Invezz

Dow-Futures stürzen am Freitag: 5 Dinge vor Handelsstart

Dow-Futures stürzen am Freitag: 5 Dinge vor Handelsstart
Devesh Kumar
27. März 2026, 12:23 PM
  • US-Futures fallen, da Ölpreise im Zuge der Nahost-Spannungen nahe 110 US-Dollar steigen.
  • Treasury-Renditen ziehen leicht an und signalisieren vorsichtige Anlegerstimmung.
  • Technologie- und Konsumwerte vertiefen Verluste im Zuge einer Risikoaversion.

Die US-Aktien-Futures gaben am Freitag leicht nach, nachdem die Ölpreise gestiegen waren, während Anleger neue Entwicklungen im Nahen Osten verfolgten.

Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average fielen um 91 Punkte bzw. 0,2 %, während auch die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 jeweils um 0,2 % nachgaben.

Die Marktstimmung wirkte vorsichtig, obwohl Präsident Donald Trump beschlossen hatte, die Aussetzung von Angriffen auf Irans Energieinfrastruktur bis zum 6. April zu verlängern.

Die Verschiebung milderte einige unmittelbare Befürchtungen eines direkten Treffers für die Energieversorgung etwas, doch die Ölpreise blieben volatil, da die Spannungen anhielten.

5 Dinge vor Handelsstart an der Wall Street

1. Präsident Trumps Entscheidung, die Aussetzung von Angriffen zu verlängern, schien eine positive Entwicklung zu sein, doch die Ölpreise zeigten keine Beruhigung.

Die Brent-Rohölpreise stiegen am Freitag in Richtung $110 pro Barrel, da die Befürchtung von Lieferunterbrechungen weiter in den Märkten nachwirkte.

Zuvor waren die Ölpreise etwas zurückgegangen, nachdem Präsident Donald Trump gesagt hatte, Iran habe 10 Öltanker passieren lassen, was auf eine mögliche Entspannung der Spannungen hindeutete. 

2. Die angespannte Stimmung der Anleger zeigte sich in vielen Anlageklassen, da die Renditen von US-Treasuries am Freitag leicht anzogen.

Die Benchmark-Rendite der 10-jährigen US-Treasuries stieg um fast 2 Basispunkte auf 4,434 %, die 2-jährige Rendite lag bei 3,988 % und die 30-jährige Rendite kletterte um fast 3 Basispunkte auf 4,962 %.

Analysten sagten, dass die Verlängerung der Aussetzung zwar gute Nachrichten sei, sie aber eher über den langfristigen Ausblick besorgt seien, da es keine Neuigkeiten zu Waffenstillstandsverhandlungen gebe.

3. Die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten zeigen sich inzwischen in verschiedenen Sektoren der US-Wirtschaft.

Der Technologiesektor liegt 15,5 % unter seinem Oktober-Hoch, der Bereich Kommunikationsdienste notiert 14,5 % unter dem Hoch vom 2. Feb. und der Konsumwerte-Sektor hat seit dem Höchststand vom 12. Jan. 13,5 % verloren.

Der Finanzsektor ist ebenfalls seit dem Hoch vom 6. Jan. um 12,8 % gefallen.

Der breite Rückgang deutet darauf hin, dass Anleger sich von risikoreichen Gruppen abwenden, da Energievolatilität und Kriegsängste die Marktstimmung belasten.

4. Trotz des jüngsten Preisrückgangs bleibt Wells Fargo bei seiner bullischen Einschätzung für Gold.

Das Finanzdienstleistungsunternehmen erklärte, der jüngste Rückzug ändere nicht die Ansicht, dass die Preise bis Ende 2026 6.100 bis 6.300 US-Dollar je Unze erreichen könnten.

Wells Fargo führte die jüngste Schwäche des Goldes auf einen stärkeren US-Dollar und höhere reale Renditen zurück und sagte, dass vorübergehende Belastungen das Metall kurzfristig gedrückt hätten.

5. Globale Investoren wirkten am Freitag verunsichert, da widersprüchliche Signale die Stimmung belasteten.

Die europäischen Märkte eröffneten am Freitag höher, nachdem Präsident Donald Trump die Aussetzung von Angriffen gegen Iran um 10 Tage verlängert hatte.

In Asien fiel die Stimmung weniger optimistisch aus, dort notierten die Märkte gemischt bis niedriger, da Unsicherheit über US‑Iran-Gespräche die Stimmung belastete.

Südkoreas Kospi fiel um 3,6 %, Japans Nikkei 225 verlor 1,6 % und Australiens S&P/ASX 200 gab 0,42 % nach, während auch die Hang-Seng-Futures nach unten deuteten.