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Dow Jones klettert um 380 Punkte – Hoffnungen auf Deeskalation im Iran stützen Aktien

Dow Jones klettert um 380 Punkte – Hoffnungen auf Deeskalation im Iran stützen Aktien
Ananthu C U
31. März 2026, 15:46 PM
  • US-Aktien steigen dank Hoffnungen auf Deeskalation im Iran, Technologiewerte führen die Gewinne an.
  • Öl steigt über 118 $, verstärkt Inflations- und Zinsbedenken.
  • Märkte richten den Blick auf Daten, während die Fed eine abwartende Haltung signalisiert.

US-Aktien stiegen am Dienstag, da Anleger positiv auf Anzeichen einer möglichen Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten reagierten, obwohl die Ölpreise hoch blieben und die übergeordneten Marktrisiken fortbestanden.

Der Dow Jones Industrial Average kletterte um 380 Punkte bzw. 0,8 %, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 ebenfalls um mehr als 1 % zulegten.

Die Gewinne folgten auf einen Bericht, wonach US-Präsident Donald Trump offen dafür sein könnte, den Militäreinsatz gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt.

Deeskalationshoffnungen stärken das Anlegervertrauen

Das Wall Street Journal berichtete, Trump habe seinen Beratern gesagt, er sei bereit, die Feindseligkeiten unter solchen Bedingungen einzustellen, was die Anlegerängste nach wochenlanger geopolitischer Zuspitzung dämpfte.

Der Konflikt belastete die globalen Märkte stark: S&P 500 und Dow steuern auf ihre stärksten Monatsverluste seit September 2022 zu, und der Leitindex droht zudem sein schlechtestes Quartalsergebnis seit jenem Jahr zu verzeichnen.

Das Anlegervertrauen reagierte besonders sensibel auf Entwicklungen im Nahen Osten, wo Störungen der Öltransportwege die Volatilität über Anlageklassen hinweg angetrieben haben.

Der jüngste Bericht verschaffte teilweise Erleichterung und löste eine Erholung bei Aktien aus, vor allem im Technologiesektor.

Technologieaktien, die seit Beginn des Konflikts unter anhaltendem Druck standen, zeigten erste Erholungszeichen.

Der Technology Select Sector SPDR Fund stieg um etwa 1,4 %, während die Aktien von Nvidia und Microsoft um 1,7 % bzw. 2,1 % zulegten.

Starker Ölpreisanstieg setzt Märkte weiter unter Druck

Trotz der Verbesserung des Sentiments blieben die Energiemärkte unter Druck.

Brent-Rohöl-Futures stiegen um rund 5 % und notierten über 118 $ pro Barrel, während US West Texas Intermediate (WTI) über 103 $ pro Barrel kletterte.

Die Ölpreise sind im März stark gestiegen und steuern aufgrund von angebotsbedingten Sorgen im Zusammenhang mit dem Konflikt auf den stärksten Monatszuwachs zu.

Der Energiesektor des S&P 500 ist im Monat um mehr als 11 % gestiegen und ist damit der einzige Sektor, der voraussichtlich im Plus schließen wird.

Neue geopolitische Entwicklungen unterstrichen weiterhin die Fragilität der Lage.

Bloomberg berichtete, der Iran habe einen kuwaitischen Öltanker in Gewässern vor Dubai getroffen; Behörden bestätigten jedoch, dass alle Besatzungsmitglieder in Sicherheit seien.

Der anhaltende Anstieg der Ölpreise hat die Inflationssorgen wiederbelebt und erschwert die geldpolitische Perspektive.

Laut dem FedWatch Tool der CME Group haben Händler Zinskürzungen in diesem Jahr weitgehend aus den Kursen herausgerechnet – eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Erwartung von zwei Senkungen vor Ausbruch des Konflikts.

Märkte bereiten sich auf Daten und geldpolitische Signale vor

Anleger richten ihren Fokus zudem auf bevorstehende Wirtschaftsdaten und Äußerungen der Zentralbanker.

Die Erhebung zu offenen Stellen und Personalfluktuation (JOLTS) für Februar wird später in der Woche veröffentlicht und liefert neue Einblicke in den Arbeitsmarkt.

Bemerkungen von Fed-Vertretern, darunter Austan Goolsbee und Michelle Bowman, werden ebenfalls genau auf Hinweise zum geldpolitischen Kurs beobachtet.

Am Montag sagte Fed-Chef Jerome Powell, die Zentralbank könne es sich leisten, abzuwarten, bevor sie die vollständigen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts beurteilt.

Am letzten Handelstag des Monats liegt der S&P 500 für März weiterhin fast 8 % im Minus, was das Ausmaß der jüngsten Volatilität verdeutlicht, obwohl die Märkte versuchen, sich zu stabilisieren.