Blackstone und Carlyle steigen — 401(k)-Regel öffnet $14T-Chance

Blackstone und Carlyle steigen — 401(k)-Regel öffnet $14T-Chance
Ananthu C U
30. März 2026, 20:55 PM
  • Blackstone und Carlyle steigen, da 401(k)-Regel Zugang zu alternativen Anlagen öffnet.
  • Neue Regel könnte Rentenmittel für Private Equity und Krypto freisetzen.
  • Aktien steigen, da ein DOL-Vorschlag Barrieren für alternative Investments lockert.

Die Aktien alternativer Vermögensverwalter, darunter Blackstone Inc. und The Carlyle Group, zogen am Montag an, nachdem die Trump-Administration einen lange erwarteten Vorschlag vorgestellt hatte, der den Zugang zu privaten Märkten und Kryptowährungen in US-Altersvorsorgekonten erweitern könnte.

Die vorgeschlagene Regel, herausgegeben vom US-Arbeitsministerium, zielt darauf ab, langjährige Hindernisse abzubauen, die die Aufnahme alternativer Anlagen in 401(k)-Pläne eingeschränkt haben.

Die Maßnahme wird weithin als Eröffnung eines bedeutenden neuen Kapitalpools für Private Equity, Private Credit und andere alternative Anlagestrategien gesehen.

Politikwechsel öffnet Tür für neues Kapital

Der Vorschlag skizziert einen Rahmen, der es Treuhändern von Plänen erlauben würde, weniger liquide und komplexere Vermögenswerte in Ruhestandsportfolios aufzunehmen, sofern sie einem gründlichen Bewertungsprozess folgen.

Treuhänder müssten Faktoren wie Gebühren, Liquidität, Bewertung und Leistungsbenchmarks „objektiv, gründlich und analytisch“ berücksichtigen.

Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die Maßnahme als „einen ersten Schritt“ und sagte, sie solle „den Schutz von Altersvorsorgevermögen berücksichtigen.“

Die Regel führt zudem eine „Safe-Harbor“-Bestimmung ein, die Treuhändern, die den beschriebenen Prozess einhalten, rechtlichen Schutz bietet.

Dies ist eine wichtige Entwicklung für Plan-Sponsoren, die historisch wegen Rechtsrisiken zurückhaltend waren, alternative Anlagen aufzunehmen.

Die Initiative folgt einer Exekutivanordnung von Donald Trump und unterliegt einer 60-tägigen öffentlichen Kommentierungsfrist, bevor sie möglicherweise finalisiert wird.

Branche begrüßt lange erwartete Reform

Der Vorschlag stieß auf große Unterstützung von großen Asset Managern und Branchenverbänden und trug dazu bei, die Aktienkurse im Sektor anzuheben.

BlackRock Inc., das mehr als $14 trillion an Vermögenswerten verwaltet und bei dem ein erheblicher Anteil in Altersvorsorgeprodukte investiert ist, gehörte zu den Unterstützern.

Alternative Asset Manager wie Blackstone, KKR & Co. Inc. und Apollo Global Management Inc. könnten ebenfalls von erweitertem Zugang zu beitragsorientierten Plänen profitieren.

Apollo-CEO Marc Rowan sagte: „Die Exekutivanordnung des Präsidenten ist ein durchdachter Schritt zur Bewältigung der wachsenden Rentenkrise. Die Amerikaner verfügen zunehmend nicht über die Ersparnisse und das Einkommen, die für einen sicheren Ruhestand nötig sind,“ sagte er und fügte hinzu, die vorgeschlagene Regel könne „die Rentenergebnisse deutlich verbessern.“

Branchenverbände betonten, dass der Vorschlag dazu beitragen könnte, 401(k)-Pläne mit Pensionsfonds in Einklang zu bringen, die bereits stark in Alternativen investieren.

Das US-Arbeitsministerium stellte fest, dass bis zu 99% der US-Bundesstaats- und kommunalen Pensionsfonds 2022 alternative Anlagen hielten, verglichen mit nur 4% der beitragsorientierten Pläne im Jahr 2024.

Die Blackstone-Aktien stiegen in der Sitzung um 4.7%, die Aktien der Carlyle Group gewannen 4.48% und Apollo-Aktien legten um 3.77% zu. 

Wachstumspotenzial überwiegt Risiken – vorerst

Die Aussicht, Altersersparnisse als Finanzierungsquelle zu erschließen, hat die Zuversicht hinsichtlich langfristigen Wachstums für Firmen wie Blackstone und Carlyle gestärkt.

Die Regel könnte es 401(k)-Plänen erleichtern, Private Equity, Private Credit, Immobilien und sogar Krypto-Assets einzubeziehen – Bereiche, in denen diese Firmen große Plattformen aufgebaut haben.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Bedenken.

Kritiker warnen, dass höhere Gebühren, Komplexität und begrenzte Liquidität Risiken für Privatanleger darstellen könnten.

Senatorin Elizabeth Warren kritisierte den Vorschlag und argumentierte, er könne Vorsorgesparer in Zeiten von Marktstress riskanten Anlagen aussetzen.

Kürzliche Spannungen in den privaten Märkten haben ebenfalls Aufmerksamkeit erregt.

Einige Private-Credit-Fonds, einschließlich Business Development Companies, haben eine Welle von Abhebungen erlebt, was die Liquiditätsprobleme in bestimmten Segmenten hervorhebt.

Die Administration betonte jedoch, dass die Regel prozessorientiert und nicht vorschreibend sei.

Rechtsexperten merken an, dass sie in erster Linie Klarheit und Schutz für Treuhänder bietet, statt Änderungen vorzuschreiben.

Für den Moment spiegelt die Marktreaktion jedoch das Vertrauen der Anleger wider, dass erweiterter Zugang zu Rentenkapital einen bedeutenden Rückenwind für alternative Asset-Manager bieten könnte – was die Kursgewinne bei Blackstone und Carlyle erklärt.