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Warum Morgan Stanley den Kursrückgang von Meta als Kaufgelegenheit sieht

Warum Morgan Stanley den Kursrückgang von Meta als Kaufgelegenheit sieht
Ananthu C U
30. März 2026, 19:28 PM
  • Morgan Stanley sieht den Rückgang bei Meta als Kaufgelegenheit.
  • Starkes Werbewachstum und KI‑Wetten stützen das langfristige Aufwärtspotenzial.
  • Günstige Bewertung deutet auf eine mögliche Erholung hin.

Die Aktien von Meta Platforms gerieten 2026 unter Druck, doch Morgan Stanley sieht den jüngsten Rücksetzer als potenziellen Einstiegspunkt und verweist auf solide Fundamentaldaten und langfristige Wachstumstreiber.

Die Aktie liegt seit Jahresbeginn etwa 19–20 % im Minus – belastet durch rechtliche Rückschläge, makroökonomische Unsicherheit und hohe Ausgaben für künstliche Intelligenz.

Analyst Brian Nowak von Morgan Stanley bekräftigte jedoch ein Overweight-Rating und setzte ein Kursziel von $775, was gegenüber dem aktuellen Niveau erhebliches Aufwärtspotenzial signalisiert.

„Es ist Zeit, Meta zu kaufen“, schrieb Nowak und nannte die Aktie seine Top-Empfehlung im Internetsektor.

Die Meta-Aktie legte am Montag um 2 % zu.

Sentiment schwach, Fundamentaldaten bleiben aber stark

Die jüngste Volatilität wurde zum Teil durch rechtliche Herausforderungen und allgemeine geopolitische Unsicherheiten ausgelöst, die Fragen zur regulatorischen Perspektive und zum Geschäftsmodell von Meta aufwerfen.

Das Unternehmen musste infolge von zwei Klagen rund $380 Millionen an Strafen zahlen, was bei Investoren Sorgen über mögliche Einschränkungen des Werbegeschäfts hervorrief.

Trotzdem argumentierte Nowak, dass Regulierungsrisiken möglicherweise überschätzt werden.

„In einer Welt, in der wir glauben, dass die US-Regierung hinter Meta steht und das Unternehmen unterstützt, um es zu einem der globalen KI‑Führer zu machen, erwarten wir durchdachte Gesetzgebungen, die den Zugang zu sozialen Medien gegen Vorschläge abwägen, die Meta materiell schädigen könnten“, schrieb er.

Auf dem aktuellen Niveau wird Meta mit etwa dem 15‑Fachen seiner für 2027 prognostizierten Gewinne gehandelt, was einem Abschlag von 55 % auf PEG‑Basis gegenüber Megacap‑Konkurrenten entspricht.

Nach Nowak ist ein solcher Abschlag in den vergangenen zehn Jahren nur selten aufgetreten, was auf „eine taktische Kaufgelegenheit mit bevorstehenden Katalysatoren“ hindeute.

Werbewachstum und KI‑Investitionen treiben die Aussichten

Ein zentraler Pfeiler von Morgan Stanleys positiver Einschätzung ist die Widerstandsfähigkeit des Kernwerbegeschäfts von Meta, das weiterhin von starken Engagement‑Trends profitiert.

„Wir glauben, dass das Engagement (verbrachte Zeit) beschleunigt (auf hohem Niveau), was META noch mehr Zeit und Engagement zur Monetarisierung verschafft“, schrieb Nowak. „Wir glauben, dass das Wachstum der verbrachten Zeit von hoher Qualität und ebenfalls monetarisierbar ist, insbesondere aufgrund des Anstiegs von videobasierten Inhalten.“

Morgan Stanley prognostiziert ein Werbeumsatzwachstum von 28 % im Jahr 2026 und 21 % im Jahr 2027, jeweils über den allgemeinen Markterwartungen.

Zugleich investiert Meta stark in künstliche Intelligenz und peilt für 2026 Investitionen in Höhe von $135 Milliarden an.

Während solche Ausgaben bei einigen Investoren Besorgnis ausgelöst haben, sehen Analysten sie als strategischen Schritt zur Stärkung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit.

Das Unternehmen konzentriert sich zudem auf Inferenzfähigkeiten und KI‑gestützte Werbetools, die die Effizienz verbessern und Monetarisierungsmöglichkeiten über seine Plattformen hinweg erweitern könnten.

KI‑Agenten und Kostensenkungen bieten zusätzliches Aufwärtspotenzial

Aufkommende KI‑Initiativen stellen einen weiteren potenziellen Katalysator dar.

Nowak hob die Möglichkeit eines „MetaClaw“-Agenten hervor, der neue Anwendungsfälle ermöglichen könnte, etwa integriertes Shopping über Plattformen wie Messenger.

Meta baut seine KI‑Fähigkeiten außerdem durch Akquisitionen und Partnerschaften aus, darunter Deals mit Plattformen für KI‑Agenten und sozialen Netzwerken.

„Je mehr Nutzen Meta für Werbetreibende schaffen kann, desto größeren Budgetanteil wird es voraussichtlich künftig erschließen“, schrieb Nowak.

Darüber hinaus könnten Kostensenkungsmaßnahmen das Ergebnis zusätzlich stützen.

Berichten zufolge plant das Unternehmen einen Personalabbau von bis zu 20 %, was jährliche Einsparungen zwischen $3 Milliarden und $10 Milliarden bringen und das Ergebnis je Aktie in den kommenden Jahren steigern könnte.

Trotz kurzfristiger Risiken durch Regulierung, KI‑Ausgaben und makroökonomische Bedingungen hält Morgan Stanley fest, dass Metas Kombination aus starken Werbefundamentaldaten, günstiger Bewertung und KI‑getriebenen Wachstumschancen die Aktie für eine mögliche Erholung positioniert.