühere technologische Veränderungen.

Die Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem politische Entscheidungsträger sich zunehmend auf die möglichen Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt konzentrieren; in Washington gibt es Vorschläge, um die Verdrängung von Arbeitsplätzen zu erfassen und zu steuern.