Warum die Nvidia-Aktie am Donnerstag um rund 3 % fällt

Warum die Nvidia-Aktie am Donnerstag um rund 3 % fällt
Utkarsh Roshan
26. März 2026, 18:17 PM
  • Nvidia verliert fast 3 % im Zuge eines breiten Marktausverkaufs.
  • Anstieg der Ölpreise und makroökonomische Sorgen belasten das Technologiesentiment.
  • KI-Wachstumsprognose robust, aber Bedenken dämpfen das Aufwärtspotenzial.

Die Nvidia-Aktie fiel am Donnerstag deutlich und gab fast 3 % nach, da die Schwäche am Gesamtmarkt auf Technologiewerte drückte.

Steigende Ölpreise waren ein wichtiger Treiber der Risk-off-Stimmung.

Brent-Rohöl sprang um 6 % auf über $108 je Barrel, während West Texas Intermediate um 5 % auf über $95 zulegte, was Inflationssorgen verstärkte und Druck auf Aktien ausübte.

US-Präsident Donald Trump sagte, er erwarte, dass der Anstieg der Ölpreise nachlasse, und bemerkte: „it’s all going to come back down to where it was and probably lower.”

Während steigende Ölpreise und geopolitische Unsicherheit den Gesamtmarkt belasten, liegt der Anlegerfokus weiterhin darauf, ob Nvidia seine Wachstumskurve angesichts zunehmender Konkurrenz, Kosten- und Regulierungsdrucks halten kann.

Wesentliche Risiken: China, Kosten und Wettbewerb

Trotz anhaltender Stärke des Kerngeschäfts haben sich Nvidia-Aktien seit August 2025 weitgehend seitwärts bewegt.

Analysten führen die verhaltene Performance auf wachsende Anlegerbedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Ausgaben für Künstliche Intelligenz zurück.

Eines der am engsten beobachteten Risiken bleibt Nvidias Exponierung gegenüber China.

Exportkontrollen und regulatorische Beschränkungen haben Lieferungen fortschrittlicher GPUs in die Region eingeschränkt und schaffen Unsicherheit über künftige Umsatzbeiträge.

Gleichzeitig üben steigende Inputkosten – insbesondere für High-Bandwidth Memory – Druck auf die Margen aus, während das Unternehmen die Produktion seiner neuesten AI-Plattformen hochfährt.

Der Wettbewerb verschärft sich ebenfalls. Hyperscaler entwickeln zunehmend eigene Chips, was Fragen aufwirft, ob Nvidia seine Preissetzungsmacht und seinen Marktanteil langfristig halten kann.

Wall Street bleibt bei Nvidia-Aktie optimistisch

Trotz kurzfristiger Sorgen haben mehrere Wall-Street-Firmen kürzlich ihre Kursziele für Nvidia angehoben.

Unternehmen wie Bank of America, Rosenblatt Securities und Raymond James haben Kursziele im Bereich von $300 bis $360 gesetzt.

Insgesamt bewerten etwa 93 % der Analysten die Aktie als Kauf, was das anhaltende Vertrauen in Nvidias langfristige Positionierung im KI-Ökosystem widerspiegelt.

Rechtliche Belastungen treten erneut auf

Separat zertifizierte ein Bundesrichter in Kalifornien am March 25 eine Anlegerklasse in einer Wertpapierklage gegen Nvidia und dessen CEO Jensen Huang.

Die Klage behauptet, dass NVIDIA erhebliche kryptobezogene Umsätze innerhalb seines Gaming-Segments falsch klassifiziert habe und damit seine Exponierung gegenüber dem volatilen Kryptowährungsmarkt herunterspielte, was Aktionäre über die Nachhaltigkeit des Wachstums irreführen könnte.

Die Kläger behaupten, Nvidia habe mehr als $1 billion an GPU-Verkäufen, die mit Krypto-Minern verbunden sind, unterbewertet.

Die Kläger, angeführt von einer schwedischen Investmentgesellschaft, geben an, Nvidia-Manager hätten gewusst, dass Krypto-Miner einen wesentlichen Treiber der Umsätze im Gaming-Segment darstellten, dies jedoch nicht ausreichend offengelegt.

Die Angelegenheit geht auf den Kryptowährungsboom 2017–2018 zurück, als GPUs vielfach zum Mining digitaler Assets wie Bitcoin eingesetzt wurden.

Im Jahr 2022 stimmte Nvidia zu, eine Strafe in Höhe von $5.5 million an die US Securities and Exchange Commission zu zahlen wegen unzureichender Offenlegungen in Bezug auf die Auswirkungen des Krypto-Minings auf das Geschäft.