Trump schickt Iran 15-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung: Das dürfte drinstehen

Trump schickt Iran 15-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung: Das dürfte drinstehen
Devesh Kumar
25. März 2026, 05:38 AM
  • Trump bestätigt Gespräche, während Iran Verhandlungen bestreitet und Angriffe intensiviert.
  • USA senden 15-Punkte-Waffenstillstandsplan über einen pakistanischen Hinterkanal.
  • Plan fordert nuklearen Rückbau, Rückzug von Stellvertretern und Stabilität in der Straße von Hormus.

US-Präsident Donald Trump bestätigte am Dienstag, dass er mit Iran verhandelt, um den Krieg im Nahen Osten zu beenden.

„Sie reden mit uns, und sie reden vernünftig“, sagte der US-Präsident auf die Frage nach der Möglichkeit, den Konflikt zu beenden.

Die neuen Äußerungen folgten, nachdem Iran Trumps frühere Aussagen zu Verhandlungen als „Fake News“ und als Versuch, die Finanzmärkte zu manipulieren, zurückgewiesen hatte.

Außerdem zitierte die New York Times am Dienstag zwei US-Regierungsbeamte, die sagten, Washington habe Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt.

Iran hat dessen Empfang jedoch nicht öffentlich bestätigt.

Trumps Iran-Abkommen nimmt Gestalt an

Medienberichten zufolge wurde der Plan über Pakistan an Teheran weitergeleitet; dessen Armeebefehlshaber hat sich als wichtiger Hinterkanal zwischen Washington und der iranischen Führung herauskristallisiert.

Das Rahmenwerk wurde Berichten zufolge von Trumps Beratern Jared Kushner und Steve Witkoff ausgearbeitet.

Ziel ist es, ein sofortiges 30-tägiges Waffenstillstandsfenster zu schaffen, in dem ein umfassenderer Abschluss formalisiert werden könnte.

Zuvor deutete Trump ebenfalls ein solches Vorhaben an und sagte, Iran müsste seine nuklearen Fähigkeiten vollständig abbauen.

Den Berichten zufolge könnte Iran außerdem aufgefordert werden, sich aus seiner regionalen Stellvertreterarchitektur zurückzuziehen, die Unterstützung verbündeter bewaffneter Gruppen einzustellen und die Straße von Hormus offen zu halten.

Experten wiesen darauf hin, dass Washington offenbar Iran nicht nur zur Deeskalation auffordert, sondern dazu, viele der Säulen aufzugeben, auf denen seine Abschreckungsstrategie seit Jahren ruht.

Was Iran verlangen würde

Iran hat bislang signalisiert, dass es zu Verhandlungen nur zu seinen eigenen Bedingungen bereit ist.

Teheran startete am Mittwoch neue Angriffe auf Israel und hat keine Zurückhaltung gezeigt, die Angriffe gegen US-Vermögenswerte in Westasien zu verstärken.

Wenn Trumps 15-Punkte-Plan eine Lockerung harter Sanktionen vorsieht, könnte das Iran dazu bewegen, eine Pause einzulegen und den Konflikt neu zu überdenken.

Das würde Erleichterung vom Sanktionsnetz bedeuten, das seit Jahren Investitionen, Handel und Staatsfinanzen belastet.

Das dürfte jedoch nicht leicht zu erreichen sein; die USA werden wahrscheinlich Unterstützung für Irans ziviles Kernenergieprogramm verlangen, insbesondere bei der Stromerzeugung im Kernkraftwerk Bushehr.

Washington sei bereit, die Drohung durch den sogenannten Snapback-Mechanismus zu beseitigen, der es erlaubt, zuvor aufgehobene UN-Sanktionen schnell wieder in Kraft zu setzen.

Trump hat bereits signalisiert, wo er die nicht verhandelbare Grenze sieht. Er sagte diese Woche: „Alles beginnt damit, dass sie keine Atomwaffe haben dürfen.“

Warum der Plan dennoch ins Stocken geraten könnte

Die Hindernisse sind offensichtlich und schwerwiegend. Irans öffentliche Haltung bleibt von Leugnung und Misstrauen geprägt.

Teheran hat Trumps frühere Behauptungen über „produktive“ US‑Iran‑Gespräche bereits als „Fake News“ zurückgewiesen und Washington beschuldigt, die Öl- und Finanzmärkte manipulieren zu wollen.

Das erschwert es zu beurteilen, ob ein ernster Kanal privat funktioniert oder ob sich beide Seiten öffentlich weiterhin aneinander vorbeireden.

Israel ist die zweite Komplikation.

Selbst wenn Washington der Ansicht ist, dass sich eine Formel abzeichnet, könnte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eine deutlich engere Vorstellung davon haben, wie ein akzeptables Endspiel aussieht.