Meta Platforms-Aktie: Warum der Bärenmarkt noch nicht vorbei ist

Meta Platforms-Aktie: Warum der Bärenmarkt noch nicht vorbei ist
Crispus Nyaga
25. März 2026, 15:22 PM
  • Der Kurs der Meta Platforms-Aktie ist seit dem Allzeithoch um 25% gefallen.
  • Es bestehen Bedenken wegen stark steigender Investitionsausgaben, die mit künstlicher Intelligenz zusammenhängen.
  • Die Aktie hat eine Kopf-Schulter-Formation ausgebildet, was auf weiteren Rückgang hindeutet.

Der Kurs der Meta Platforms-Aktie ist in einen technischen Bärenmarkt gefallen, nachdem er gegenüber dem Höchststand des Vorjahres um mehr als 25% eingebrochen ist.

Am Donnerstag fiel er auf $592, den niedrigsten Stand seit dem 24. November.

Meta Platforms-Aktie fällt angesichts erhöhter KI-Ausgaben 

Meta Platforms, die Muttergesellschaft von Facebook, Instagram und WhatsApp, ist in den vergangenen Monaten stark gefallen. Dadurch schrumpfte ihre Marktkapitalisierung von fast $2 trillion auf heute $1,5 trillion.

Der anhaltende Kursrückgang bei der Meta Platforms-Aktie ist größtenteils auf die anhaltenden Verluste einiger der größten Technologieunternehmen zurückzuführen.

Beispielsweise ist die Microsoft-Aktie von ihrem Allzeithoch von $550 auf $372 gefallen. Amazon sank von seinem Rekordhoch von $258 auf $207. 

Ein wesentlicher Grund für den anhaltenden Abverkauf der Meta Platforms-Aktie ist, dass das Unternehmen seine Ausgaben im Bereich künstliche Intelligenz deutlich erhöht hat.

In den jüngsten Ergebnissen schätzte das Unternehmen, dass es in diesem Jahr $135 billionen an Investitionsausgaben veranschlagen werde. 

Der Großteil dieser Ausgaben dient der Unterstützung der Sparte Meta Superintelligence.

Diese Ausgaben werden deutlich höher ausfallen als die $72 billionen, die im letzten Jahr aufgewendet wurden.

Die Ausgaben sind Teil der anhaltenden Investitionsausgaben im KI-Bereich bei den führenden Unternehmen der Branche, die in diesem Jahr voraussichtlich auf über $650 billionen steigen werden.

Neben diesen Investitionsausgaben zahlt das Unternehmen auch Milliarden an Löhnen.

Laut WSJ beliefen sich die mit Mitarbeiter-Aktienzuwendungen verbundenen Kosten im vergangenen Jahr auf rund $42 billionen.

Kürzlich schloss es einen $27 billionen-Deal mit Nebius, einem führenden, von NVIDIA unterstützten Neocloud-Unternehmen.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass die KI-Tools von Meta Platforms gegenüber Plattformen wie ChatGPT, Claude und Anthropic keinen Marktanteil gewinnen.

Meta ist günstig bewertet 

Trotz der Herausforderungen schneidet Meta Platforms gut ab, wie die jüngsten Finanzergebnisse zeigen.

Die Zahlen zeigten, dass der Umsatz im vierten Quartal auf $59,88 billionen stieg, nach $48 billionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Nettogewinn des Unternehmens stieg auf über $22,76 billionen von über $20,8 billionen. Das Ergebnis je Aktie kletterte von $8,02 auf $8,88 im Vorjahresvergleich.

Dieses Wachstum erfolgt, während seine Rolle im digitalen Werbemarkt weiter zunimmt. 

Analysten erwarten, dass das Wachstum des Unternehmens in absehbarer Zeit anhalten wird.

Die durchschnittliche Schätzung geht davon aus, dass der Umsatz in diesem Quartal um 31% auf über $55,45 billionen steigen wird.

Man rechnet damit, dass der Jahresumsatz auf $251 billionen ansteigt, ein Plus von 24% gegenüber dem Vorjahr. Im Folgejahr sollen es über $296 billionen werden.

Das Unternehmen strebt nun an, seine Marktkapitalisierung von derzeit $1,5 billionen auf $9 billionen zu steigern.

Leitende Führungskräfte, darunter der Chief Technology Officer (CTO), der Chief Product Officer und der Chief Financial Officer, werden Millionen Dollar verdienen, sobald das Unternehmen diese Bewertung erreicht.

Meta Platforms gilt zudem als stark unterbewertet, da die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward P/E) von 19 und einem Forward-PEG von 0,89 gehandelt wird.

Diese Multiples liegen deutlich unter denen des S&P-500-Index.

Technische Analyse des Meta-Aktienkurses 

META-Aktienchart | Quelle: TradingView 

Der Drei-Tage-Chart zeigt, dass der Meta-Aktienkurs in den letzten Monaten eingebrochen ist und sich von einem Hoch von $795 im August des Vorjahres auf aktuell $592 bewegt.

Er fiel unter das 23,6% Fibonacci-Retracement-Level bei $626.

Die Aktie bewegte sich außerdem unter den Supertrend-Indikator und die 50-Tage-EMA. Zudem hat die Aktie eine Kopf-Schulter-Formation ausgebildet.

Daher ist das wahrscheinlichste Szenario ein weiterer Rückgang der Aktie, möglicherweise bis zum 38,2% Fibonacci-Retracement-Level bei $622.

Ein Fall unter dieses Niveau würde weiteren Abwärtsdruck signalisieren, möglicherweise bis zur 50%-Retracement-Marke bei $438.

Langfristig wird die Aktie jedoch wahrscheinlich wieder ansteigen, möglicherweise bis zum Allzeithoch.